Test: Turtle Beach i30 – das Kopfhörer-Multitalent

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Turtle Beach ist als Hersteller hochwertiger Gaming-Headsets bekannt. Mit dem i30 stellt die Firma jetzt einen Kopfhörer vor, der speziell für die mobile Mulitmedia-Anwendung – etwa mit dem iPhone oder iPad – konzipiert ist. Wir haben uns das 299,- Euro teure Multitalent genauer angesehen.

Design und Tragekomfort des Turtle Beach i30

Der i30 kann viel – er verfügt über Bluetooth und Noise Cancelling, hat ein eingebautes Mikrofon und bietet diverse Soundspielereien. All das benötigt offenbar relativ viel Platz, denn grazil ist der Turtle Beach nicht gerade geraten. Die Ohrmuscheln sind bis zu etwa 5,5 Zentimeter dick und mit etwa 280 Gramm ist der Kopfhörer nicht leicht. Wer einen kleinen Kopf hat, sieht mit dem i30 auf den Ohren durchaus etwas doof aus. Hinzu kommen die 6 Bedienelemente und 2 Leuchtdioden auf den Rückseiten der Ohrmuscheln, die nicht gerade dezent gestaltet sind. Optisch ist der i30 also garantiert nicht jedermanns Sache – ich persönlich kann mit seinem Design nicht viel anfangen und würde mich damit nicht in die Öffentlichkeit wagen.
Positiv hingegen sind Verarbeitung und Tragegefühl. Die Ohrkissen aus Memory-Schaum sitzen gut, drücken nicht und schirmen zuverlässig gegen Außengeräusche ab. Auch der Bügel ist angenehm gepolstert. An ihm lassen sich die Ohrmuscheln stufenlos um etwa 2 Zentimeter verstellen, so dass der i30 auch für jede Kopfgröße passen sollte.
Beigelegt ist dem Turtle Beach neben einem USB-Kabel und einem Flugzeug-Adapter noch eine praktische Tragetasche.

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Bedienung des i30

Natürlich kann der i30 ganz normal über ein 3,5mm-Audiokabel betrieben werden. Dazu muss er allerdings eingeschaltet sein. Ist der Akku leer – er wird über Mikro-USB geladen und hält bis zu 10 Stunden – funktioniert der Kopfhörer nicht. Gesteuert wird der i30 über 6 Bedienelemente, die an der Rückseite der Ohrmuscheln angebracht sind. Die meisten Knöpfe übernehmen mehrere Funktionen, welche gerade ausgewählt ist, wird von einer freundlichen Stimme angesagt. Dabei hat der i30 allerdings so viele Funktionen, dass man schnell durcheinander kommen kann und sich die Suche nach der richtigen Funktion leicht als ein etwas umständliches Herumgedrücke entpuppt. Einfach hingegen ist die Koppelung von Kopfhörer und Smartphone über Bluetooth, die im Test problemlos funktioniert hat. Auch die Reichweite der Verbindung ist zufriedenstellend.

Der i30 als Headset

Dank eines eingebauten Mikrofons kann der i30 auch als Headset verwendet werden – zum Gamen etwa oder als Freisprecheinrichtung zum Telefonieren. Sind Handy und i30 über Bluetooth miteinander verbunden, lassen sich auch Funktionen wie die Rufannahme am Kopfhörer selbst steuern – vorausgesetzt, man drückt nicht wieder einen der vielen anderen Knöpfe auf der Rückseite und aktiviert etwa die etwas überflüssige Funktion zum Verstellen der Mikrofonstimme (‚voice morph‘), die mit vier Auswahlmöglichkeiten aufwartet. Ein netter Gag – aber nicht wirklich sinnvoll.

Noise Cancelling

Die aktive Geräuschunterdrückung ist das Highlight des i30. Über mehrere Mikrofone werden die Umgebungsgeräusche aufgenommen und ausgeblendet. Im Praxistest hat das wunderbar funktioniert. Vor allem bei konstanten Störgeräuschen – etwa dem tiefen Brummen eines ICE bei voller Fahrt – ist das Noise Cancelling ein Segen. Leise Musikpassagen können so ungestört auch bei niedriger Lautstärke genossen werden und Telefonate sind klarer und deutlicher.

Der Sound

Ob mit oder ohne Noise Cancelling – der Klang des i30 ist ein Genuss. Höhen und Tiefen sind gut aufeinander abgestimmt, Details werden klar herausgearbeitet, der Bass ist stark und druckvoll. Bei minimalem Grundrauschen packt der i30 auch große Lautstärken, ohne dabei zu Verzerren. Wer den Sound noch etwas variieren möchte, kann zwischen vier Klangvoreinstellungen wählen – flat, bass boost, treble boost sowie bass and treble boost – die jeweils die Höhen bzw. Bässe verstärken. Vor allem die gleichzeitige Verstärkung von Bass und Höhen fügt dem Klang des i30 eine weitere, sehr räumlich klingende Sounddimension hinzu.

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Fazit

Der i30 von Turtle Beach will viel und kann viel. Dass Design und Handhabung unter der Fülle an Funktionen etwas leiden, ist ein Nebeneffekt, der mich persönlich stört – aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Dafür bietet der i30 die einzigartige Möglichkeit, Musik über Bluetooth zu übertragen und gleichzeitig die Außengeräusche aktiv zu unterdrücken – und das bei hervorragendem Klang und sehr bequemem Sitz des Kopfhörers. Der i30 ist ein technisch ausgereiftes Multitalent, das allerdings auch einen stolzen Preis hat. Erhältlich ist der i30 für 299,95 Euro, etwa im Apple Store.

Spezifikationen laut Turtle Beach

• Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
• Impedanz: 32 Ohm
• Gesamtklirrfaktor: <1%
• Anschlüsse: Bluetooth
• Stromversorgung: Batteriestrom
• Batterietyp: Rechargeable Lithium Polymer
• Akkulebensdauer: Bis zu 10 Stunden

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    1. Aber der Sound von Turtel Beach (besonders beim Online gaming mit PSN) und Beats Kopfhörer sind wirklich gut.
      Würde trotzdem nicht so viel Geld dafür bezahlen. Habe günstige inEar Kopfhörer von Senheiser die den gleichen Zweck erfüllen für 17€.

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