Wie schmeckt bei größerer Schwerkraft frittiertes Essen?

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Irgendwann muss die Menschheit die Erde verlassen - Heimat einer uralten Kultur und frittierter Speisen. Schmackhafter könnte man uns diese Vorstellung sicher machen, wenn wir wüssten, ob knusprige Pommes auch fern vom Heimatplaneten möglich sind. Genau das wollten die Wissenschaftler John S. Lioumbas und Thodoris D. Karapantsios herausfinden.

Grundsätzlich erfordert erfolgreiches Frittieren den Vorgang der Konvektion. In der Fritteuse muss also das heiße Öl nach oben steigen, abkühlen, absinken, wieder erhitzen, wieder aufsteigen und sich so ein Ölkreislauf bilden. Wie wirkt sich aber die Schwerkraft auf diesen Vorgang aus?

Um das zu klären, wurde eine Fritteuse in eine Zentrifuge gesetzt, die bis zu 9 g erreicht. Es zeigte sich, dass mit steigender g-Kraft auch die Konvektion zunimmt. Besonders bei Kräften bis zu 3 g bedeutete dies kleinere Ölbläschen und damit ein knusprigeres Ergebnis. Problematisch wird es allerdings, wenn man diesen Wert übersteigt und sich in Richtung 9 g bewegt. Die Bläschen werden immer kleiner und sammeln sich zwischen Kartoffel und Kruste.

Bei Schwerelosigkeit dagegen – so der Umkehrschluss der Forscher – keine Konvektion und damit auch kein knuspriges Essen, stattdessen eine pampige Masse (was in nachfolgenden Experimenten noch untersucht werden muss). Will man also fern von der Erde frittieren, benötigt man entweder eine Zentrifuge an Bord des Raumschiffs oder einen Planeten, der die optimale Schwerkraft bietet. [BBC Future via Smithsonian Mag]

Bild: kazoka/Shutterstock

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