Das ist Londons schwebender Fahrradtraum SkyCycle

Ein Team um den Stararchitekten Sir Norman Foster hat seinen SkyCycle Plan ausgearbeitet und konkretisiert – ein bizarres Konzept, welches freien Platz über einigen Zugstrecken ausnutzt, um schwebende Fahrradautobahnen zu errichten.

Die Idee, sollte sie jemals genehmigt, bewilligt, finanziert und gebaut werden, umfasst den Bau eines 220 km langen Netzwerks schwebender Fahrradstrecken über London, die man über zahlreiche Auffahrrampen erreicht. Die erste Phase würde die Verbindung zwischen dem Londoner Ostbahnhof und der Liverpool Street Station umfassen.

Die Kosten für das Projekt würden etwa 200 Millionen britische Pfund betragen, was die Art von Kleingeld darstellt, welches zwischen den Kissen einiger gouvernmentaler Sofas hervorgeholt werden müsste. Würde der Startschuss jemals fallen, wäre die Bauzeit mit etwa 20 Jahren veranschlagt und die Fahrrad- und Autofahrer könnten getrennte Strecken benutzen und sich nicht mehr im sehr gefählichen Londoner Straßenverkehr über den Haufen fahren.

Hoffentlich gäbe es dann auch zwei Spuren. Eine für die halsbrecherischen Rennfahrer und eine für Familienausflügler und Touristen. Oder der Kampf um die Vormacht im Verkehr würde einfach nur ein Stockwerk höher ausgetragen werden.

[via gizmodo.co.uk, BBC]

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  1. Da erfahrungsgemäß sich die Summen während der Realisation von Großprojekten mindestens verdoppeln, könnte man für die hochgerechneten 400 Mio. Pfund alle Londoner 55 Jahre lang den gesamten innerstädtischen Verkehr per Taxi abwickeln lassen. Da 60% des innerstädtischen Verkehrs auf Parkplatzsuchende entfällt, dürfen die Touris dann auch entspannt in der Stadt rumkurven können. Die reduzierte Scheidungsrate unter Ausländern ist nur ein kleiner Nebeneffekt. Die Entlastung für die Umwelt ein Großer. Das würde ich ein alternatives Verkehrskonzept nennen. Die Investition für Taxigutscheine ist überschaubar :-). – Aber von irgendwas müssen die Fosters ja auch leben ;-)

    1. Die Radfahrer hätten dann selbstredend auch ausreichend Platz auf den Straßen, würden die Taxifahrer freundlich grüßen und brauchten nicht auf die ‚Autobahn‘ für Fahrräder ausweichen. Bevor die kühlen Rechner jetzt gleich den Daumen runter klicken mit dem Argument, die Zahl der Verkehrsteilnehmer bliebe gleich, ob im Taxi oder im eigenen Fahrzeug unterwegs – nein, bliebe nicht, weil ja wie bereits erwähnt 60% des Verkehrs in Städten auf Parkplatzsuchende Entfallen. Ausserdem wäre man bereit sich Taxen zu teilen. Taxen würden auch nicht den Parkraum beanspruchen. Als Radler stelle man sich den freien Raum mal vor …

  2. Was die durchschnittliche Londoner Oma davon hält, sich über eine Rampe mindestens sechs Meter nach ober zu stramplen, möchte ich gar nicht wissen.

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