CES2014: A3 e-tron – Audi zeigt wie Hybride aussehen sollten

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Audi lud Gizmodo zur diesjährigen CES in Las Vegas zu Probefahrten ein und demonstrierte uns die Zukunft des Automobils aus Sicht des Konzerns. Der Audi A3 e-tron stellt eines dieser Modelle dar und zeigt, wie alltagstauglich und erschwinglich Hybride sein sollten.

Es grenzt schon fast an Ironie, dass Audi ausgerechnet im Land der Muscle-Cars und Pick-Ups einen Hybrid demonstriert. Doch der A3 e-tron begeisterte uns bei der Probefahrt ab der ersten Minute und lies keinen Wunsch offen. Die Ingolstädter sehen in den Plug-in-Hybriden auch die Zukunft des ökonomischen Fahrens und geben ihre Antwort auf BMW i3 und Co.

Der Audi A3 e-tron unterscheidet sich von Außen vor allem durch aufwendige Chrom-Elemente von den anderen Modellen der Serie. Zudem besitzt er absichtlich keinen sichtbaren Auspuff.

Der Audi A3 e-tron unterscheidet sich von Außen vor allem durch aufwendige Chrom-Elemente von den anderen Modellen der Serie. Zudem besitzt er absichtlich keinen sichtbaren Auspuff.

Die Motorisierung

Zum Einsatz kommen ein Elektromotor mit 77 Kilowatt (104 PS) und ein Benzinmotor mit 150 PS. Die Kampfansage an BMW ist offensichtlich, denn auch der Audi A3 e-tron schafft 50 Kilometer mit dem Elektromotor locker und sollte dieser im Stadtverkehr nicht ausreichen schaltet sich der Verbrennungsmotor ein.

Die großen Vorteile des Elektromotors von Audi liegen in der kurzen Ladezeit und der Energiegewinnung während der Fahrt. Nach 3,5 Stunden ist die Batterie voll. Geladen wird an der konventionellen Steckdose zu Hause. Bei der Nutzung der Motoren hat sich Audi drei Modi einfallen lassen: Der Elektromotor wird ausgeschalten, beide Motoren laufen kombiniert oder die Batterie lädt sich während der Fahr auf.

Das Ende des Drehzahlmessers: Hier steht die Anzeige für den Hybriden im Vordergrund. Wer das nicht mag, kann am Display aber noch die konventionelle Ansicht einstellen.

Das Ende des Drehzahlmessers: Hier steht die Anzeige für den Hybriden im Vordergrund. Wer das nicht mag, kann am Display aber noch die konventionelle Ansicht einstellen.

Die Besonderheiten des e-tron

Aber der Elektromotor des e-tron hat noch einiges mehr zu bieten. Über einen Timer lässt sich der Ladevorgang steuern, so kann man beispielsweise laden, wenn der Strom am günstigsten ist. Zum Verkaufsstart wird es eine App geben, die den Timer und die Heizung regeln kann. Zudem werden Standort, Tankfüllung und andere Details des Fahrzeuges angegeben sein.

Mit der Garantie für den Elektromotor lehnt sich Audi weit aus dem Fenster. Demnach soll diese weit über der regulären Garantie für Verbrennungsmotoren liegen. Und warum?

“Weil wir dem System vertrauen.”

Zum Thema “leise Elektromotoren” hat Audi auch eine eigene Meinung. Auf der einen Seite würden Kunden bei Hybriden und Elektroautos kein Geräusch erwarten, auf der anderen Seite stellt dies eine Gefahr für Fußgänger dar, die das Auto nicht kommen hören. Digital eingespielte Motorengeräusche seien aber nicht die Lösung, denn das beiße sich zu stark mit einem Hybriden. Stattdessen experimentiert man an ausgefallenen Tönen. Vielleicht erwartet uns also bald ein unverwechselbarer “Klingelton” bei Audi, wie es einst bei Nokia war.

Den A3 e-tron wird es noch 2014. Der Preis Startet bei rund 37.000 Euro.

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  1. Schöner Bericht! Und es wird aber auch langsam Zeit, dass die Autohersteller endlich erkennen, wenn ich das große ganze NOCH nicht haben kann, sprich das komplette und perfekte Elektroauto, dann brauchen wir halt eine intelligente Zwischenlösung, damit wir in der Entwicklung endlich vorwärts kommen. Und der Hybride ist halt eine gute Zwischenlösung. Zudem ermöglicht die Hybride-Technik einen relativ normalen Fahrzeugbau, sodass auch Familien Autos möglich sind. Wenngleich der Audi wohl mehr etwas für die finanziell besser gestellten Familien ist. Und mit den Geräuschen ist das auch so eine Sache, denn wenn ich heute über eine Straße gehe, muss ich auf geräuschlose Fahrräder achten, also ob man jetzt wirklich unbedingt einem Elektroauto zwanghaft Geräusche verpassen muss, ich weiß nicht… zumal Geräusche auch Stress bedeuten können. Kann sich noch jemand an die Autofreien Sonntage erinnern, wie angenehm leise damals Frankfurt war :-)

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