Der bisher tiefste Blick ins Universum

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Das Universum ist unvorstellbar groß. Und das Hubble Teleskop erinnert uns mit dem ersten Bild des Frontier Fields Projekt mal wieder daran. Die Aufnahme lässt uns so tief ins Universum blicken wie nie zuvor.

Das Bild zeigt im Vordergrund die Galaxiengruppe Abell 2744 in etwa 3.5 Milliarden Lichtjahren Entfernung. Im Hintergrund sieht man einige Galaxien, die mehr 12 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt sind. Bei einer so großen Distanz betrachtet man nicht nur ein paar Sterne, sondern bekommt auch gewissermaßen eine Geschichtsstunde, so Matt Mountain, Direktor des Space Telescope Science Institute:

Frontier Fields ist ein Experiment; können wir mit der Qualität der Hubble-Aufnahmen und Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie nach den ersten Galaxien suchen? Gemeinsam mit den anderen Sternwarten wollen wir in einem ambitionierten Programm anhand von Galaxienclustern die ersten Milliarden Jahre der Geschichte des Universums erkunden.

Mountain spricht hier von unter anderem von Hubble, Spitzer-Weltraumteleskop und dem Chandra X-Ray Observatory. Die Aufnahmen waren möglich, da die NASA eine natürliche Gravitationslinse nutzte. Die Gravitationskraft der Cluster im Vordergrund verformt den Raum, bildet eine Art natürliche Linse und erhellt und vergrößert damit die Bilder der weiter entfernten Galaxien im Hintergrund, so wie sie vor 12 Milliarden Jahren aussahen. [Space Telescope Science Institute]

Bild: NASA, ESA, J. Lotz, M. Mountain, A. Koekemoer und das HFF Team

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  1. Es handelt sich wahrscheinlich nicht um Gravitationslinsen, sondern um Voidslinseneffekte. Die haben weniger mit Gravitation zu tun. Das müsste erst mal untersucht werden.

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