Rawlemon: Diese Solarkugeln sollen selbst aus Mondlicht Strom erzeugen können

Photovoltaikmodule gehören wohl nicht zu den glamourösesten Technologien. Was aber, wenn sie Architektur verschönern würden? Und was, wenn sie so effizient wären, dass sie selbst nachts Strom sammeln? Das sollen die Solarkugeln Rawlemon erreichen, die von André Brößel entwickelt werden.

Der deutsche Architekt fing mit der Entwicklung der Kugeln vor drei Jahren mit dem Ziel an, Solarstrom effizienter und günstiger und damit jedem zugänglich zu machen.

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Rawlemon soll dabei traditionelle Solaranlagen um ein vielfaches übertreffen. Die Kugeln sind mit Wasser gefüllt, das die Sonnenstrahlen bündelt, auf die darunter positinierten Solarzellen strahlt und damit auch quasi Energie vom Mond – oder der Sonne an einem bewölkten Tag – abzapfen könnte.

Das Grundkonzept ist relativ einfach. Wie der YouTube-User GREENPOWERSCIENCE zeigt, könnte man eine simple Version auch mit Frischhaltefolie und Wasser herstellen.

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Natürlich muss berücksichtigt werden, dass Sonne und Mond ständig in Bewegung sind. Um ihre Strahlen also effizienter einzufangen, hat Brößel einen Microtracker entworfen, der der Sonnenbahn folgt und die Anlage dabei entsprechend neigt. Das Trackingsystem und das Kugelkonzept machen Rawlemon bis zu 70 Prozent effizienter als eine normale Solaranlage.

Warum sind also nicht alle Dächer dieser Welt voll mit den Kugeln? Zum einen ist die Herstellung und Zertifizierung von Solarsystemen eine komplizierte Sache, zum anderen muss eine Technologie auch erst den Kunden schmackhaft gemacht werden. Denn ersten Schritt hierfür geht Brößel mit einer Indie GoGo-Kampagne zur Finanzierung kleiner Rawlemon-Kugeln, die unter dem Titel Beta.ey laufen und mobile Geräte mit Strom versorgen:

Neben der Desktopvariante werden aber auch weiterhin Tests mit den größeren Ausführungen für Gebäuden durchgeführt. Die Vision dreht sich dabei um mit Linsen ausgestattete Fenster und Hochhäuser, die sich über mehrere der Kugeln selbst mit Energie versorgen können. [Rawlemon]

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  1. Warum das Licht nicht einfach mit einem leichten Parabolspiegel bündeln statt etliche hundert Liter Wasser (und damit mindestens ebensoviele Kilogramm) aufs Dach zu stellen? Alternativ eine Fresnel Linse, die auch ohne hunderte Liter Wasser auskommt.

    OK, sieht nicht so spacig aus, ist nicht neu sondern uralt, und obendrein läßt sich damit nicht soviel Geld verdienen…

    1. Schon mal mit einem Parabolspiegel Mondlicht focusiert?
      Es gibt einen wesentlich Unterschied. Einfach mal die Beschreibung von beta.ey
      in der Kampagne bei indie gogo lesen.
      Und am meisten Geld, lässt sich immer noch mit monatlichen Stromrechnungen verdienen ;-)

      1. Da wäre es wirklich gut zu wissen wie effizient die Strmogewinnung mit Mondlicht ist – ich kann mir kaum vorstellen das es wirklich viel ist so das es sich überhaupt lohnt.

    2. Hallo Werner, schöner Gedanke. Versuch aber mal ein Parabolspiegel / Fresnel Konzept mit Sonnennachführung (brauchen beide Konzepte) in die Fassade zu bringen. Das ist das Konzept. Freiheit bei der Integration…

  2. So einen Scheiß hab ich noch nie gehört.
    Mondlicht bündeln. Geht nicht. Mondlicht ist reflektiertes Licht.
    Da ist keine UV Strahlung drinnen etz. Das Licht hat keine Power!
    Sonnst könnten wir uns da auch im Mondlicht bräunen!

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      1. auch wenn licht reine energie ist, kann nur ein bestimmter frequenzbereich für solarzellen genutzt werden. mich würde schon interessieren was davon nachts noch auf der erde ankommt.

        1. würd mich ebenfalls interessieren – vorallem weil solarzellen keine 100% umwandlung haben, und dann auch noch nachts das mondlicht enorm schwach ist.. bezweifle fast das es auch nur stark genug wär ne led lampe zum leuchten zu bringen.. aber wer weiß das schon?

        2. im bereich von 400 nm – 1100 nm kann elektromagnetische strahlung für solarzellen genutzt werden, dabei darf sie eine strahlungsintensität von 500 W/m^2*mikrometer nicht übersteigen. in dem bild wäre das ein viereck von annehmbarer größe.

          http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Sonne_Strahlungsintensitaet.svg

          ab jetzt kommen vermutungen + halbwissen durch google:
          das frequenzspektrum des mondlichts wird ungefähr das selbe sein wie das der sonne, allerdings ist die intensität um einen faktor von mehreren hunderttausend geringer. würde auf dem bild einen strich auf der x-achse machen.
          ich behaupte mit nichtwissen mondlicht ist eher schlecht für solarzellen geeignet.

    1. Mangelnde Vorstellungskraft durch Fäkalausdrücke auszugleichen wird nicht sehr gemocht.
      Können wir zum Produkt zurückkommen?
      (Ich finde das Ding toll)

      1. So leids mir tut – aber wir sprechen die ganze zeit übers produkt.. und wir sind nunmal misstrauisch, wozu wir ein gutes Recht haben wenn uns jemand versucht was anzudrehen.

        1. Deine negative Einstellung führt noch zu Fusspilz.
          Wer will Dir denn etwas andrehen?

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  3. Oben steht das das wasser auch zum kühlen benutzt wird . Wenn die dinger marktreif sind gibt es in deutschland ein sehr ausführliches datenblatt dazu mit dem jeder selbst entscheiden kann ob ihm die anlage effektiv genug ist .
    Wichtiger ist hier wirklich das Gewicht und die Praktikabilität des Gerätes. Ich stelle mir gerade 20 ,30 solche Dinger auf nem Einfamilienhaus mit Spitzdach vor . In Deutschland setzt sich sowas eh nicht durch solang der staat alle abzockt.

    1. Ich glaub bei unserem Dach würde nichtmal eins dieser Kugeln draufpassen, erstens weils Schräges Dach ist und zusätzlich weils einfach einkrachen würde vom Gewicht.. also für Deutschland vllt nicht die Idealste Lösung.. wobei sich das wasser doch auch aufheizt bei sonnenaufstrahlung :/ Wär es da nicht noch möglich zusätzlich ein wärme->strom gerät einzubauen? Als zusätzliche stromgewinnung sogesehen? Wär sicher nochmals effizienter also ohne.

      1. 1. Der Erfinder ist ein deutscher Architekt. Nicht alle Architekten sind gut, aber wir können diesem wohl genügend Realitätsnähe zutrauen.
        2. Wer sagt etwas von mehreren der großen Kugeln auf ein Dach?
        3. Der Erfinder selbst spricht von mehreren kleinen Kugeln in Kombination.
        4. Warum in Einzellösung denken, Mein Dach meine Kugel? Stromleitungen sind ja schon erfunden.
        In Städten gibt es genügend große und hohe Häuser, die ein Minigrid bilden können.
        5. In ländlichen Gebieten ist genügend Platz und kaum Gebäudeschatten, um das Ding effizient auf der Wiese betreiben zu können.

        1. Jetzt haste 5 Punkte zu nur einem Aspekt meines Kommentares gepostet :(
          Hast zur idee bezüglich wärme->strom nichts zu sagen^^?
          Wäre interessanter für mich gewesen^^

      2. Da wir nun das Dachargument erschlagen haben, nun zu Deinem Vorschlag Wärme/Strom-Gerät.
        Mein Vorschlag, falls man sowas hinzufügen möchte, ist ein Warmwasserkreislauf für Brauchwasser und als Heizungsergänzung. Wo ich wohne hat sich das bereits durchgesetzt. Ist eine deutsche Firma. Such ich Dir raus bei Interesse …

        1. Ich meinte das im Bezug dazu das die Sonne ja das Wasser in dieser Kugel aufwärmt.
          Nun könnte man diese Wärme die entsteht in der Kugel ja zu Strom umwandeln – scheint ja solche Geräte zu geben (gibt ja zb solche Geräte womit man mit ner heissen Tasse Tee dann irgendwie nen Akku etwas laden können soll etc).

        2. was mir bisher bekannt ist wie man wärme in strom umwandeln kann geht über wasserdampf + turbine, dafür entsteht definitiv nicht genug wärme.
          bleiben noch thermoelektrische generatoren, mit denen könnte das funktionieren (glaube die brauchen eine größere temperaturdifferenz). allerdings muss die technik dafür noch optimiert und durch massenfertigung billiger gemacht werden.

  4. Ein minigrid ,in Deutschland , so so .
    Das gleiche könnte man ja momentan auch mit normalen PV und Solaranlagen machen dann müsste man nur die Errichtungskosten tragen . Das würde sich in Städten wie Stuttgart und München ja lohnen . Seltsam das das noch keiner macht und komisch das 90% der grünen energie gar nicht genutzt wird in Deutschland.

    Ich bin mir nicht sicher ob man das wasser in der kugel selbst in einen wärmekreislauf einbinden kann da es ja als linse benutzt wird wenn man es jetzt in bewegung versetzt könnte es zu fokusierungs problemen kommen da helfen dann vielleicht nur externe leitungen die am gestell angebracht werden und über wärmetauscher die wärme zur Verfügung stellen.

  5. Aha, der Herr Architekt hat wohl im Physikunterricht gefehlt. Immerhin schön aussehen tut es. Bitte versenkt ruhig eure Kohle in diesem Crowdfunding-Projekt. Gesunder MenschenVerstand kann nicht schaden; also jammert später nicht rum, wenn die Kohle verbrannt ist.

  6. Sehr geehrter Herr Broessel,

    Schauen Sie sich mal unsere Website an – mit unserem Battery Pack mit dem wir ultraschnell e-Busse aufladen mit Batterien der Nanao Technologie koennte dies mit Ihrem System verbunden werden, vorallem da diese Batterien auf Langzeit den Strom speichern.

    Ich bedanke mich fuer eine Antwort und schoene Gruesse aus Krakau – obwohl ich eine belgische Firma vertrete.

    Mit freundlichen Gruessen.

    Thomas Zangerl

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