Sanddünen-Studie in künstlich abgeflachter Wüste

sandwueste

Eine unnatürlich abgeflachte Wüste und ein Kreis von Wissenschaftlern. In der Mongolei wurden 16 Hektar mit Bulldozern platt gewalzt, um die Entwicklung der Sanddünen zu beobachten.

Vor 6 Jahren wurde ein Stück Wüste in der Inneren Mongolei unnatürlich flach. Forscher hatten damals im Dienste der Wissenschaft eine etwa 16 Hektar große Fläche mit Bulldozern platt gewalzt. Für einen Zeitraum von 3,5 Jahren wurden dann mit Hilfe von Kameras die Entwicklung der Sanddünen beobachtet und analysiert.

Es gibt mittlerweile ein theoretisches Modell über die Entstehung der Sanddünen, aber die Untersuchungen aus nächster Nähe gestalten sich sehr schwierig. Versuche im Labor sind aufwendig und untauglich. Spekulative Theorien konnten jetzt mit dieser einen Bulldozer-Studie belegt werden, die kürzlich in der “Nature Geoscience” erschien. An der untersuchten Stelle blies der Wind je nach Jahreszeit vornehmlich aus 2 verschiedenen Richtungen. Während die Dünen noch klein waren, änderte sich ihre Ausrichtung je nach Wind und Jahreszeit. Aber die ausgereifte Düne richtete sich dann auf den Mittelwert der beiden Ausrichtungen ein.

Dies alles mag ganz offensichtlich erscheinen und entspricht ja auch den theoretischen Modellen, aber es ist weitaus interessanter, welche Umkehrschlüsse sich hieraus ziehen lassen. Anstelle von Studien, die erläutern, wie der Wind den Sand formt, möchte man nun Windmuster auf Grundlage der Sanddünen erstellen. So kann für Orte, wie die Planeten Mars, Venus und den Saturnmond Titan, fernab jeder Wetterprognose, ein Blick auf die Sandformationen neue Aufschlüsse über unsere Atmosphäre liefern.

[Quelle:de.ubergizmo.com]

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