China klont Schweine im großindustriellen Maßstab

schwein

Laut einer aktuellen Meldung des BBC experimentiert China nicht nur mit dem Klonen von Tieren, sie betreiben dies wohl in großem industriellen Maßstab. Es bleibt fraglich ob dies beeindruckend oder Grund zu großer Sorge ist.

Von einer Firma namens BGI wurde diese Technologie des Klonens schon vor längerem entwickelt, aber bisher nicht zu diesem Zwecke eingesetzt. In einem Meldung des BBC-Reporters David Shukman berichtet dieser von einem Schweinestall, den er in China besuchte. Alleine dort werden pro Jahr etwa 500 geklonte Schweine gezüchtet.Schweine werden in Narkose gelegt und dann mit im Labor gezüchteten Embryos künstlich geschwängert. Das Team kann zwei Transplantationen am Tag durchführen, von denen etwa 80 Prozent erfolgreich verlaufen. Shukman berichtete auch, dass diese Operationen unter widrigen Bedingungen in schmutzigen und nicht klimatisierten Räumlichkeiten stattfinden. Überall sollen Fliegen auf den Schweinen sitzen.

All dies findet in einem alten Schuhfabrik-Gelände statt. Für die einen spannende Sci-Fi für die anderen eine drohende Dystopie. In der Tat findet eine Schwerpunktverlagerung zu industriellen Zwecken statt. Diese Farm ist einerseits die weltweit größte Schweineklon-Produktionsstätte, zum anderen mit 156 Gen-Sequenzierungs-Geräten das weltweit größte Sequenzierungs-Labor. Im Vergleich hierzu besitzt das größte Institut Europas, das “Wellcome Trust Sanger Institute” in Cambridge nur 30 dieser Gerätschaften. Der Vorstandsvorsitzende Wang Jun möchte mit seinem Institut zu einem besseren Gesundheitswesen und geschmackvollerem Essen beitragen. Die Mitarbeiterkantine serviert angeblich schon Fleisch-Gerichte aus eigener Produktion. Waren es einst noch Zukunftsgedanken, passiert genau dies schon im Hier und Jetzt und wirft eine Menge ethischer Fragen auf.

[Quelle:gizmodo.com; Bild: shutterstock]

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  1. Das Wortpaar Tier u. Industrie finde ich generell besorgniserregend. Wenn industrielle ‘Produktions’-Methoden auf Lebewesen angewendet werden, könnt ich – und ich bitte für den drastischen Ausdruck um Verzeihung – kotzen. Und nein, es würde keiner verhungern, wenn es unsere Nahrungsmittelindustrie nicht gäbe. Wenn es bei uns schon schlimm ist, China kann es bestimmt noch schlimmer.

  2. super, und an die chinesen kommt keiner ran. die interessiert es doch dreck, ob das ethisch oder nicht ist.

    so klonschwein wird schon nicht abhauen und dann massenhaft kleine ferkel machen. aber mit über 150 sequenzierern kann man noch viel grössere schweineren veranstalten..

  3. … mal ne gute Nachricht für alle, denen 1,99 fürs Kilo Schweinefleisch im Supermarkt noch zu teuer ist.
    (immerhin der Gegenwert von 7 Zigaretten) Undnatürlich für für alle, die sich die Frage welches Futtermittel man nehmen muss, um 1 Kilo Fleisch zu diesem Preis anbieten zu können, nicht stellen.
    Unsere kommunistischen Freunde in China werden uns dank ihres unermüdlichen Einsatzes für die Massen 1klonA-Exportware für voraussichtlich 55 Cent/kg anbieten können.

  4. Tierquälerei:
    Tiere sind Lebewesen genau wie Menschen. Sie empfinden Schmerz und Gefühle wie z.B. Angst. Trotzdem werden Schweine, Rinder, Hühner usw. von Menschen wie Produkte oder Waren behandelt. Wir sperren sie ein, halten sie teilweise unter den schlimmsten Bedingungen, mästen und töten sie, um sie dann zu essen.

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