Amazon plant Pakete noch vor der Bestellung zu verschicken

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Das Online Versandhaus Amazon hat jüngst ein Patent eingereicht, durch welches die Bestellungen noch schneller zum Kunden kommen sollen. Konkret bedeutet das: Amazon will zukünftig Päckchen versenden, noch bevor sie bestellt werden.

Das Ziel von Amazon ist nicht Pakete willkürlich zu versenden, sondern je nach Kaufverhalten der Kunden und deren Wunschlisten eine Auswahl an Produkten zusammenzustellen und diese in die jeweilige Region zu versenden. Dadurch können die Pakete dann in kürzester Zeit zum Kunden kommen. Er sollte sich natürlich zu einem Produkt entscheiden, welches Amazon bereits für ihn ausgesucht hat – der gläserne Mensch 3.0.

Das Patent nennt sich „Anticipatory Shipping“. Aus dem Patent geht zusätzlich hervor, dass eine Auswahl von Produkten bereits beim Zusteller aufgeladen sein könnten, um dann nach dem eigentlichen Bestellvorgang ausgeliefert werden zu können. Inwieweit das Patent aber in die Realität umgesetzt werden soll ist noch unklar.

(Bildmaterial: Torley)

[via derStandard]

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  1. macht SAP-Bi schon seit 10 Jahren so. Damit habe ich sogar mal gearbeitet. Im Prinzip ging es um Verbrauchswerte.
    Bsp:
    Laden XY verkauft 100 Packungen Waschmittel im Monat. Also ist es sinnvoll den LKW am 29.Tag mit 100 x Waschmittel zu beladen, wenn er in die Richtung von Laden XY fährt auch wenn vorher nichts bestellt wurde.

    Bei Amazon wird das nicht anders laufen. Der Kurier hat dann eben immer genug DVDs aus der Bestsellerliste dabei. Wenn es dafür ein Patent gibt zeigt das nur wie armselig das US-Patentrecht ist.

    1. Ich glaube hire gehts ea um mehr wie ein einfaches Bestellrythmus-Verfahren welches man von SAP oder anderen Warenwirtschaftssystemen kennt ;) solch Sachen werden ja bereits über die dezentralisierte Logistik von Amazon abgedeckt. Ich glaube hier geht es eher um das kaufverhalten wie z.B. Herr Müller kauft sich alle 3 Jahre ein innovatives Smartphone , seine Vorlieben sind x,y,z,…. ein Programm im Hintergrund berechnet nun welches sein nächstes Smartphone wird und wann er dieses kaufen wird.

      1. Dann ist der Verbrauchswert hier das „innovative Smartphone“ von Kunden „wie Müller“…
        .
        Mein Bsp war nur eine Abstraktion um die Problematik zu erläutern.
        Amazons PseudoPatent bezieht sich hier auf die Ergänzung der Push-Pull-Strategie.
        Wie auch immer: Ein Patent auf „so-wird-es-bestellt“ gibt es in EU nicht.
        .

        http://de.wikipedia.org/wiki/Push-Pull-Strategie

  2. Was Mutti gedacht hat was der Vaddi essen will hat sie gekocht. Jetzt wird er das auch essen, was anderes gibt der Kühlschrank nicht her.

  3. Finde ich ehrlich gesagt gar nicht so schlimm… Grade wenn es Richtung Weihnachten geht könnte das einige Tage an „Wartezeit“ einsparen.
    Die Überschrift hat allerdings „BILD“-Niveau ;)

  4. Ich kann mir das gut vorstellen, wenn es um Güter geringen Wertes geht.
    Sobald Amazon in das Lebensmittelgeschäft einsteigt, könnte das in Verbindung
    mit einem Kühlschrank mit Internetanschluss und programmierten Rezeptlisten, sinnvoll
    sein. Abwarten was kommt. Es wird interessant.

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