Japanische Raumfahrtagentur JAXA fischt nach Weltraummüll

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Die japanische Raumfahrtagentur JAXA fischt in ganz neuen Gewässern. Mit einem gewaltigen, etwa 300 Meter langen, elektrischen Netz, will man jetzt die rund 100 Millionen Stückchen Weltraumschrott in den Griff bekommen.

Irgendetwas muss geschehen, um die geschätzten 100 Millionen Stückchen an Weltraumschrott, die unseren Planeten umkreisen, unter Kontrolle zu bekommen. Nächsten Monat möchte die japanische Raumfahrtsagentur JAXA ein etwa 300 Meter langes, elektrisch geladenes Netz in die Erdumlaufbahn auswerfen, welches den Weltraummüll anziehen und als eine Art Müllabfuhr einsammeln und in tiefere Umlaufbahnen führen soll. Hierfür kooperierte JAXA mit einem Unternehmen, welches Angelzubehör herstellt. Der Test im kommenden Monat wird nur der Erste von vielen sein. Bis 2019 hofft das Unternehmen Netze von etwa 800 Meter Länge ins All zu manövrieren. Noch ist unklar, was mit den gefischten Schrottteilen passieren soll. Es wurde darüber spekuliert, dass diese durch elektromagnetische Wechselwirkungen immer näher an die Erde geleitet werden und dann bei Eintritt in die Atmosphäre verglühen.

Die Mission ist nicht so skurril, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Der zunehmende Weltraumschrott ist seit langem eine Bedrohung für die Satelliten und die internationale Raumstation in der Erdumlaufbahn. Experten glauben, dass über 20.000 dieser Schrottteile weit mehr als 10 Zentimeter messen. Jedes dieser Teilchen kann eine Kettenreaktion auslösen, die unser gesamtes Kommunikationssystem auf der Erde lahm legen würde.

[Quelle:gizmodo.com; Bild: shutterstock]

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  1. Es müsste eine Möglichkeit geben, die Dinger irgendwie durch Felder zu beschleunigen, so im grossen Stil.
    Der Energieaufwand wäre gering um alle Stücke Richtung Erde zu lenken, aber die Teile sind halt sehr dünn gestreut.

  2. Wieso wollen die Dinger wieder runterholen..?? Und wo waren die ingeneure die Dinger mitentwickelt haben? Wieso wurde dieses Punkt damals nicht berücksichtig??

    Meiner Meinung nach… Wenn man die Dinger eh nicht mehr benutzen kann.. Sollen die doch in die Tiefe des Alls geschossen werden..:))

    1. Ja ne is klar und wie willst du das bei Millionen Trümmerteilchen genau bewerkstelligen? Verglühen lassen ist genau die richtige Option.

  3. „…Kettenreaktion auslösen, die unser gesamtes Kommunikationssystem auf der Erde lahm legen würde.“
    Und was wäre daran so schlimm, ausser das Währungs-Spekulanten nicht mehr Sekundentrading betreiben, die NSA auf Blockwarte ausweichen und wir wieder mit den Nachbarn reden müssten ?

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