Panasonic Toughpad FZ-M1: Das Industrie-Tablet

toughpad

Vergangene Woche präsentierte uns Panasonic ein weiteres Tablet der Toughpad Serie, das Panasonic Toughpad FZ-M1. Das mobile Endgerät soll vor allem seinen Einsatz im Berufsleben finden. Warum es so besonders ist und warum wir so begeistert sind, lest ihr hier.

Bereits auf der CES 2014 in Las Vegas wurde das FZ-M1 vorgestellt, nun zeigte Panasonic sein jüngstes Mitglied der Toughpad Familie auch in Deutschland. Das mobile Endgerät, welches wir ‘Industrie-Tablet’ getauft haben, soll hauptsächlich den Arbeitsalltag erleichtern.

Als Betriebssystem kommt Windows 8.1 pro (64bit) zum Einsatz, wobei das Toughpad FZ-M1 auch mit Windows 7 kompatibel ist. Laut Panasonic habe man sich dazu entschlossen, da man einen Zuwachs des Microsoft Betriebssystems gegenüber Android und iOS erwarte. Zudem sei Windows weiterhin die beste Option, wenn es um die Kombination von Arbeit und mobilen Endgeräten gehe. Mit dem selben Zuwachs rechne man bei sieben Zoll Tablets, weswegen man sich für diese Größe entschieden habe.

Mit dem Kartenleser lassen sich beispielsweise Krankenkassenkarten und die neuen Ausweise einlesen.

Mit dem Kartenleser lassen sich beispielsweise Krankenkassenkarten und die neuen Ausweise einlesen.

Dirk Weigelt, Produktmanager von Panasonic, bezeichnet das FZ-M1 als Fully-Ruggedized-Tablet. Um es mit puren Daten verständlicher zu machen: Das Toughpad kann aus einer Höhe von 1,5 Metern problemlos fallen, es ist kälte- und hitzeresistent (-10 bis +50 Grad) und zudem vollständig staub- und spritzwassergeschützt.

Die Hardware

Hier kommt ein Intel Core i5 zum Einsatz mit gerade einmal 4,5 Watt Stromverbrauch, wodurch das Toughpad vollkommen lüfterlos produziert werden kann. Der Arbeitsspeicher liegt bei 4 GByte und die SSD bei 128 GByte, wobei beides optional erweitert werden kann. Das entspiegelte 7 Zoll Display wurde mit einem Gorilla-Glas-Equivalent geschützt, welches von einem japanischem Hersteller entworfen wurde.

Nicht gerade schlank, aber dafür voll mit Hardware.

Nicht gerade schlank, aber dafür voll mit Hardware.

Details gab Panasonic dazu nicht bekannt, doch das Glas halte sogar 500 Gramm Stahlkugeln aus. Für eine Auflösung von 1.280 mal 800 Pixel habe man sich bewusst entschieden, denn damit sei das 7 Zoll Display leichter skalierbar und damit einfacher zu bedienen. Zusätzlich kann der User entscheiden, ob er den Stylus Pen oder die Hand benutzt – beides kann gleichzeitig oder einzeln genutzt werden. Nachdem das Tablet auch im Außenbereich genutzt werden kann, wurde der Touchscreen so kalibriert, dass er sich mit jeder Art von Handschuh bedienen lässt.

Die Batterie hält standardmäßige acht Stunden durch. Über eine Brückenbatterie im Tablet kann der Akku aber innerhalb von einer Minute ausgetauscht werden, ohne dass sich das Tablet abschaltet. Unter dem Akku befinden sich die Slots für Micro-SIM und Micro SD.

Die Rückkamera besitzt magere 5 Megapixel, kann allerdings auf 8 Megapixel erweitert werden. Die Frontkamera für Skype und Co. liegt bei 2 Megapixel. Zur drahtlosen Datenübertragung kommen Bluetooth 4.0, GPS und WLAN 7260AC zum Einsatz. Firmen die einen LAN-Port benötigen, können diesen auf Wunsch vorkonfiguriert bestellen. Dann entspricht dieser auch der IP-Schutzklasse und ist staubsicher. Auch eine serielle Schnittstelle wurde beibehalten, damit Firmen mit älteren Maschinen auf ISDN zugreifen können.

Mit dem Scanner lassen sich auch Produkte im Hochregal einfach ablesen.

Mit dem Scanner lassen sich auch Produkte im Hochregal einfach ablesen.

Das Tablet für Industrie und Business

Den Kern des Panasonic Toughpad FZ-M1 bildet seine Auslegung als Arbeits-Tablet. Hier soll vom Logistiker, über Polizei und Notdienst jeder profitieren. Über ein Smartcard Lesegerät lassen sich Patientenkarten, Führerscheine und Kundenkarten einlesen. So weiß das Krankenhaus bereits welches Medikament ein Patient einnimmt, noch bevor der Krankenwagen eingetroffen ist.

Paletten im Hochlager eines Logistikunternehmens lassen sich vom Boden bequem über RFID einlesen. Via NFC kommt das FZ-M1 auch im Bereich des Ticketing, etwa bei den öffentlichen Verkehrsmitteln, zum Einsatz.

Zudem verfügt das Toughpad über 3G oder wahlweise LTE und kann sich über einen DualBand Connector auch mit der Fahrzeugantenne verbinden. Wer also mit dem Lieferwagen unterwegs ist, kann am Steuer bequem auf das Tablet zugreifen und genießt einen verbesserten Empfang.

Etwas klobig aber durchaus sinnvoll, der Handgriff.

Etwas klobig aber durchaus sinnvoll, der Handgriff.

Das Zubehör

Auch beim Zubehör hat sich Panasonic einiges einfallen lassen. Es gibt fast jede dankbare Halterung. Dadurch lässt sich das FZ-M1 in Autos, am Gürtel oder in der Hand über einen 360 Grad Tragegriff halten. Kickstand und Dockingstation sind natürlich auch erhältlich.

Erster Eindruck

Das Panasonic Toughpad FZ-M1 könnte viele Abläufe am Arbeitsplatz vereinfachen. Ob im Bereich der Medizin, bei Automobilclubs oder Kurierdiensten. Bei einer durchschnitlichen Produktlebenszeit von sechs Jahren können viele Unternehmen mit dem FZ-M1 bestimmt etwas anfangen. Und auch der Preis (ab 1.599 Euro) ist gegenüber dem großem Angebot noch überschaubar. Panasonic gibt seinem Tablet außerdem drei Jahre Garantie.

Im Ersteindruck überzeugt uns das Toughpad FZ-M1. Obgleich jedem bewusst sein sollte, dass dieses Tablet kein schlankes Endgerät darstellt. Dafür kann sich das Gewicht von gerade einmal 540 Gramm bei dieser Größe sehen lassen.

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