Raumsonde erwacht aus 31-Monate langem Energiespar-Modus

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Eine sich im Weltall befindende Sonde im zu lang ausgedehnten Winterschlaf? Wisschenschaftler bangten bereits um die Sicherheit der entsandten Sonde zum Zwecke der Kometenlandung.

Rosetta, die Erste von der Menschheit entsandte Raumsonde zum Zwecke einer Kometenlandung ist wohl auf. Nach einem zweieinhalb Jahre andauernden Tiefschlaf im Energiespar-Modus erreichten nun erste heiß ersehnte Signale die Erde. Wissenschaftler bangten bereits um die Unversehrtheit der Raumsonde, dennoch mussten sie abwarten bis die Weckfunktion diese wieder auf volle Betriebstemperatur hochfuhr.raumsonde_02Die Mission wurde von der europäischen Raumfahrtsagentur ESA 2004 ins Leben gerufen. Ziel des Fluges ist eine Landung auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko. Mittlerweile befindet sich die Raumsonde circa 807 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Bei Erreichen des Kometen wird eine Landeeinheit entkoppelt und auf dem Kometen abgesetzt. Die Landung wird von Spezialisten als schwierigstes Detail der Mission eingestuft. Forscher vergleichen das Vorhaben mit der Mondlandung 1969 und erhoffen sich bahnbrechende Ergebnisse bei der Erforschung des Urgesteins.raumsonde_03[Quelle:gizmodo.com]

  1. Warum war die Sonde 2,5 Jahre im Ruhe-Modus? Hätte doch ein paar schöne Bilder machen können, oderso. Strom kostet ja nix da oben… Dann hätte man sie ja auch erst 2,5 Jahre später hochschießen können, die Technik ist ja nun schon wieder veraltet da drin.

    1. Du hast bestimmt bloß vergessen, dass die Sonde die 2,5 Jahre damit verbracht hat, von A nach B zu kommen. Sie ist ja während dessen weiter geflogen. Den Kometen muss man ja auch erstmal erreichen. Der Weltraum ist groß. ;)
      Außerdem wurde sie in den Ruhemodus versetzt, da mit zunehmender Entfernung zur Sonne auch der durch die Solarpanele erzeugte Strom immer geringer wurde. Von daher eine wie ich finde super Leistung der Verantwortlichen.

    2. Die Bahn der Sonde führte zeitweise bis auf die Entfernung von Jupiter. So weit von der Sonne ist nicht mehr viel licht für die Solarpanels übrig, daher dieser „deep space hibernation“-schlaf, wie er so schön genannt wurde. Frühere Raumsonden, die sich so weit nach draußen gewagt hatten, hatten deshalb stets eine Radionuklidbatterie („Atom-Batterie“) an Bord.
      Jetzt ist man wieder näher an der Sonne und hat wieder genug Power für die ganze Sonde.

  2. Die Mission wurde schon viel früher ins Leben gerufen, allerdings wurde die Sonde 2004 mit einer Ariane 5 Rakete gestartet. Das heißt, dass die Sonde nun schon ca. 10 Jahre durch das All fliegt, bei diversen fly-bys Schwung geholt hat und sich nun fast beim Kometen angekommen ist.
    Der Standby Modus war nötig, da so weit weg von der Sonne nur sehr wenig Strom zur Verfügung steht und dieser komplett zum heizen der Elektronik benötigt wurde.
    Es gibt übrigens eine sehr schöne Animation zu Rosettas Reise: https://util1.estec.esa.int/rosetta/where_is_rosetta/

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