Krebs bei Hunden: Tumor vermutlich 11.000 Jahre alt

hund_tumor_krebs

Eine Tumor-Zelle, die die letzten 11.000 Jahre überlebt hat? Eine Studie hat diesen seltenen Hunde-Tumor (CTVT) jetzt genetisch aufgeschlüsselt und diese veröffentlicht.

Vor etwa 11.000 Jahren passierte einem Hund etwas merkwürdiges. Der Hund bekam Krebs, und das überraschende daran ist, das Geschwür konnte außerhalb seines Wirtstiers, dem erkrankten Hund, überleben. Der besagte Hund ist schon lange Tod, aber die Tumor-Zelllinie hat überlebt und sich weltweit bei Hunden verbreitet. Dieser ansteckende venerische Hunde-Tumor, auch CTVT (Canine Transmissible Venereal Tumor) genannt, wurde jetzt erstmals sequenziert, also genetisch aufgeschlüsselt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der „Science“ veröffentlicht und sollen über die Entstehung und Verbreitung der Erkrankung Aufschluss geben.

Krebs, wie wir ihn kennen, entsteht aus einer mutierten, entarteten Zelle, die unabhängig von Wachstumssignalen im Körper wuchert. Wenn eine Krebszelle von einem Menschen in den Körper eines Anderen eindringen würde, dann wird diese sofort vom Immunsystem bekämpft, so wie alle fremden Zellen bzw. körperfremde Partikel. Die CTVT bedient sich einer speziellen Technik das Immunsystem zu umgehen. Es gibt nur eine andere Erkrankung dieser Art, die sogenannte „Beutelteufeltypische Geischtkrebserkrankung“ (DFTD, Devil Facial Tumour Disease). Während die DFTD zu Tumoren im Gesicht führt, entstehen bei der CTVT blumenkohlartige Tumorgeschwülste an den Genitalien. Dies erklärt auch wie sich der Tumor so einfach unter den Tieren verbreitet. Ein infektiöser Tumor der tief in den Organen im Körperinneren liegt, hätte keine Chance über Jahrtausende zu überleben.

Durch die genetische Untersuchung der Tumorzellen konnten Rückschlüsse auf das ursprüngliche Tier geschlossen werden. Höchstwahrscheinlich stammt die Krankheit von einem Alaskan Malamute, einem Schlittenhund ab, der vor etwa 11.000 Jahren gelebt haben soll. Die Forscher untersuchten auch CTVT bei zwei Hunden in Australien und Brasilien und stellten fest, dass deren gemeinsamer Vorfahre vor etwa 460 Jahren gelebt hat – die Zeit als die Globalisierung begann und die Menschheit begann um die Welt zu segeln. Man geht davon aus, dass die rapide Ausbreitung des infektiösen Tumors zu dieser Zeit begann.

[Quelle:gizmodo.com]

[Science via Nature News]

Tags :
    1. Hättest du den Text gelesen, dann hättest du dir diese Frage sparen können.

      “ Während die DFTD zu Tumoren im Gesicht führt, entstehen bei der CTVT blumenkohlartige Tumorgeschwülste an den Genitalien. „

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising