Diese Visitenkarten werden vom Touchscreen deines Smartphones gelesen

touchbase

Es soll Menschen geben, die Visitenkarten für antiquiert halten - die Macher von TouchBase gehören sicher dazu. Aber anstatt sich nur zu beklagen, haben sie Visitenkarten erfunden, die mehr können: Um auf die Kontaktdaten einer Person zuzugreifen, muss man deren Visitenkarte einfach an das Display seines Smartphones halten - schon werden die Daten übertragen.

Man könnte vermuten, die smarten Visitenkarten würden NFC nutzen oder eine kabellose RFID-Technologie, aber das würde ihren Einsatz auf bestimmte Smartphones beschränken. Außerdem zeigt das Demovideo den Einsatz mit einem iPhone, das nicht über NFC verfügt. Die Technologie hinter den Visitenkarten ist eine andere: auf ihnen ist ein bestimmtes Muster mit einer leitfähigen Tinte aufgedruckt, das am Smartphone-Display eine Multitouch-Geste nachahmt.

Die Karteninformationen werden so mittels einer Online-App gelesen – nicht mit einer App, die heruntergeladen werden muss – und die somit plattformunabhängig ist. Dennoch funktioniert das Ganze momentan nur mit dem iPhone – Unterstützung für andere Betriebssysteme soll aber bald folgen.

Die Visitenkarten selbst müssen über TouchBase erworben werden, wo sie mit einem spezifischen ID-Muster bedruckt werden, das die jeweiligen Kontaktdaten liefert. Das Design der Karten können die Kunden jedoch selbst bestimmen und sogar ihre eigenen Designentwürfe hochladen.

TouchBase hat seinen Dienst soeben über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo gestartet, und versucht nun, 30.000 US-Dollar (22.000 Euro) zu sammeln, um loslegen zu können. Auch wenn die Technologie frischen Wind in die gute alte Visitenkarten bringen könnte: die Karten selbst sind nicht gerade billig.

Ein Starterset, das mit 36 Karten aufwartet, kostet eine Spende von 25 US-Dollar (18,50 Euro). Und auch wenn die Karten billiger werden, je mehr man abnimmt – sie bleiben doch signifikant teurer als die klassische Variante. Und einen kräftigen Haken hat die Sache: Um auf die Web-App zugreifen zu können, muss der Empfänger der smarten Visitenkarte erst einmal eine URL in seinen Browser eintippen – viel länger dauert es kaum, die Kontaktdaten selbst ins Smartphone aufzunehmen.

Dennoch ist es ein interessanter Ansatz, leitfähige Tinte zu nutzen, die Gesten imitiert, anstatt Funktechnologie wie NFC. Ob das Prinzip aber bei Visitenkarten Sinn macht, entscheiden die Nutzer auf Indiegogo – noch 38 Tage steht das Projekt offen, um gefördert zu werden.

[via gizmodo.com]

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