Auf dieser Karte kann man die nukleare Mondlanschaft in Nevada erkunden

nuclearmoon

Die Nevada National Security Site ist ein riesiges Gelände nördlich von Las Vegas, auf dem von 1951 bis 1992 unzählige Atombombentests durchgeführt wurden. So richtig vorstellen kann man sich aber nicht, wie gigantisch das 3.500 Quadratkilometer große Sperrgebiet ist und welche Narben die Tests des amerikanischen Militärs im Boden gelassen haben.

Esri hat jetzt die Website America’s Nuclear Moonscape veröffentlicht, auf der 603 der 925 Tests mit Titel, Datum, Sprengkraft, Methode und Zweck zu den jeweiligen Kratern auf dem Satellitenbild vermerkt sind. Prominentestes Beispiel dürfte wohl der Sedan-Krater sein, der am 6. Juli 1962 bei der Operation Plowshare entstand.  Mit dem Projekt wollte man testen, ob nukleare Sprengsätze auch für „friedliche“ Zwecke – beispielsweise für den Bergbau oder die Aushöhlung unterirdischer Reservoirs nutzbar sind.

Die Gefährlichkeit solcher Unternehmungen wurde deutlich, nachdem man 194 Meter tief in den Wüstenboden gebohrt und eine Bombe mit der Sprengkraft von hundert Kilotonnen TNT zündete. Die Bombe schleuderte 12 Millionen Tonnen Staub in die Atmosphäre, zwei separate nukleare Wolken bildeten sich in der Luft, bewegten sich nach Iowa und North Dakota  und bedeckten dortige Gebiete mit radioaktivem Niederschlag. [Esri]

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  1. Also ich weiß ja nicht, was die sog. “Experten” oder Wissenschaftler damals für Gedankengänge hatten. Aber DAS ist echt ziemlich dämlich und zeigt, dass die menschliche Dummheit grenzenlos ist wie das Universum.
    Wie kann man bitte auf die Idee kommen in 194m Tiefe 100kT TNT zu sprengen?
    ….Super Arbeit, danke Amerika ihr seid spitze!

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