Hightech-Brille soll helfen Krebszellen zu identifizieren

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Eine Krebsoperation ist oft eine Gratwanderung wenn es um die Resektion des kranken Gewebes geht. Selbst mit hochauflösenden Mikroskopen ist es für Chirurgen unmöglich Krebszellen sicher vom gesunden Gewebe zu unterscheiden. In der Regel muss mit einem Sicherheitsabstand reseziert und anschließend mikroskopisch untersucht werden, ob der Tumor komplett entfernt werden konnte. Nicht selten sind Zweit-Eingriffe nötig um das restliche Tumorgewebe zu entfernen.

Jetzt wurde eine neue Hightech-Brille an der Washington University in St. Louis entwickelt, die vieles erleichtern könnte. Vereinfacht gesagt wird dem Patienten vor der OP ein molekularer Farbstoff injiziert, welcher Krebszellen markiert die dann während der Operation mit der Brille blau leuchtend identifiziert werden können. Wenn man bedenkt, wie viele Nachresektionen und damit einhergehende Ängste, Risiken und Unannehmlichkeiten verhindert würden, dann kann man durchaus von einer verheißungsvollen Technologie sprechen. Die Brille ist nicht die erste Erfindung, die bei Krebsoperationen Abhilfe schaffen soll. Schon letztes Jahr wurde von Dr. Zoltan Takats das “iKnife” entwickelt, ein elektrisches Messer, das mit Hilfe eines Sensors anhand der Rauchentwicklung zwischen gesundem und krankem Gewebe unterscheiden kann. Ob sich die Entwicklungen der Hightech-Brille im klinischen Alltag durchsetzen werden, bleibt gespannt abzuwarten.

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[WashU]

[Quelle:gizmodo.com]

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  1. Lieber Don,
    wenn Du doch bloß mal bei mir in der Stunde mit Deinen Kenntnissen so glänzen würdest.
    Im Internet und auf Blogs fühlen sich Deine Mitleser von Rechtschreibkorrekturen eigentlich nur genervt. Wenn Dir das Korrigieren aber soviel Spaß macht, dann schlage ich vor, Du hilfst mir mit den Diktatheften der Unterstufe. Wenn wir dann fertig sind, kauf ich Dir auch ein Eis. Hättest Du daran Freude?
    Dein Fräulein Teutscher

  2. Scheint dann so etwas wie ein LIVE einsetzbares PET-CT zu sein. Bei diesem CT leuchten die Krebszellen auch nach Einnahme eines entsprechenden Kontrastmittels. Aber genau dieses Markieren von Krebszellen ist ja genau der Knackpunkt, denn bisher geht das nicht direkt, sondern nur über Umwege.
    Hier wird glaube ich ähnlich wie bei einer Chemo-“Therapie” die etwas höhere Agilität der Krebszellen ausgenutzt. Man nimmt nen halben Tag (oder so) keine Nahrung zu sich. Dann wird das Kontrastzeugs gespritzt, welches gleichzeitig eine Kohlehydratbausteine enthält, welche insgesamt betrachtet eben von den Krebszellen vermehrt aufgenommen wird. Ist eben eine recht ungenaue Markierungsart, denn es gibt eben auch agilere gesunde Körperzellen, welche dann beim PET-CT falsch als Krebszellen angezeigt werden, oder bei einer Chemo-Therapie unter die Kolleteralschäden fallen…
    … Meine Vorhersage: Ich bin der Überzeugung, dass in nicht allzu ferner Zukunft, wahrscheinlich mittels genveränderter Viren, gezielt (auch einzelne) Krebszellen abgetötet werden können. Das ganze wird etwa so funktionieren, daß diesem synthetischen Virus quasi für die Mustererkennung, ein 100% INTAKTER DNA-Abschnitt genau des Bereiches, in dem die entsprechenden Fehler liegen, die den Krebs ja auslösen.
    Diese ganz persönlich auf den einzelnen Patienten zugeschnittenen “Krebszellen-Jäger” werden dann genau wie die T-Zellen entsprechend vorvermehrt, und der Patient einfach mit dem Virus infiziert. Durch die hohe Viren-Startdosis werden bereits direkt nach der Injektion Krebszellen vernichtet. Die Viren infizieren wie sonst auch jede erreichbare Körperzelle, mit dem Unterschied, dass sie jedes Mal sofort ihre DNA-Blaupause mit der aktuell angegriffenen Zelle vergleichen, und sich in dieser nur einnisten und die Produktion auf Viren umstellen, wenn ein Unterschied festgestellt wurde. Die Gefahr einer möglichen Ansteckung einer dritten Person besteht natürlich, stellt aber für denjenigen keine größere Gefahr dar, als jede andere Virus-Infektion. Sehr wahrscheinlich wird man bis dahin auch einen für die Krebszellen-Jägerviren überlebenswichtigen Baustoff entwickelt haben, den man während der gesamten Behandlungsdauer im Blut des Patienten durch Infusionen bereitstellt.

    Wer jetzt sagt, das seien nur Hirngespinste, möge daran denken, wenn diese Technik in spätestens 25 Jahren Standard ist…

    In ferner Zukunft könnte exakt dieselbe Aufgabe auch von entsprechend fortschrittlichen NANO-Maschinen ausgeführt werden, die sich allerdings dann nicht mittels der Krebszellen vermehren, sondern diese nur markieren oder killen. Die entsprechend notwendige Anzahl NANO-Maschinen muß vorher außerhalb des Körpers hergestellt werden. Nach getaner (lol .. schreibt man das so?) Arbeit lassen sich die NANO-Maschinen nach und nach per Urin ausscheiden. Diese Ausscheidungswellen koordinieren sie unter sich, um keine Gefäße zu verstopfen. Ebenso wird durch ständigen Daten-/Zähleraustausch zwischen den NANO-Maschinen auch erkannt, wann die Arbeit geleistet ist, also alle Krebszellen die ihrem Fahndungsplakat entsprachen, vernichtet wurden, oder in welche Körperbereiche die “Truppen” geschickt werden sollten. Wenn die Technik soweit ist, können auch sämtliche Objekte, oder auch komplette Lebewesen in einer entsprechenden Nähr-/Baustein-Lösung in Windeseile von NANO-Buildern erzeugt werden. Ab dann ist natürlich nahezu ALLES möglich, da mit dieser Technik ja auf der Molekül-/Atomebene Objekte erzeugt werden.
    Bis es soweit ist, können 500 Jahre vergehen, aber genauso kann der Durchbruch in dieser Technik übermorgen geschehen… Manchmal reicht ja der richtige Denkansatz, der dann vielleicht auf der anderen Seite der Erde plötzlich für den Durchbruch sorgt.
    Ganz UNGEFÄHRLICH ist diese Art der Technik natürlich nicht. Um ehrlich zu sein, ist dies die für die Menschheit gefährlichste Technologie, welche bis dahin jemals auf der Erde existiert haben wird – VÖLLIG ohne superintelligente Maschinen… Die Gefahr lauert in der Vermehrung von NANO-Troups durch NANO-Builder und besonders durch SICH SELBST, weil irgendwann in der Zukunft jede NANO-Maschine zu dieser Selbstvermehrung fähig sein wird. Ebenso wird es ihnen möglich sein, bei geändertem Anwendungszweck sich selbst in eine andere Art NANO-Maschinen umzubauen. Dazu können sie sich selbst in ihre kleinsten Bauteile zerlegen und anderen NANO-Maschinen wieder als Baustoff zur Verfügung stellen. Da weder ein einzelnes Bewusstsein noch ein kollektives NANO-Bewussttsein existiert, besteht hier keine Gefahr. Die Dinger machen letztlich nur das wozu sie da sind, und können sich nur nach festgelegten Bauplänen umtransferieren.
    Die Gefahr besteht darin, daß egal wie gewissenhaft diese Technik zunächst auch überwacht wird, irgendwann vielleicht in 200 oder 500 Jahren die Technik in jedem Ameisenhintern verfügbar sein wird. Ab dann wird überall auf der Welt – und wer weiß wo noch überall im All – an diesen NANOs rumgefummelt, wie heute etwa an JAVA-Applets… Dabei werden zwangsläufig irgendwann NANO-Builder erzeugt werden, bei denen die entsprechenden Sicherheitsmechanismen fehlerhaft sind, also quasi NANO-Tumore :-) Wenn diese sich dann auf Atomebene selbst vermehren können, und eben durch fehlerhaftes Design nur ein einziges zusätzliches – eigetlich nicht vorgesehenes – Element bei ihrer Vermehrung mit einbeziehen, können diese ähnlich einem unendlich wachsenden Heuschreckenschwarm theoretisch ganze Planeten “umwandeln”… Alles Zukunftsmusik mit einem Schuß Paranoia…

    Zumindest diejenigen, die tatsächlich bis hier gelesen haben, scheine ich wohl nicht gelangweilt zu haben… :-)

    LG Alex

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