Bitcoin kämpft mit Transaktionsproblemen

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In der letzten Woche musste die Bitcoin-Szene mit Tiefschlägen kämpfen. Exchange-Plattformen Mt. Gox und Bitstamp verhängten Abhebesperren, Denial-of-Service-Attacken legten die Verwaltungsserver lahm.

Das Kernproblem, die sogenannte Transaction Malleability (auf deutsch ungefähr Veränderbarkeit von Transaktionen), hat mit der eindeutigen Zuordnung der Transaktionen im Bitcoin-System zu tun. Wenn eine Übertragung von Bitcoins stattfinden soll, wird in der Blockchain eine Transaktion angelegt. Dieser Systembestandteil ist vereinfacht gesagt so etwas wie das Hauptbuch des Bitcoin-Apparates. Alle Transaktionen sind hier nachzuverfolgen.

Das Problem besteht nun darin, dass die die Transaktionen eindeutig identifizierenden Transaktions IDs (aus den Informationen Absender, Empfänger, Bitcoinanzahl und -herkunft generierte Hashes) nicht unveränderbar sind, wie das im System eigentlich vorgesehen ist. Unter bestimmten Voraussetzungen lassen sich für dieselbe Transaktion verschiedene IDs erzeugen. Mit Glück können Empfänger von Exchange-Bitcoins dann ihre veränderte Transaktion in der Blockchain registrieren, und dem Absender weismachen, sie hätten die Bitcoins nicht bekommen. Auch die Denial-of-Service-Attacken, wegen denen beispielsweise Bitstamp das Abheben von Bitcoins abschalten musste, basierten anscheinend auf diesem Problem und überlasteten die Verwaltungsserver der Exchange-Plattform mit falschen Transaktionen.

Die Bitcoin-Entwickler arbeiten eigenen Angaben zufolge mit Hochdruck an der Lösung der Sicherheitslücke. Sie wiesen darauf hin, dass die Attacken keinesfalls genutzt werden könnten, um Bitcoins direkt zu stehlen.

[Spectrum IEEE, Forbes, Coindesk (01), Coindesk (02), Github Gist, Bitcoin Foundation, Mt Gox, Bitstamp] / (Bild: Bad Man Production @shutterstock.com)

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