Wissenschaftler beobachten Wale mit Satellitenaufnahme

walebeobachten1

Wale beobachten muss toll sein: man treibt auf dem Meer, Salzwasser spritzt einem ins Gesicht, der Wind fegt durch die Haare und dabei wartet man darauf, dass ein riesiges Lebewesen an die Oberfläche kommt und für Unterhaltung sorgt. Noch besser wäre Wale beobachten wohl nur aus dem All. Und genau das machen einige Wissenschaftler mit Bildern des WorldView-2 Satelliten.

Die Forscher wollten mehr über die Südlichen Glattwale erfahren, die sich gerne in der Nähe von Inseln aufhalten, darunter die Golfo Nuevo Bucht bei Argentinien. Die Walart ist groß und langsam und verbringt gerne viel Zeit nahe der Wasseroberfläche und in ruhigen Gebieten. Ideales Beobachtungsobjekt also für die neue Beobachtungsmethode.

Diese wurde in PLOS One vorgestellt und nutzt ein einziges riesiges Satellitenbild, um die Tiere zu zählen. Die Aufnahme entstand 2012, umfasst etwa 181 Quadratkilometer und lässt Objekte in bis zu 15 Metern Tiefe erblicken.

Die Forscher konnten hierdurch mindestens 55 wahrscheinliche und 22 mögliche Walsichtungen verzeichnen. „Möglich“ daher, da die Wale doch nur ziemlich pixelig sichtbar sind und so leicht auch mal ein großer Fels für einen Wal gehalten werden könnte (Im Titelbild sieht man wahrscheinliche Sichtungen, darunter die möglichen Sichtungen). Die Forscher sind sich aber sicher, mit zunehmendem technischen Fortschritt auch bessere Ergebnisse bei der Walbeobachtung zu erhalten. [Los Angeles TimesPLOS One]

walebeobachten2

Bilder: Peter T. Fretwell, Iain J. Stanil, Jaume Forcada

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising