MWC: So funktioniert der Fingerabdrucksensor am Samsung Galaxy S5 wirklich

(Bild: Gizmodo)

Eins Vorneweg: Der Fingerabdrucksensor am beim MWC 2014 vorgestellten Samsung Galaxy S5 kommt sicher. Allerdings wird er nicht wie einige Gerüchte nahe legten im Touchscreen verbaut, sondern im Home-Button integriert. Auch soll er nicht wie vom iPhone 5S über das reine Auflegen des Fingers funktionieren. Beim Samsung Galaxy S5 muss der Finger mit einer vertikalen Bewegung über den Sensor gezogen werden.

Der Fingerabdruckscanner eignet sich Sammobile zufolge nicht nur zum Entsperren des Galaxy S5. Nutzer sollen bis zu acht Abdrücke speichern und sie verschiedenen Aufgaben oder App-Shortcuts zuweisen können. Natürlich unterstütze Samsungs kommendes Spitzenmodell auch andere Sicherungsmethoden wie einen PIN-Code.

Gerüchte über einen Fingerabdrucksensor im Galaxy S5 kursieren schon länger. Als mögliche Alternative hatte eine Samsung-Managerin Anfang Januar auch einen Iris-Scanner erwähnt. Sie betonte jedoch zugleich, dass man sich auf das Wesentliche konzentrieren werde, nämlich das Display und das Gehäuse.

Beobachter gehen davon aus, dass das Galaxy S5 in zwei Varianten erscheinen wird: mit dem üblichen Plastik-Chassis und alternativ mit einem Metallgehäuse. Die vermeintlichen Spezifikationen beider Ausführungen waren vergangene Woche in einem Benchmark aufgetaucht.

Das besser ausgestattete Galaxy S5 trägt der chinesischen Website AnTuTu zufolge die Modellbezeichnung SM-G900R4 und kommt mit Qualcomms 2,5 GHz schnellem Snapdragon-800-Prozessor samt Adreno-330-GPU. An RAM bringt es angeblich 3 GByte mit. Der interne Speicher misst 32 GByte. Das Display des teureren Galaxy S5 verfügt wie zuvor vermutet voraussichtlich über eine QHD-Auflösung von 2560 mal 1440 Bildpunkten.

Das zweite Galaxy-S5-Modell mit der Nummer SM-G900H wird den Benchmark-Daten zufolge von Samsungs hauseigener CPU Exynos 5422 angetrieben, deren acht Kerne jeweils mit 1,5 GHz takten. Der Arbeitsspeicher ist hier nur 2 GByte und der interne Speicher 16 GByte groß. Das Display bietet wie das letztjährige Samsung Galaxy S4eine Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln.

Beide S5-Modelle kommen weiterhin mit einer 16-Megapixel-Kamera und Android 4.4.2 als Betriebssystem. Auf den Einsatz einer 64-Bit-CPU scheint Samsung aber entgegen anders lautender Spekulationen vorerst zu verzichten. Ob dies die finalen Spezifikationen beider Modelle sind, lässt sich nicht mit Gewissheit sagen.

In knapp einer Woche wird sich herausstellen, welche Gerüchte sich bewahrheiten und welche nicht. Denn dann wird Samsung das Galaxy S5 im Rahmen eines Unpacked-Event auf dem Mobile World Congress in Barcelona der Öffentlichkeit präsentieren. Die Veranstaltung am 24. Februar kann live auf Youtube verfolgt werden.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de, via News.com und ZDNet.com; Bild: Scott Stein, CNet.com]
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    1. Als iPhone5s Besitzer kann ich mir das Lachen nicht verkneifen. Diesen Sensor wo man mit dem Finger drüber fährt hatte schon das Atrix, das ist Technik von vor paar Jahren. Ich will mein Smartphone mit einer Hand aus der Tasche holen und nur einschalten um meine Nachrichten schnell zu sehen. Alles andere ist zu umständlich. Aber ich vermute gleich kommt wieder der erste Fandroid der uns erklärt, dass dieser Sensor viel sicherer und besser sei und dass Apple den Fingeabdruckscanner im Homebutton ja nicht erfunden hat und…
      Naja viel Spaß mit eurem S-Fingersensor :)

      1. Das wird sich noch zeigen, wo die gespeichert werden, falls überhaupt. Aber bei Korea weiß man das ja nie so genau. :-D
        Bin mal gespannt, was SELL dazu schreibt. Bei Apple geht das ja seiner Meinung nach gar nicht. Mal schauen, ob sich das bei seinem geliebten Samsung ändert? :-() So viel zum Thema Innovationen bei Samsung. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich nenne das Kopieren, wie es Samsung schon seit dem ersten iPhone handhabt. Am meisten bin ich auf die Präsentation gespannt. Ob es wieder so peinlich wird, wie letztes Jahr?

        1. Ich bin mal gespannt ob die das überhaupt so rausbringen. Soviel ich weiß hat Apple Patente auf den Fingerprintsensor im Homebutton sowie auf dem Screen. So wie ich die Patente im Internet gesehen hab ist der ganze vordere Screen von Apple gegen Kopieren geschützt. Oder lieg ich da falsch?

        2. Keine Ahnung, damit beschäftige ich mich nicht, aber Samsung kann ja das Patent mit Einverständnis nutzen, das wäre also kein großes Problem. Aber mal schauen, ob es überhaupt so kommt. Gerücht bleibt Gerücht. ;-)

      2. Tja, hier ist dann einer der Androidnutzer die den Sensor für mehr als überflüssig halten und es traurig finden, dass hier so ein Dummzeug nachgebaut wird. Schade, aber andererseits gibt es ja ausreichend Alternativen ohne Scanner.

        1. Und das ist auch gut so. Ich nutze beim 5S den Sensor auch nicht, brauche ich nicht, da bei mir die Codesperre sowieso deaktiviert ist. Wenn man den Sensor für das Passwort vom App Store, etc. separat aktivieren könnte, dann würde ich ihn nutzen. Aber kommt vielleicht noch.

    2. Sagen wir mal so: wenn Gizmodo sich in der Gerüchte-Berichterstattung darauf festlegt, wie irgendwas „wirklich“ funktioniert, kann man davon ausgehen, dass entweder die Funktionsweise völlig anders ist oder das Produkt komplett ohne das beschriebene Feature daher kommt.
      Aber unterhaltsam ist es.

  1. Fingerabdrücke sind generell blöd in Handys. Egal ob man ziehen oder auflegen muss… Apple hat den Blödsinn halt vorgemacht und jetzt müssen wieder alle nachziehen damit der dumme Kunde den ganzen Krempel auch ja kauft.
    Die nächste Evolutionsstufe ist dann der Klabusterbällchenscanner…

      1. Das ist jetzt schon wieder so ne Sache:
        Bei Apple wahrscheinlich Kalubsterbeeren, bei Android Klabusterbällchen!
        Hintergrund:
        Die Gerichte brauchen ja auch was zu tun bei dem folgenden Patentstreit ;)

        1. Haha, stimmt. Leider ist das Patent 1989 von Nokia auf „Klabusterperlen“ bereits registriert worden. Es bleibt spannend…

  2. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo keiner sicher war, wie Labordschini geschrieben wird, aber alle darüber diskutierten, wieviel PS der neue Cauntatsch wohl haben wird. Heute sind es Handys. Eigentlich unglaublich :-)

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