Test: Samsung Game Pad – das Smartphone wird zur Konsole

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Smartphones haben das mobile Spielen revolutioniert. Statt einen Gameboy oder eine PSP mit sich herumzutragen reicht heutzutage meist das mobile Endgerät aus. Doch bei komplexeren Spielen kann das Smartphone noch nicht mithalten. Die Finger auf dem Bildschirm verdecken das Spielgeschehen. Oftmals reichen die digitalen Tasten auf dem Display aber nicht aus und man wünscht sich einen Controller. Diesen liefert Samsung und demonstriert mit seinem Game Pad für Smartphones erstmals sein Können im Bereich Gaming.

Lieferumfang

Eigentlich kann man sich über den mageren Umfang an Zubehör nicht beschweren. Beim Kauf erhält man ein kleines Handbuch und das Game Pad – das wars. Das Ganze kommt in einer schlichten Verpackung aus Pappe. Wer hier ein Ladekabel oder eine Tasche erwartet wird enttäuscht sein. Das braucht es aber auch nicht finden wir, denn ein paar Micro-USB Kabel sollte mittlerweile jeder zu Hause haben und eine Schutztasche wäre unpraktisch, wenn man das Gerät unterwegs nutzen möchte.

Die Einrichtung des Samsung Game Pad

game padDie Einrichtung des Samsung Game Pad gestaltet sich so einfach wie bei jedem anderen Bluetooth-Gerät. Einschalten, mit dem Smartphone koppeln und fertig. NFC wird natürlich auch unterstützt, es handelt sich schließlich um ein Produkt von Samsung.

Auf der Hinterseite des Game Pads befindet sich ein Bügel, der herausgezogen werden muss, um das Smartphone einzuspannen. Android Smartphones (ab Android 4.1) zwischen 4 und 6,3 Zoll werden unterstützt. Im Test war das Galaxy Note 3 aber dann auch wirklich das äußerste der Gefühle. Bei großen Smartphones wird die uneingeschränkte Nutzung der Schultertasten vermehrt in Mitleidenschaft gezogen.

Zufriedenstellende Auswahl an Spielen

Über den „Play“-Button gelangt man in das Menü der ‚Mobile Console‘ mit den Spielen, welche für den Controller optimiert wurden. Aktuell sind insgesamt 42 Titel erhältlich, darunter Klassiker wie Need for Speed, Sonic, Prince of Persia und Virtua Tennis, aber auch unbekannte Games vom Ego Shooter über lustige 2D-Games.

game padEinige Games sind kostenlos, bei den meisten zahlt man allerdings zwischen einen bis fünf Euro pro Spiel. Dafür wurde die Steuerung an den Controller angepasst.

Funktionalität des Samsung Game Pads

Das Game Pad selbst verfügt über zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz, zwei Schultertasten die üblichen vier Aktionsknöpfe, einen Start- und einen Select-Button. Der schmale Controller liegt gut in der Hand. Besonders wird die Aufteilung der Tasten Xbox Besitzer freuen, denn die Anordnung ist ziemlich identisch. Leider können die Analagosticks aber nicht mit der flüssigen Bewegung eines Xbox- oder Playstation-Controllers mithalten – hier ist noch eine Optimierung angesagt.

game padEin störender Faktor war allerdings, dass der Controller nicht vernünftig ausbalanciert wurde. Meist sind die Smartphones schwerer als das Game Pad und daher „kippt“ der Controller immer nach hinten. Lediglich bei 4 Zoll Smartphones bleibt das Game Pad in der gewünschten Position. Beim Spielen stört das aber nicht, denn dann ist der Controller schließlich in den Händen.

Fazit

Wir haben uns zwei Tage ausgiebig mit dem Samsung Game Pad beschäftigt. Das Spielen auf dem Smartphone mit Controller macht wesentlich mehr Spaß, als ohne. Gleichwohl sollte aber darauf geachtet werden, dass das Smartphone einen vernünftig großen Display besitzt. Mit 4 Zoll Smartphones hat man eher wenig Spaß. Alternativ kann aber natürlich auch über einen Bildschirm oder Fernseher gespielt werden. game pad

Besonders gelungen sind die Abmessungen des Game Pad mit 13,7 mal 8,6 mal 3,1 Zentimetern. Damit findet das Game Pad in fast jeder Jackentasche Platz.

Abzüge gibt es für die etwas unfeine Steuerung der Analogsticks und die Balance zwischen Smartphone und Controller. Auch hätte man an der Verarbeitung der Buttons noch etwas Feinarbeit beweisen können. Bei jedem Tastendruck nimmt man ein unschönes „Klick“ war. Eine etwas weichere Abstimmung des physischen Feedbacks wäre also empfehlenswert. Zudem hätten wir uns das Samsung Game Pad in ein paar mehr Farben gewünscht.

Rundum sind die Mängel aber eher zweitrangig, denn das Game Pad ist im Gesamteindruck gut gelungen. Es lässt sich sehr leicht einrichten, die App Mobile Console wird am Smartphone sofort geöffnet und der Akku hält gut und gerne zwei oder mehr Tage. Wer also keinen anderen Bluetooth-Controller besitzt oder gerne ein vorkonfiguriertes Game Pad erwerben möchte, kann dies mit dem Kauf eines Samsung Game Pad gerne machen. Samsung bietet sein Game Pad für 80 Euro an, was wir zu teuer finden. Im Internet gibt es das gleiche Modell aber schon für 50 Euro.
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  1. … oder einfach nen ps3 controller via bluetooth anschliessen, und per sixaxis-app ein gamepad emulieren. kostet knapp die hälfte wenn man nicht ohnehin einen ps3 controller hat. dann kostets ein paar euro für die app.

  2. leider viel zu teuer aber da ich die tage nen galaxy tab 3 7″ bekomme sollte ich mich mal nach ner günstigen alternative umschauen

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