iphone App “Fixed” zweifelt Strafzettel an

Parkuhr

Es passiert jedem von uns: Man kommt nach einer kurzen Besorgung zu seinem Auto zurück, um es mit einem Strafzettel versehen wieder anzutreffen. „Aber der Parkscheinautomat war doch kaputt“, geht einem durch den Kopf und: „dagegen wehre ich mich!“ Aber das ist nicht so einfach, Strafzettel anzuzweifeln ist oft ein Kampf. Eine aufwendig entwickelte App namens „Fixed“ verspricht nun Erleichterung.

Im Gegensatz zum üblichen Vorgehen mit formalem Einspruch benötigt Fixed nur ein Foto des Strafzettels und jener Kennzahl, die die Art der Ordnungswidrigkeit angibt. Anschließend wird eine Statistik ausgegeben, wie vielversprechend ein Einspruch ist sowie eine Auswahl an Ausreden. Sollte man sich für einen Einspruch entscheiden, braucht es weiteres visuelles Beweismaterial sowie eine digitale Signatur.

Aber wie soll man mit Iphones vor Gericht erfolgreich sein? Gar nicht: Fixed beschäftigt echte Anwälte, die die Fälle bearbeiten und sich um den Papierkram kümmern. Sollte dem Einspruch stattgegeben werden, verlangt Fixed ein Viertel der Summe, die man ansonsten hätte zahlen müssen. Es bleibt also die Entscheidung zwischen 75 % Ersparnis bzw. 100 %, wenn man es selbst erledigt hätte.

Fixed wird kommende Woche in San Francisco starten, wo 1,5 Millionen Strafzettel jählich ausgestellt werden. Von diesen werden im selben Zeitraum fünf Prozent angefochten, ein Drittel der Einsprüche bleibt erfolglos. Für bequeme Menschen sicherlich eine Alternative. Außer man ist Android-Nutzer, denn über eine App für Google Play verloren die Entwickler bisher kein Wort.

[Adam Clark Estes via gizmodo.com]

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  1. Man könnte seinen Schrotthaufen freilich auch einfach da abstellen, wo es erlaubt ist – unter den Bedingungen, unter denen es erlaubt ist.
    Ein echter Fix sähe so aus: “Falschparken” wird als illegale Müllentsorgung betrachtet, der Müllhaufen wird sofort verschrottet, der Eigentümer bekommt eine Strafe aufgebrummt. Fertig.

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  2. braucht man eigentlich Autos in Großstädten. Warum nicht bedingte Freigabe für Lieferverkehr von 3 Uhr bis 8:30 Uhr morgens. Aller sonstiger Verkehr wird von öffentlchen Minitansportunits kostenfrei übernommen. Finanziert wird das ganze durch die Einsparungen von Parken-Verboten-Schildern, den zugehörige Straßenmalereien und des Überwachungspersonals. laufende Einnahmen für die Stadt werden erzielt durch Vermietung von nun frei werdenden Parkflächen und Vergabe von Lizenzen für Betrieb der Minitransportunits.
    Ich hoffe Fixed ist nur einer der finalen Auswüchse der schon nicht mehr gesunden und überkommenen städtischen Verkehrsregelung vor dem wirklichen Fortschritt.

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