MWC: Samsung stellt das Samsung Galaxy S5 vor – Hands-On und Ersteindruck

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Das Samsung Galaxy S5 ist da! Neben den üblichen Verbesserungen hat es ein Fingerabdruckscanner an Bord geschafft. Enttäuschung gab es bei Rückseite, die nicht wie von vielen erhofft aus Metall besteht. Richtig große Augen dagegen machten viele Experten, als Samsung vom verbauten Herzfrequenzmesser schwärmte. Kann sowas sinnvoll sein? Wir haben uns das Samsung Galaxy S5 auf dem MWC genau angeschaut und verraten euch unseren Ersteindruck.

Wenig überraschend stellte Samsung am 24. Februar in Barcelona im Rahmen einer pompösen Presseveranstaltung das Samsung Galaxy S5 vor. Neben den üblichen Verbesserungen wie einem besseren Prozessor, eine längere Akkulaufzeit und einem größeren und extrem hellen Display bietet das Samsung Galaxy S5 auch einige echte Neuerungen. So wurde wie erwartet ein Fingerabdrucksensor im Homebutton integriert. Eine weitere Neuerung mutet dagegen etwas skurril an: Auf der Rückseite des Samsung Galaxy S5 befindet sich ein Herzfrequenzmesser.

Specs

Zunächst zu den trocken Zahlen. Das Samsung Galaxy S5 kommt mit einem 5,1-Zoll-FHD-Display, einer 2,5 GHz Snapdragon-CPU, 2 GByte RAM, maximal 32 GByte Speicher, einem 2800-mAh-Akku, einer 16-Megapixel-Kamera, einem Fingerabdruckscanner, einem Herzfrequenzmesser, Android 4.4 KitKat (TouchWiz) und einer neuartigen Rückseite. Etwas enttäuscht waren die Besucher des “Samsung Unpacked 2014 Episode 1″ Events darüber, dass es sich bei dem Galaxy S5 weder über ein Metallgehäuse noch ein QHD-Display mit einer Auflösung von 2,560 mal 1,440 Pixel verfügt.

Verarbeitung

Die Rückseite des neuen Galaxy-Smartphones erinnert etwas an Googles Android-Tablet Nexus 7 aus dem Jahr 2012. Sie ist glücklicherweise nicht mehr so glatt wie noch beim Galaxy S4. Sie fühlt sich dank ihrer feinen, angedeuteten Perforation und dem weicheren Material gummiert an und verleiht einen deutlich besseren Halt als noch der Vorgänger. Richtig wertig fühlt sie sich jedoch nicht an.

IP67-Zertifizierung

Das Samsung Galaxy S5 misst 142 mal 72,5 mal 8,1 Millimeter und bringt 145 Gramm auf die Waage. Fett geworden ist es zwar nicht, hat aber dennoch in allen Belangen zugelegt. Wie bereits im Vorfeld spekuliert ist das Gehäuse nach der IP67-Zertifizierung gegen Wasser und Staub geschützt und kann angeblich 30 Minuten unter Wasser bei einer Tiefe von einem Meter überstehen. Der microUSB-Anschluss wird dabei von einer Abdeckung geschützt, was beim täglichen Ladevorgang als störend empfunden werden könnte.

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Display

Das Display ist von knapp 5 auf 5,1 Zoll angewachsen und bietet mit 1.920 mal 1.080 Pixel dieselbe Auflösung wie das letztjährige Modell. Die Helligkeit des Displays liegt bei maximalen 500 cd/m², womit es deutlich heller ist als zuvor. Zudem lässt es sich auf eine Helligkeit von 2 cd/m² herunterschrauben, was beispielsweise das Lesen bei Dunkelheit angenehmer macht. Gerade der letzte Punkt hat uns richtig gute gefallen. Leider schaffen es nur viel zu wenige Telefone die Display-Helligkeit derart herunterzuschrauben.

Prozessor

Im Inneren des Android-Smartphone müsste eine Snapdragon-801-CPU mit 2 GByte RAM werkeln. So ganz genau weiß das allerdings keiner, eine offizielle Verlautbarung gibt es dazu nicht. Der interne Speicher ist wahlweise 16 oder 32 GByte groß. Wie üblich lässt sich die Kapazität dank eines microSD-Kartenslots erweitern. Im Gegensatz zum Vorgänger unterstützt das Samsung Galaxy S5 Speicherkarten mit maximal 128 Gbyte.

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Akku

Der Akku ist von 2.600 auf 2.800 mAh angewachsen. Das ist zwar mehr, aber leider immer noch nicht so viel wie bei einigen Konkurrenzgeräten zum Beispiel von Sony oder LG. Ganz besonder stolz war Samsung bei der Präsentation auf den “Ultra Power Saving Mode”. Dank ihm soll dem Galaxy S5 sozusagen nie der Saft ausgehen. Der Modus sorgt dafür, dass das Smartphone bei einem niedrigem Akkustand (10 Prozent) noch 24 Stunden im Standby-Modus durchhält. Die reguläre Laufzeit gibt Samsung mit 21 Stunden Gesprächszeit und 16 Tage Standby an.

Konnektivität

In Sachen Kommunikation bietet das Samsung Galaxy S5 LTE (Kategorie 4), UMTS samt Datenturbo HSPA+, WLAN 802.11ac, NFC, USB 3.0, Bluetooth 4.0 und natürlich auch GPS. Eine Neuheit ist der sogenannte “Download Booster”, der WLAN und LTE kombiniert und auf diese Weise Download-Raten von bis zu 650 MBit/s ermöglichen soll.

Fingerabdrucksensor

Wie zuletzt spekuliert bringt das Galaxy S5 auch einen Fingerabdruckscanner zum Entsperren des Gerätes mit, der in den Home-Button integriert ist. Anstatt den Finger wie beim iPhone 5S zur Erkennung einfach auf den Home-Button zu legen, müssen Galaxy-S5-Besitzer ihn allerdings über den Sensor ziehen. Neben dem Entsperren des Gerätes dient er auch zum mobilen Bezahlen. Samsung ist dafür eine Kooperation mit PayPal eingegangen. Zudem haben Nutzer die Möglichkeit, mithilfe des Fingerabdruckscanners Daten wie Fotos oder Videos zu verschlüsseln. Diese landen im sogenannten privaten Modus, auf den sich nur mit dem Fingerabdruck zugreifen lässt.

Herzfreuquenzmesser

Unangenehm ruhig wurde es im Saal, als Samsung den auf der Rückseite verbauten Herzfrequenzmesser (funktioniert über das Auflegen des Fingers) präsentierte. Erst nach einigen Sekunden totaler stille begannen im Saal einige wenige zaghaft zu Applaudieren. Kein Wunder: Auch uns erschließt sich der Sinn dieses Sensors nicht. Immerhin werden die Daten werden dann von der auf Version 3.0 aktualisierten S-Health-App erfasst. Die Anwendung zählt zudem wie üblich die Schritte des Nutzers und bietet nun auch Motivationshilfe in Form eines virtuellen Fitness-Coaches.

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Kamera

Die Kamera des Samsung Galaxy S5 löst mit 16 Megapixel auf und unterstützt UltraHD-Aufnahmen. Zudem kommt sie mit einem schnelleren Autofokus, der das Bild dank Phase Detection Auto Focus in 0,3 Sekunden scharf stellt und so die Zeit bis zum Auslösen verkürzt.

Darüber hinaus nimmt die Kamera des S5 HDR-Fotos und -Videos in Echtzeit auf und hat einen selektiven Fokus mit an Bord, der es erlaubt nachträglich einzelne Bereiche des Bildes in den Fokus zu rücken. Zudem bringt die Kamera mit dem Feature Virtual Tour ein Pendant zu Googles Photosphere-Anwendung für 360-Grad-Panoramas mit.

Auf dem Event schossen wir zur Probe einige Bilder mit dem Galaxy S5. Die Ergebnisse waren gut. Allerdings bezweifeln wir, dass sie mit Spitzenmodellen von Nokia oder auch dem Apple iPhone 5S mithalten können.

Software

Als Betriebssystem kommt Android 4.4 KitKat samt einer überarbeiteten Version der TouchWiz-Oberfläche zum Einsatz. Die größte Änderung dürfte das Einstellungsmenü betreffen, dass Samsung komplett neu gestaltet hat. Android sieht hier wirklcih kaum noch aus wie Android.

Vorinstalliert sind beispielsweise die Anwendungen Samsung Hub, WatchOn, S Health, S Voice, S Planner, S Note und nun auch Knox. Neu ist außerdem ein Modus für Kinder, der sich vom Rest der Systems durch eine Sandbox abschottet.

Verfügbarkeit und Preise

Das Samsung Galaxy S5 wird in den Farben Weiß, Schwarz, Blau und Kupfer bereits ab dem 11. April 2014 in über 150 Ländern, darunter auch Deutschland, zum Verkauf stehen. Einen Preis hat Samsung bisher noch nicht genannt.

Als Zubehör hat es spezielle Designer-Schutzhüllen angekündigt und neben der bereits im Vorfeld des MWC vorgestellten Smartwatch Gear 2 auch ein neues Fitness-Armband namens Galaxy Gear Fit im Programm.

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Ersteindruck

Das Samsung Galaxy S5 ist eine konsequente Weiterentwicklung des Galaxy S4. Es bietet in praktisch allen Bereichen leichte Verbesserung. Samsung war jedoch auch in dem Punkt konsequent, dass sie zweifelhafte und potenziell wenig praktikable Features in das Galaxy S5 packen. Allen voran irritiert der Herzfrequenzmesser.

Die große Überraschung blieb mit dem Galaxy S5 aus. Das Plastik-Design mit den eigenwilligen „Dellen“ auf der Rückseite wird mal wieder nicht nur Freunde finden. Trotzdem ist das Samsung Galaxy S5 in vielen Bereichen das derzeit wohl fortschrittlichste Android-Smartphone und wird sich ohne Zweifel ganz hervorragend verkaufen.

Mit Material von Christian Schartel, CNet.de

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    1. Da kannst du lange warten, die können es nicht besser. Alleine die Verarbeitung(man schaue sich nur mal die Einfassung von Blitz und Sensor an) würde mich vom Kauf abhalten. Und dann schaffen sie es einfach nicht, die Kamera vernünftig zu integrieren, da muss dann so ein hässlicher Huckel her. So etwas als Flagschiff zu bezeichnen ist schon heftig.

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  1. Also dieser Herzfrequenzmesser ist eigentlich ziemlich sinnlos. Das kannst du mit jeder Kamera und dem Blitz machen. Ich hatte bei meinem S3 LTE z. B. eine APP die kann das auch. Die aktiviert das Blitzlicht und du musst den finger über das Licht und die Kamera halten und schwupp, hast du deine Herzfrequenz. War auch immer ziemlich genau.

    1. Ich halte den Pulsmesser am Telefon ansich für absolut sinnlos. Wenn ich Sport mache, z.B. Laufen dann führe ich das Smartphone in einer Tasche am Arm mit. Für mich als Läufer ist der aktuelle Puls interessant. Es wird also niemand das Smartphone aus der Tasche fummeln, seinen verschwitzten Finger drauf halten, das Smartphone wieder in die Tasche friemeln und weiter laufen. Ähnlich wird es sich bei den meisten Sportarten verhalten. Insofern ist ein Pulsmesser am Telefon eine vollkommen sinnloses und unüberlegtes Feature.
      Ein solcher Sensor in einer Smartwatch hingegen macht schon mehr Sinn … wobei mich die Genauigkeit im Vergleich zum Brustgurt interessieren würde.

      1. Das kann gar nicht genau sein, wenn sich der Sensor auf dem Handgelenk befindet. Diese Spielerei braucht kein Mensch.
        Und nun auch mit Fingerabdrucksensor, der in den ersten Tests mehr schlecht als recht funktioniert, weil man den Finger senkrecht über den Sensor führen muss. Ist man da etwas schräg, funktioniert es schon nicht.
        Bin mal gespannt, was SELL dazu schreibt. :-D

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        1. Liebe Samsung Trolle, nicht bloß negativ bewerten, sondern auch mal etwas schreiben. Ihr seid doch sonst auch nicht so faul, wenn es um Apple geht. Aber ich weiß schon, hier fällt selbst euch nichts dazu ein. :-D

  2. Finde das S5 auf den ersten Eindruck mies, viele Punkte, welche spekuliert wurden, sind letztendlich nicht so gekommen, alles wurde etwas geupdated, der kaum funzende Finger Sensor ist Schwachsinn, besonders peinlich ist, wie sie darauf bauen, mit PayPal sicher bezahlen usw, cool ist der simple Energiesparmodus aber der ist denke mal eh teil von Kitkat und kein Branding, die sollen das teil mal kleiner und aus Metall herstellen, ne Radio Antenne verbauen und nen 4000mAh Akku reinbammeln!

  3. Tolles Smartphone vom Funktionsumfang und er Hardware was aber Samsung in meinen Augen drigend verbessern muss ist die Haptik / Design. Ein Plastikdeckel auf einem 700€ Smartphone? No Way!

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