UNICEF Tap Project – Smartphone ignorieren für sauberes Wasser

uctp

Es gibt einen ganzen Haufen sinnloser, gar dummer Apps, die es Einem dennoch schwer machen, das Smartphone zur Seite zu legen. Deshalb ist das neue UNICEF-Projekt so interessant – es sammelt Spenden für sauberes Trinkwasser für Kinder, indem es Smartphone-Benutzer ermutigt, das verdammte Ding zur Seite zu legen. Hört sich nach einer win-win-Situation an.

Das UNICEF Tap Project besteht aus einer App, die die Bewegungssensoren des Smartphones ausliest. Alle zehn Minuten, in denen man das Smartphone nicht berührt, spendet ein Sponsor einen Betrag entsprechend den Kosten für einen Tag sauberes Trinkwasser für Kinder.

Brian Moore und Johan Gerdin von Droga5 entwickelten die App, um Usern zu zeigen wie es sich anfühlt, wenn etwas weggenommen wird, was man mittlerweile fast schon als Notwendigkeit empfindet. Auch wenn es nur vorübergehend ist: „Es ist schwer, sich in jemand anderen hineinzuversetzen, besonders wenn dieser Jemand auf der anderen Seiten der Erde lebt. Sich selbst etwas vorzuenthalten, soll zur Reflexion anregen.“

Es ist verblüffend, die App bringt Einem tatsächlich etwas bei: Z. B. darüber, wie oft man fast instinktiv zum Smartphone greift, und vielleicht auch was Einem entgeht, wenn man ständig einen Bildschirm betatscht. Und wenn man mit diesen Einsichten auch noch Gutes tun kann, umso besser…

[via gizmodo.com]

Tags :
  1. App-solut daneben, die Aktion. (1) UNICEF hat Geld, um Menschen sofort aus existenzieller Not zu helfen, sonst könnte sie ja keines – unter Bedingungen – versprechen. Nein, sie hält es zurück, und Menschen leiden und sterben. (2) Jedem Teilnehmer wird die Entscheidung auferlegt, jedesmal, wenn er sein Handy zur Hand nimmt, sein Interesse gegen das eines anonymen Mitmenschen abzuwägen. Dass mein Kind weiß, wo ich mich gerade aufhalte, und sich nicht ängstigt: ist das so wichtig wie 1 Tag Trinkwasser? Ist es natürlich nicht, fast nichts ist so wichtig, also bleibt mein Handy aus – ein Klumpen Rohstoffe, aus der Erde gekratzt unter fragwürdigen Bedingungen und teuer bezahlt mit Geld, von dem ich einen Teil hätte spenden können. (3) Es gibt keinerlei Zusammenhang zwischen Handynutzung und Trinkwasser. Solche Zusammenhänge stellen sonst Schergen in Straflagern oder seelisch kranke Erzieher in altmodischen Internaten her: Wenn Du eine gute Note schreibst, kriegt Dein Hund was zu fressen – sonst nicht. — Empörend und in keiner Weise bewusstseinsbildend.

    Dieser Kommentar hat zu viele negative Stimmen erhalten hat. Klicken Sie hier, um die Nachricht zu sehen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising