Kingdom Tower: Wie das höchste Gebäude der Welt gebaut werden soll

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Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum höchsten Gebäude der Welt: Ingenieure starten für das Projekt “Kingdom Tower” in Jeddah Tests, um herauszufinden, wie man flüssigen Beton mehr als 700m in die Höhe pumpt.

Viele technische Herausforderungen sind zu bewältigen, wenn man gerade dabei ist, einen 1km-Turm zu bauen. Monatelang war nun nichts von dem Projekt aus Saudi-Arabien zu hören, scheinbar also war die Nachfrage doch nicht da.

Aber diese Woche verkündeten die Leiter des Projekts, dass ein Vertragspartner mit Materialtests begonnen habe: Eine halbe Million Kubikmeter Beton und ca. 80 000 Tonnen Stahl. Diese Schritte sind eminent, denn das Fundament wird 70m tief sein und muss dem Salzwasser des nahen Ozeans standhalten.

Weiter oben ist die Lage noch komplizierter: Gravitation verträgt sich nicht gut mit nassem Beton, der durch ein 15cm dünnes Rohr nach oben gepumpt werden soll. Nach dem Test der Materialen selbst müssen sich die Ingenieure also mit der nötigen Logistik beschäftigen.

Scheinbar nehmen sich die Tüftler Anleihen von den Erschaffern des Burj Khalifa. Beim Bau des Turms wurde ein neuer Weltrekord im „Beton-Pumpen“ aufgestellt, und das alles durch ein einziges Rohr mit Hochleistungspumpen des deutschen Herstellers Putzmeister.

Das Projekt „Kindom Tower“ selbst steht zwar immer noch auf Messers Schneide. Aber das ist gar nicht so entscheidend, wie man vielleicht erwarten würde. Zu beweisen, dass flüssiger Beton über einen Kilometer in die Höhe gepumpt werden kann, ist nur der nächste Schritt auf dem Weg zu Projekten, die noch höher angesetzt sind. Dr. Sand Dae Kim, Direktor des „Council on Tall Buildings“, meint dazu süffisant: „Wir müssen keine Gebäude mit zwei Kilometern Höhe bauen – aber jemand mit sehr viel Geld würde es vielleicht trotzdem gerne tun“.

[via gizmodo.com]

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