Men of War: Assault Squad 2 – Kurzinterview und Beta-Eindrücke

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Die Men of War Serie ist bisher ein Geheimtipp für Echtzeitstrategen gewesen. Assault Squad 2 hübscht die Echtzeitkämpfe ordentlich auf und ermöglicht Mehrspieler-Schlachten mit bis zu acht Spielern. Wir haben den Machern einige Fragen gestellt, und uns danach auf dem Schlachtfeld umgesehen.

Peter Games-Produktmanager Glenn Apel hat uns freundlicherweise fünf Fragen zu Assault Squad 2 beantwortet und dabei Details zu Gameplay-Fokus und Hardware-Anforderungen enthüllt, sowie ein wenig Spekulation über Men of War 2 ermöglicht.

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Glenn ApelPortraitGizmodo: Assault Squad 2 ist eine Fortsetzung innerhalb der Men of War-Reihe. Wie unterscheiden sich die Assault Squad-Titel vom Rest der Serie?
Glenn Apel: Assault  Squad zeigt den zweiten Weltkrieg auf globaler Ebene. So hat man neben Kriegsschauplätzen in Europa und Afrika auch die Möglichkeit für Japan ins Gefecht ziehen.

Die Grafik sieht gut aus. Was sind ansonsten die wichtigsten Neuerungen für Assault Squad-Fans?
Neben den grafischen Verbesserungen wurde auch das User-Interface überarbeitet. Dabei hat die Community einen großen Beitrag geleistet. Abermals liegt der Fokus auf dem Multiplayer-Modus. Jetzt können die Spieler erstmals in groß angelegten Acht-gegen-Acht-Schlachten gegeneinander antreten. Darüber hinaus gibt es vollen Steam-Support und Steam-Workshop-Einbindung. Das Spiel wird daher über einen noch längeren Zeitraum viel Freude bereiten.

Mich interessiert besonders der Multiplayer-Modus. Es gibt aber auch Spieler, die gerne für sich zocken. Was wird das Spiel für Singleplayer-Fetischisten bieten?
Solisten können die unterschiedlichen Skirmish-Missionen spielen. Diese bieten viele spannende Szenarien – von umfangreichen Gefechten bis hin zu Stealth-Missionen. Außerdem stehen im Steam-Workshop zahlreiche selbst erstellte Szenarien zum Download bereit.

Wird man für die neue Technologie einen neuen Rechner brauchen? Welche Hardware und Internetverbindung braucht es für ein flüssiges 8v8-Multiplayer-Spiel auf hohen Details?
Zum Spielen braucht man definitiv keinen teuren High-End-Rechner. Bereits mittlere Systeme stemmen das Spiel problemlos. Um ganz sicher zu gehen, sollte man vor dem Erwerb aber die Systemanforderungen auf unserer Box durchgehen. Für den Multiplayer-Modus sollte man aber eine Breitbandverbindung haben.

Men of War: Vietnam war der bislang einzige Ableger der Serie, der nicht im zweiten Weltkrieg spielte. Wie sehen die Pläne für ein Men of War an modernen Schauplätzen aus?
Hierzu kann ich momentan keine Auskunft geben. Ich empfehle immer mal wieder Ausschau zu halten. Aber ich könnte mir gut ein Men of War 2 vorstellen. Zu welcher Zeit es spielen wird? Wer weiß… ;)

Vielen Dank!
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Erste Eindrücke aus der Vorbesteller-Beta

Die Aussage, dass auch im Singleplayer-Modus Spaß auf den Spieler wartet, wurde natürlich direkt überprüft. Zwar versagten meine Heroen nach zwei Stunden Intensivgeballer in Schützengräben und Krähennestern zum Schluss der Mission kläglich, weil der zunächst bravourös eingenommene Stützpunkt nicht gegen den Feind gehalten werden konnte. Trotzdem machte das Spiel Eindruck, und verblüffte mit einem Detailreichtum, den man bei einem Echtzeitstrategiespiel so nicht erwarten würde.

Jeder Soldat hat sein eigenes Inventar, in welchem er Waffen, Munition, und Spezialgegenstände herumschleppt. Die verschiedenen Klassen – z.B. Medic, Panzerfahrer, AT Infanterie, normale Infanterie, Squad Leader – haben alle verschiedene Ausrüstungssets. Leider bleibt das UI trotz Überarbeitung gewöhnungsbedürftig – bis ich die Option für das Heilen gefallener Kameraden beim Medic gefunden hatte, war bereits die Hälfte meines Squads im Staub verblutet.

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Auf Basisbau und Ressourcensammeln wurde beinahe komplett verzichtet. Neue Kämpfer lassen sich per Nachschubtaste herbeirufen, eingenommene Kontrollpunkte lösen Abwürfe von Munitionskisten aus. Im Multiplayer sammelt man Nachschubpunkte, und tauscht diese dann gegen Infanterieeinheiten, MG-Schützen, Panzer, oder Transportfahrzeuge ein.

Die Soldaten lassen sich einzeln oder als Gruppe anwählen und werden vom Spiel per Knopfdruck automatisch in die (mehr oder weniger) passendste Deckungsposition gestellt, verschanzen sich also beispielsweise hinter Sandsäcken oder kriechen in einen Schützengraben. Dabei sind Deckung und Position aller Einheiten immens wichtig, so konnte ich einen Engpass mit nur vier Leuten gute fünf Minuten gegen eine Horde von Gegnern halten, weil die keinen Platz zum Flankieren hatten und immer direkt ins MG Feuer rennen mussten.

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Insgesamt ist das ein Spiel für echte Strategen – wer einfach „Angreifen“ klickt, wird seinen Soldaten nach zwei Minuten Kugelhagel beim Ausbluten zusehen. Erfolgreiche Kämpfer müssen sich in der Deckung vorarbeiten, den Kerl mit der Granate auswählen, der erhöht positionierte Panzer gibt Feuerschutz, und erst dann kann der Angriff losgehen. Fast alles an der Umgebung ist komplett zerstörbar, so walzt eure Artillerie gerne mal ein paar Bäume platt, Wände stürzen unter genügend Beschuss ein, und die eben noch so günstige Stellung wird plötzlich zur Todeszone.

Wer keine Lust mehr auf Rush-und-Zerg-Taktik á la Starcraft hat, der sollte Assault Squad 2 auf jeden Fall eine Chance geben. Spätestens in den Multiplayer-Gefechten wird das Spiel recht schwierig, und man sollte ein wenig Zeit mitbringen, um sich in die verschiedenen Arten von Einheiten, sowie die Unterschiede in der Bewaffnung einzulesen.

Die deutsche Box-Version von Men of War: Assault Squad 2 erscheint am 20.03.2014 bei Peter Games und kostet €29,99. In der digitalen Version ist das Spiel auf Steam für €23,99 erhältlich.

[Men of War: Assault Squad 2, Peter Games] / (Alle Bilder: Peter Games)

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