Test: Booncase – Die Tablet-Hülle mit integriertem Sitzkissen

booncase_01

So schön Tablets auch sind, sie haben einen Nachteil: Auf der Couch zurückgelehnt braucht man immer eine Hand, um das Gerät festzuhalten. Das freihändige Balancieren auf dem Knie klappt eher schlecht. Genau hier setzt das Booncase von Reboon an. Das Booncase fixiert das Tablet in angewinkelter Position auf dem Knie. Warum das Case trotz toller Idee dennoch einige Schwächen zeigt, erfährst du im Test des Booncase von Reboon.

Die Funktionsweise des Booncase ist simpel. So muss zuerst ein so genannter Boon auf die Rückseite geklebt werden. Dieser etwa iPhone-große Aufkleber sitzt fest auf unserem Test-iPad der dritten Generation, kann aber dennoch rückstandslos entfernt werden, um ihn zum Beispiel auf ein anderes Tablet zu kleben.

Die Vorderseite des Boon ist vollständig mit den vom Klettverschluss bekannten flexiblem Widerhäkchen bedeckt. Dieses System hat den Vorteil, dass sich jedes beliebige Tablet bis zu einer Maximalgröße eines 10 Zoll iPads mit dem Booncase kombinieren lässt. Wir raten jedoch davon ab, Tablets mit weniger als 8 Zoll zu verwenden – hier wirkt das Booncase doch deutlich überdimensioniert.

booncase_04

Booncase – Die Hülle mit Pfiff

Dank des Klettverschlussaufklebers hält das Tablet fest in der Schutzhülle. Zugeklappt fängt das Booncase zuverlässig leichte Schläge ab – so kann das Tablet bedenkenlos in den Rucksack geschmissen werden. Aufgeklappt erlaubt es eine flexible Justierung per Klettverschluss den Neigungswinkel des Tablets frei zu wählen. Der Clou ist aber das im aufgeklappten Zustand unten befindliche, knapp zwei Zentimeter dicke Kissen. denn durch leichtes vor und zurück schieben auf dem Knie legt es sich sanft um Wölbungen und verhindert dadurch, dass das Tablet nach links oder rechts kippt.

booncase_05

Aufpassen muss man natürlich immer noch – ein Rempler und das Tablet fliegt ungeschützt dem Abgrund entgegen. Trotzdem: Das Balancieren auf dem Knie wird vielen Gefallen, hebt es doch das klassische Couchsurfen auf eine neue Komfortstufe. Das funktioniert übrigens nicht nur auf dem Knie, sondern auch auf Sessellehnen oder dem Badewannenrand. Mit einem Extra-Boon kann das Tablet auch im Auto und sogar an einer Wand befestigt werden, siehe Bild unten.

booncase_03

Wer sich für das Booncase entscheidet, zahlt derzeit direkt bei Reboon stolze 60 Euro. Dafür kommt das Booncase in einer schicken Verpackung und wiegt nur 270 Gramm. Das Booncase kennt übrigens keine Magnetverriegelung, wie wir es von anderen (iPad-)Hüllen fast schon gewohnt sind. Allerdings ist dies durch den universellen Ansatz des Booncase auch sehr verständlich. Schließlich will das Booncase nicht nur mit dem iPad, sondern mit allen Tablets funktionieren.

boonbag_02

Fazit

Mit dem Booncase macht das Couchsurfen gleich doppelt Spaß! Endlich gibt es eine Möglichkeit, das Tablet komfortabel beim Couchlümmeln zu nutzen. Perfekt ist das Booncase von Reboon dennoch nicht. Am meisten störte uns, dass es an der dicksten Stelle mit einem iPad fast 3,5 Zentimeter misst – das ist zu viel! Über den etwas biederen Look und die schmutzanfällige Materialwahl kann man dagegen hinwegschauen. Trotzdem: Wer sich öfter mal damit abmüht, sein Tablet auf dem Knie zu balancieren, sollte sich das Booncase ganz genau anschauen.

 

gizrank 35 Sterne

plusplus fixiert Tablet auf dem Knie

plus funktioniert mit allen Tablets

plus kennt viele Einsatzszenarien

minus Hülle trägt viel zu sehr auf

minus fleckenanfällige Oberfläche

minus kein Magnet-Lock

minus für kleine Tablets ist das Booncase zu groß

 

 

Tags :

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising