Zu wenig Stromtankstellen: Elektroautos geht der Strom aus

(Bild: Tesla)

Fehlende politische Vorgaben behindern nach Ansicht der Industrie den Start der Elektromobilität in Deutschland. Besonders fehlende Stromtankstellen erweisen sich als Hemmschuh. Und so gibt es ein Henne-Ei-Problem.

Die Energieversorger sehen derzeit kein Geschäftsmodell beim Betrieb von Ladesäulen, ebenso wenig die Autobauer. “Bei niedrigen Fahrzeugbeständen kosten öffentliche Ladesäulen Geld”, sagte Henning Kagermann dem Handelsblatt. “Doch ohne sie kommen die Verkäufe nicht in Schwung.” Kagermann führt die “Nationale Plattform Elektromobilität” (NPE). Bis zum Herbst 2014 will die NPE eine Lösung erarbeiten. Der Bedarf ist riesig: Bei einer Million Fahrzeugen wären 70.000 Ladestellen nötig, private wie öffentliche.

“Wir warten seit drei Jahren darauf, dass die Politik Antworten gibt”, klagen Manager aus der Autoindustrie. Das Ziel von Bundesregierung und Autoindustrie, im Jahr 2020 eine Million elektrobetriebene Autos auf Deutschlands Straßen rollen zu lassen, rücke dadurch in weite Ferne.

Doch auch die Industrie muss nachlegen. “Enttäuschend ist die bisher angebotene Modellpalette”, sagte Stefan Hinz, Umweltbeauftragter des Logistikers Hermes, dem Handelsblatt. In der Klasse von Mercedes Sprinter oder Volkswagen Crafter gebe es noch keine Alternativen. “Wir transportieren Volumengut und brauchen große Raumflächen”. so der Hermes-Manager.

Der Absatz von Strommodellen bleibt marginal. “Die Verkäufe bewegen sich auf niedrigem Niveau oder brechen nach kurzer Zeit ein”, sagte Branchenkenner Ferdinand Dudenhöffer, Chef des Center Automotive Research (CAR). Dudenhöffer geht davon aus, “dass das Jahr 2014 mit prognostizierten 11.000 Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland das Spitzenjahr werden wird und im Jahr 2015 die Zulassungen bereits zurückgehen”. “Dem Elektroauto geht der Strom aus”, befürchtet der CAR-Chef.

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    1. Die machen es mehr oder weniger vor…. die Preise sind jedoch jenseits von gut und böse… 85.000 Euro? Hab ich nicht über. Außerdem werden 2/3 der Neuwagen von Unternehmen gekauft und die setzen eher auf sparsame Diesel… wegen der Verfügbarkeit.

      1. Dann würde ich dir mal raten dich ein wenig mehr über Tesla zu informieren, neben der geplanten Batteriefabrik (Herstellungskosten werden bis 30% reduziert) wird es ab 2015 einen Mittelklasse Wagen geben mit bis zu 400km (bei auktueller Akku Technik) reichweite, ab 30000€. Und das ist auch des Fuhrparks Lieblings Autokategorie (BMW 3er, MB C-Klasse, VW Passat, Audi A4, usw.).

      2. Wirklich wegen der Verfügbarkeit? Nicht wegen der geringen Reichweite von Elektroautos die sich seit knapp 100 Jahren nicht wirklich verbessert hat?

  1. Finde es auch komisch, das gerade ein Tesla als Bild gezeigt wird.

    Tesla hat die Tage bestätigt, das dieses Jahr in Deutschland noch 40 Supercharger kommen sollen.

    Das nenne ich mal Ehrgeiz.

    Weiter so TESLA!

  2. immer dieses negativ geblubbere……
    wenn man ein elektrofahrzeug fahren möchte – kann man es bereits tun
    im gegensatz zu normalen fahrzeugen sind folgekosten bei elektrofahrzeugen eher sehr gering – damit armortisieren sich die kosten recht schnell
    wenn man sein fahrzeug “tanken” möchte, kann man es zu hause tun (schuko oder drehstromdose genügt)
    es gibt sehr wohl seit längerem eine gute infrastruktur für “normale” ladestationen (meisst auf privater basis – dann funktionieren die wenigstens auch) und für langstrecken, baut gerade tesla gerade eine einzigartiges netz aus superchargerstationen – das bis ende 2014 fertiggestellt sein soll – ziel: komplettabdeckung europa !!
    auf die “politik” warten ist eher müsig – da tut sich nichts – “willst du etwas bewegen…. mach es selbst !!!”

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