Fotograf schießt 900-Megapixel-Portraits

Robophot

Thematisch haben sich Bilder im Gigapixelbereich bisher eher Städteaufnahmen gewidmet. Der Fotograf Daniel Boschung stellt mit einer immer noch absurd hohen Auflösung von 900 Megapixeln ein viel kleineres Objekt dar: Das menschliche Gesicht.

Boschungs Face Cartographies werden von einem Roboter geschossen, der speziell für die Aufgabe programmiert und mit einer Canon 5D Mark II ausgestattet wurde. Jede 900 Megapixel Gesichtskarte besteht aus 600 individuellen Fotos, für deren Aufnahme insgesamt etwa 30 Minuten stillsitzen nötig sind.

Was offenbart das menschliche Gesicht bei einer Auflösung von 900 Millionen Pixeln? Auf der Robophot-Seite kann man selbst in die Aufnahmen hineinzoomen. [Robophot via ISO 1200 via Pop Photo]

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  1. wer das video mal bei 1:25 pausiert der kann ganz deutlich die limits dieser technik erkennen. nämlich das menschen niemals komplett unbewegliche Ziegelsteine sein können. aus diesem Grunde ist die stitching technik welche man sonst bei landschaftspanoramas oder Gigapixel Produktfotos nutzen würde hier vollkommen ungeeignet. menschen bewegen sich immer. vorrausgesetzt sie sind nicht tot und schon hat man fehler im bild die so gravierend sind das die resultate vollkommmen unbrauchbar werden.

    und wer lust hat sich viele stunden hinzusetzten und jeden einzelnen frame so zu verzerren das jeder pixel an dem platz sitzt an den er gehört, der überlegt sich warscheinlich nach wenigen versuchen ob das nicht evtl. doch eine undurchdachte methodik ist.

    1. für die meisten Mitmenschen keine Probleme bei der Aufnahme. Die meisten geben nur vor am Leben zu sein. Sie denken kaum einen eigenen Gedanken, lassen fast alles mit sich machen, reagieren auch auf arglistigste Täuschung mit Starrsinn. Geben keine Widerworte. Und bevor sie sich bewegen, schauen sie immer zuerst, ob ein anderer sich zuerst bewegt. Das kommt so nahe an Totenstarre heran, dass die Aufnahmequalität im Durchschnitt als gesichert betrachtet werden kann.

      1. Frage mich, ob es nicht schneller und einfacher ginge, mit dem Roboter das Gesicht abzutasten, aber Full HD Video aufzunehmen statt unzählige einzelne Fotos. Man bräuchte halt eine Software, die aus der Kamerafahrt ein einziges Bild generiert, aber eventuell wären dann weniger Verzerrungen und Stitchingfehler drin, da man nicht einfach nur 2 Bilder hat, zwischen denen eine Sekunde vergangen ist, sondern 30 Bilder, aus denen man Fehler rausrechnen kann. Ob man dann noch die gleiche Auflösung erreicht, weiß ich nicht, aber eigentlich brauch die ja auch kein Mensch. Grad bei dieser geringen Tiefenschärfe brauch ich ja keine 900 Megapixel, um dann das Bokeh zu bewundern.

  2. Wow! Endlich funktioniert das mal, was CSI und Konsorten schon viele Jahre können. Oder der Blade Runner, wenn sich noch jemand an die Szene erinnert. Ich hatte mich schon immer gefragt, was für eine Auflösung man braucht, damit man wirklich so weit in Bilder zoomen kann.

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