Kinect Sports Rivals – dank 3D-Scan wirst du zur Comic-Figur [Ersteindruck]

Kinect Sports Rivals Wakerace

In Kinect Sports Rivals duellierst du dich mit deinen Freunden in sechs verschiedenen Sportarten. Neben einer präziseren Gestenerkennung beeindruckt vor allem der 3D-Scan, der einen dir nachempfundenen Avatar kreiert. Wir durften das Game für Xbox One anspielen und unser persönliches Comic-Replika erstellen.

Anfangs ist es nur eine Kreatur aus grauen Pixeln, die deine Bewegung nachahmt und ein wenig an William Baker, den Sandman aus Spider-Man, erinnert. Dann scannen die drei Sensoren der Kinect zuerst deinen Körper und anschließend dein Gesicht. Noch zwei manuelle Eingaben bezüglich Geschlecht und groben Alters, schon siehst du ein Abbild deiner selbst als Comic-Figur im Bildschirm. Großartig! Mittels Feinschliff ändert man nach der Geburt seines eigenen digitalen Champions noch ein paar Parameter. In meinem Fall verdunkle ich Haar- und Hautfarbe, verpasse mir eine schrille Frisur und einen athletischen Körper. Ich möchte, dass mein Alter Ego schließlich fesch aussieht, wenn ich ihn durch die Disziplinen steuer.

Bevor es gleich los geht mit den eigentlichen Spielen von Kinect Sports Rivals darf ich noch ein Team für meinen Avatar wählen. Zur Auswahl stehen die Raufbolde vom Wolf Clan, die stolze Eagle Legion und das rücksichtslose Viper Network. Jedes Team hat bei den einzelnen Sportarten seine eigenen, den Eigenschaften entsprechenden Vorzüge. Ich entscheide mich für den mutigen Wolf Clan.

Kinect Sport Rivals – Wake Race

Zu Beginn testen wir das Wake Race. Dabei düst man in einem flotten Jetski-Rennen durch ein buntes, verlassenes Hafengelände und über das offene Meer. Wechselnde Gezeiten und Wetterumschwünge sorgen für ausreichend Abwechslung. Außerdem machen Sprungschanzen und Geschwindigkeitsschübe, die ich mit der Trittbewegung eines Beines aktivieren kann, den rasanten Wellenritt zu einem tollen Erlebnis. Gelenkt und beschleunigt wird selbstverständlich mit den Händen.

Bowling und Tennis

Altbekannte Spiele wie Bowling oder Tennis sind dank der verbesserten Gestenerkennung noch näher an der Realität. Die Kinect-Sensoren erkennen kleinste Bewegungen deines Handgelenks und vergrößern dadurch zum Beispiel beim Tennis die Möglichkeiten dem Ball Spin zu verleihen. Selber laufen musst du beim Tennis aber nicht.

Roadshow Tennis

Fußball

Fußball wurde in Kinect Sports Rivals deutlich verändert. Der Spieler soll nun möglichst schnell über zwei, drei einfache Passwege in den Strafraum gelangen, um dann im Eins gegen Eins den Torwart zu überwinden. Ganz einfach war das nicht, denn die meisten unserer Schüsse landeten schlichtweg in der Mitte und der Torhüter konnte gar nicht anders, als die Bälle abzuwehren. Man fühlte sich leider eher wie die steife Figur eines Kickerkastens.

Roadshow Soccer

Klettern

Die größte Überraschung bei den Spielen in Kinect Sports Rivals ist Klettern. Die waghalsigen Duelle an steilen Kletterparcours im Hafen oder dem traumhaft schönen Wald machen wirklich Spaß. Mehrere Personen klettern gleichzeitig in die Höhe – gewonnen hat natürlich wer zuerst die Plattform erreicht. Als geschickter Spieler versuchst du aber nicht nur schnellstmöglich nach oben zu klettern und gelegentlich mit Sprüngen den Vorsprung zu vergrößern, sondern packst deinen Kontrahenten am Bein und ziehst ihn gen Abgrund. Dann fliegt der Gegner erst einmal ein paar Sekunden nach unten, bis er wieder an alter Stelle an der Kletterwand erscheint.

Zielschießen

Beim Schießen formst du mit deiner Hand eine Pistole und zielst auf schwebende Zielscheiben. Bestimmte Reihenfolgen bringen dir dabei manchmal mehr Punkte. Gelegentlich verlieren die Zielscheiben nach zu langem Zögern ihren Wert. Insgesamt ist die Disziplin Schießen aber etwas zu langweilig, weil man nicht mal selbst abdrückt.

Roadshow Shooting

Dank sogenannter Power-Ups, die in jeder Disziplin nach dem Sammeln oder Erreichen spezifischer Gegenstände genutzt werden können, bist du selbst kurz vor dem Ende selten davor gefeit, noch einmal eingeholt zu werden. Die individuellen Hilfen können nach Belieben gewählt werden und dann, sobald man sie im Spiel einsetzen darf, dem Spieler den nötigen Schub geben.

Grafik

Die detaillierte, bunte Grafik und die fantastischen Spielorte machen Kinect Sports Rivals nicht nur zu einem Vergnügen für die eingerosteten Arme und Beine, sondern auch für die Augen. Wer beim ein oder anderen Event die Gelegenheit hat, einen Blick auf die Tribüne zu werfen, der kann sogar seine Freunde sehen, sofern diese ihre Avatare in die Cloud geladen haben. Jeder Charakter, den man in Kinect Sports Rivals zu Gesicht bekommt, ist das Abbild eines realen Menschen, der sich bereits scannen ließ. Bereits gescannte und in die Cloud geladene Spieler können überall auf der Welt erkannt und eingesetzt werden. Das Laden in die Cloud ist übrigens nicht verpflichtend.

Wer hats erfunden?

Nick Burton und Harry Robinson. Den beiden zufolge entwickelten sie das zur Zeit mit Abstand fortschrittlichste System zur Erfassung menschlichen Aussehens. Der Gesichtsscan ermittelt an 1.400 Punkten Abweichungen von der durchschnittlichen Gesichtsform eines Menschen und ermöglicht dadurch tolle Ergebnisse im Nachbilden von Spielern. Allerdings sind Späße wie das Tragen einer Schweinemaske beim Scan dadurch nicht möglich. Die Hersteller Burton und Robinson sind solchen Ideen für die Zukunft aber durchaus zugetan. Das aktuelle System zur Erfassung des menschlichen Aussehens könnte laut den beiden Entwicklern des britischen Studios Rare zunächst auch bei anderen Spielen der Xbox One zum Einsatz kommen.

Das Programm ist lernfähig und erkennt Muster in deinen Bewegungen. Wer viel trainiert wird auch seine Fähigkeiten in Kinect Sports Rivals verbessern. Für die Unterschiede zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen sind Kleinigkeiten ausschlaggebend. Das gibt den Zockern, die nicht nur gelegentlich mit Freunden einen Kran hinaufklettern wollen, die Möglichkeit sich intensiver mit Kinect Sports Rivals zu beschäftigen und den eigenen Highscore nach und nach zu verbessern. Online kann man sich schließlich jederzeit auf Ranking-Listen vergleichen und bei genügend verdientem Spielgeld auch neue Waffen, Neoprenanzüge und vieles mehr für seinen Avatar kaufen.

Ein paar witzige Extras konnten sich die Entwickler natürlich nicht verkneifen. So bemerkt Kinect zum Beispiel wenn sich ein Spieler die Ohren zuhält und regelt die Lautstärke automatisch runter.

Ersteindruck

Wer bereits eine Xbox One besitzt wird mit Kinect Sports Rivals einem Abend mit Freunden die ganz besondere Note erteilen können. Zum großen Durchbruch für Kinect führt Kinect Sports Rivals unserer Meinung nach aber nicht. Dafür muss die Technik weiter verbessert werden, um auch bei Spielen mit anspruchsvollerem Gameplay eingesetzt werden zu können. Trotzdem: Uns hat Kinect Sports Rivals beim Anspielen sehr viel Spaß gemacht!

Am 11. April 2014 soll Kinect Sports Rivals in Europa erscheinen.

[Bilder und Videos: Edelman, YouTube]

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