Google Chromecast: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Chromecast Review

Am 19. März warf Google mit Chromecast seinen Streaming-Media-Adapter auf europäische Märkte. Der Stick soll endlich den Durchbruch des Smart TV bringen. Aber was kann Google Chromecast wirklich? Wir haben für dich alle wichtigen Pros und Cons vereint.

Acht Monate nach dem Verkaufsstart in den USA ist Google Chromecast auch in Deutschland und einigen weiteren europäischen Ländern erhältlich. Erster, ins Auge stechender Vorteil:

plusNiedriger Preis

Google Chromecast ist günstig! Mit einem Verkaufswert von 35 Euro auf amazon.de unterbietet er AppleTV fast um das Dreifache.

 

plusHandliche Größe

Das rund fünf Zentimeter lange Gerät sieht aus wie ein gewöhnlicher USB-Stick, allerdings mit einem HDMI-Anschluss. Der Stick besitzt einen Prozessor, wiegt laut amazon.de lediglich 34 Gramm und wird zur Stromversorgung entweder über USB an den Fernseher, oder an die Steckdose angeschlossen. Die Box für Apple TV ist laut amazon.de mit 9,8 mal 9,8 Zentimeter und 2,3 Zentimeter Höhe vergleichsweise sperrig.

 

plusEinfache Installation

Chromecast und Stromzufuhr einstecken. Fernseher auf HDMI stellen. Schon werden Links angezeigt, über die man die entsprechenden Apps für Tablet oder Smartphone, beziehungsweise die Software für Laptop oder Computer installiert. Nach wenigen Minuten ist alles erledigt. Man teilt den Geräten noch das WLAN-Netzwerk samt Schlüssel mit, wartet bei seinem Computer das Software-Update samt Neustart ab und hat von nun an sofort die Möglichkeit beim Abspielen seiner Medien auf ein Symbol zu klicken, das die Inhalte binnen einer Sekunde am Fernseher anzeigt.

 

plusCloud-Übertragung

Google Chromecast überträgt Videos, Musik und Bilder ausschließlich über die Cloud. Smartphone oder Tablet sind darum während der Nutzung von Google Chromecast voll funktionsfähig. Während dem Stream kann man laut Gizmodo.com also unabhängig im Internet surfen oder bereits die nächsten Songs und Videos in die Playlist einfügen. Eine Übertragungsrate von etwa drei MBit pro Sekunde sollte man für Filme in High Definition aber schon parat haben. Dann erscheint das Video schon nach einer Sekunde am Fernseher und läuft dort reibungslos.

Quelle: google.de

Quelle: google.de

 

minusOhne WLAN geht nichts

Das mobile Endgerät schickt via WLAN nur die Befehle an den Chromecast. Der wiederum zieht anhand der Befehle die gewünschten Daten in bestmöglicher Qualität aus einer Cloud.

 

minusAlles muss ins Netz

Bei Youtube-Videos ist das natürlich kein Problem. Sobald man aber private Inhalte sehen möchte müssen diese in der Cloud sein. Apple TV funktioniert hier deutlich reibungsloser. Die Daten werden direkt, ohne vorherige Cloud-Speicherung, zum Fernseher übertragen.

 

minusZusätzliche Apps

Wer seine Medien nicht hochladen möchte, kann Apps von Drittanbietern nutzen. Diese sind allerdings fast ausschließlich kostenpflichtig und bewegen sich im Anschaffungspreis zwischen zwei und vier Euro.
[Via chip.de, play.google.com]

 

Quelle: google.de

Quelle: google.de

 

plus  Der Tab Cast

Tab Cast ermöglicht das direkte Übertragen der Browser-Inhalte von Google Chrome. Wahlweise lassen sich hier auch nur einzelne Tabs übertragen, während man in anderen noch aktiv ist.
Die Browser-Inhalte werden nicht in eine Cloud geladen, sondern direkt im WLAN-Netzwerk übertragen. So lassen sich mit einem Trick auch manche Uploads in die Cloud umgehen. Wie Steven J. Vaughan-Nichols von ZDNet.com schreibt, kannst du mit „Strg+O“ in Google Chrome die Videoformate AVI, MP4, M4V, MPEG, OGV und WEBM abspielen. Flash-Videos unterstützt Chromecast nicht, deren MP4-Inhalte kann Chromecast aber verwertbar machen.

 

minus  Funktionslücken in der Browserübertragung

Tab Cast funktioniert (noch) nicht bei mobilen Geräten. Die Inhalte aus dem Browser Google Chrome werden nur von Desktop-Computern übertragen und selbst hier fehlt die Unterstützung diverser Plugins, zum Beispiel Silverlight oder Amazon Prime Instant Video. Außerdem kann die Video-Qualität nicht mehr in Full-HD (1080p), sondern „nur“ noch in HD (720p) übertragen werden.

 

plusVerwendung des mobilen Gerätes

Smartphone oder Tablet können auch als klassische Fernbedienung für Google Chromecast verwendet werden. Wenn sich der Bildschirm des mobilen Gerätes oder des Laptops bei Nichtbenutzung abschaltet wird der Fernseher das Video trotzdem bis zum Ende vorführen.

Quelle: google.de

Quelle: google.de

 

 

plusAkku-Schonung beim Mobilgerät

Weil die Inhalte nicht vom Smartphone oder Tablet an Google Chromecast gestreamt, sondern nur Steuerbefehle übermittelt werden, wird der Akku des entsprechenden Mobilgerätes nur marginal beansprucht.

Quelle: Shutterstock

Quelle: Shutterstock

 

plusDie Vielseitigkeit

Der Chromecast macht´s sogar mit Apple-Produkten. Er unterstützt neben Android (ab 2.3) und Chromebook auch PC (ab Windows 7), Mac OS (ab 10.6) und iOS (ab 6.0).

 

plus Wichtige Unterstützer

Watchever und Vevo, eine Musikvideo-Plattform, sind schon mit an Bord. Maxdome soll in Kürze folgen und Vimeo arbeitet daran. YouTube, Google Play Movies und Google Play Music sind selbstverständlich auch über Chromecast abrufbar. Tausende Apps (übrigens auch Spiele) werden derzeit entwickelt. Je mehr es werden, desto wertvoller kann das Angebot von Google Chromecast werden. Hier eine Übersicht.

 

minusHarte Konkurrenz

Auch wenn Entwickler für die SDK nur fünf Euro zahlen müssen, um ihre Apps für Google Chromecast erreichbar zu machen, nicht alle werden ihre Apps für Chromecast optimieren. Amazons Filmbibliothek darf man beispielsweise nicht bei den Unterstützern erwarten, schließlich soll der Online-Händler aller Voraussicht nach bereits in wenigen Wochen einen eigenen Streaming-Stick auf den Markt bringen, der Amazon Prime Instant Video unterstützt.

Phillips stellt Monitor mit Miracast-Unterstützung vor.

Quelle: Shutterstock

Quelle: Shutterstock

 

plusSmartes Fernsehen

Mit einem oder zwei Klicks lässt sich alles organisieren. Den Film am Fernseher stoppen und an der selben Stelle am Tablet weitersehen – alle Medien sind unabhängig vom Gerät. Was viele Fernseher-Hersteller in den letzten Jahren vergeblich versucht hatten zu etablieren, scheint erst jetzt so wirklich smart und einfach zu werden.

Auswertung

plus

plus

plus

plus

plus

plus

plus

plus

plus

plus

 

minus

minus

minus

minus

minus

 

Fazit:

Chromecast passt in Googles Gesamtkonzept, das auf gewöhnliche Nutzung von gewöhnlichen Inhalten abzieht. Also auf die Mehrheit. Der Fernseher kann endlich ganz einfach zum Abspielgerät aller Inhalte werden, die im Netz verfügbar sind. Ein paar Funktionslücken werden hoffentlich in Kürze von Google beseitigt.

Allerdings hängt der Erfolg von Chromecast noch von der Akzeptanz der Endkunden und Entwickler ab. Sollten nicht viele Apps achkommen oder alle privaten Medien in der Cloud gespeichert werden, ist Chromecast doch noch recht limitiert.

Wer seinen Geräten aber anspruchsvollere Aufgaben zumuten möchten und gerne seine Spiele oder Arbeits-Programme vom Computer auf den Fernseher übertragen möchte, für den ist Google Chromecast keine Lösung.

Tags :
  1. Habe mir gestern Chromecast geliefert. Bedienung ist toll – was aber niemand so direkt schreibt:

    Fürs Iphone und Ipad gibt es kaum funktionierende Apps. Das System ist dann doch eigentlich für Android ausgelegt.

    Eigentlich Schade, wenn man bedenkt, dass es AppleTV Konkurrenz machen soll.

  2. „Wer seine Medien nicht hochladen möchte, kann Apps von Drittanbietern nutzen. Diese sind allerdings kostenpflichtig und bewegen sich im Anschaffungspreis zwischen zwei und vier Euro.“

    So ein Quatsch. BubbleUpnp beispielsweise ist kostenlos und funktioniert hervorragend..

    1. Vielen Dank Väth. Bei BubbleUPnP gibt´s neben der Vollversion für 3,49 Euro auch ne kostenfreie Testversion. Da hast du Recht.
      @Sonari. Bei AllCast können ohne die kostenpflichtige Premium-Version Bilder und Videos nur eine Minute lang übertragen werden.

  3. Chromecast kann auch direkt vom Laptop/PC auf den TV streamen.
    Entweder über das spiegeln des Desktops über Chrome ODER noch flüssiger: Film im richtigen Format in Chrome ziehen, und dort abspielen lassen. Dann nur noch auf Cast klicken und fertig!

  4. Ich habe mir den Chromcast bei uns im MM geklauft für 35€ ,klappt alles wunderbar Maxdome/Youtube usw.,nur leider hat Watchever momentan ein Problem was besagt, das man ein Videokabel angeschlossen hat und man dieses trennen soll.

    Bisher gabs für diese App und dieses Problem noch kein neueres erscheindes Update seitens Watchever und somit muß man erstmal drauf verzichten.

    Das Fazit trifft aber im Großen und Ganzen zu ,wer Watchever nutzt ,sowie Maxdome und Youtube und sein alten TV ein bisschen mit dem Chromcast aufpeppen will (smarter machen will ) ,für den ist es sicher eine gute Anschaffung.

    Kostenlose Apps für Chromcast sind in mom.noch nicht so viele vorhanden und auf Amazon Instant Video braucht man wohl nicht zu hoffen ,das dieses für Google Chromcast erscheint,da Amazon hier sein eigenes Produkt rausbringt für,bleibt also nur drauf zu hoffen, das die Entwickler noch noch einige sinnvolle Apps für Chromcast entwickeln.

    Vielen Dank trotzdem für diesen Bericht.

    MfG

  5. HM ich habe mir auch Googlechromcast gekauft, leider habe ich kein WLAN. Giebts da keine Möglichkeit mit meinem Smartphone ins Internet zu kommen. Mit meinem Smartphone komme ich ins Internet. Wer kann dazu was beitragen.Danke!

  6. HM ich habe mir auch Googlechromcast gekauft leider habe ich kein WLAN. Giebts da keine Möglichkeit mit meinem Smartphone ins Internet zu kommen. Mit meinem Smartphone komme ich ins Internet. Wer kann dazu was beitragen.Danke!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising