Gigantische Weltraumkanone rostet auf Barbados vor sich hin

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Das Project HARP (High Altitude Research Project) sollte eine Kanone hervorbringen, die Gerätschaften in ein Erdorbit schießen kann. Die Kanone wurde zwar gebaut, aber ihre Ziele erreichte sie nie.

Die Entwicklung von HARP entstand aus einer Kooperation von den USA und Kanada. Dabei sollte mit Hilfe einer ballistischen Kanone Objekte in die obere Atmosphäre geschossen – oder besser gesagt irgendwann sogar Satelliten aussetzt werden. Das Projekt wurde von Gerald Bull geleitet. Der Militärforscher hatte sein Leben extrem großen Kanonen gewidmet. Die Testinstallation in der Nähe des Flughafens von Barbados steht heute noch. 1962 wurde sie in Betrieb genommen.

Die Kanone ist die Weiterentwicklung eines 50er Marinegeschützes, wie es zur damaligen Zeit noch auf Kriegsschiffen verwendet wurde. Die Bohrung wurde auf ein 100er Kaliber verdoppelt. Für militärische Anwendungen ist das sinnlos, aber für Kleinsatelliten erhoffe man sich damals einen großen Vorteil.

Dummerweise schaffte es die Kanone auf Barbados niemals, ein Objekt in das Orbit zu schießen. Die Anziehungskraft der Erde ist zu groß, die Fluchtgeschwindigkeit wurde nicht erreicht. Mitte der 60er Jahre wurde das HARP Projekt deshalb auch eingestellt. Bull hatte seinen Traum jedoch nicht aufgegeben und begab sich ausgerechnet in die Dienste von Saddam Hussein, um eine ähnlich große Kanone zu bauen. Bull wurde 1990 auf ungeklärte Weise ermordet.

Im Rahmen des Project HARP wurden noch zwei weitere Kanonen gebaut, doch das einzige überlebende Objekt steht auf der Karibikinsel.

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Fotos: Wikipedia Public Domain , Wikipedia, PD-USGOV-MILITARY

[Via gizmodo.com]

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    1. Ach PS: Es wäre ja interessant gewesen warum die Kanone nicht funktioniert hat? Oder vielleicht ein Link zu deratigen Informationen? (Dieser Text darf gerne mit dem Einzeiler darüber kombiniert werden).

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