Preisausschreiben um Künstliche Intelligenz

AI-XPrize

Die gemeinnützige XPrize Foundation möchte das Publikum einer TED-Konferenz von einer Künstlichen Intelligenz zu "standing ovations" treiben. Das Preisausschreiben hat natürlich weitaus mehr im Sinn als nur kurzweilige Unterhaltung.

TED-Kurator Chris Anderson lobte zum Ausklang der TED 2014 zusammen mit dem Chef der XPrize Foundation, Peter Diamandis, den A.I. XPrize aus. A.I. steht hierbei für Artificial Intelligence, gleichzusetzen mit K.I., Künstlicher Intelligenz.
Den Preis erhält die erste Künstliche Intelligenz, die bei einem TED-Talk “auf die Bühne geht oder rollt” und eine so beeindrucke Rede hält, dass sie vom Auditorium mit “standing ovations” gefeiert wird. Genaueres ließen Anderson und Diamandis noch nicht verlauten, allerdings soll das Publikum des geplanten TED-Talks die Regeln konkretisieren.

Peter Diamandis, Chris Anderson (von links), Foto: Ryan Lash / ted.com

Peter Diamandis, Chris Anderson (von links), Foto: Ryan Lash / ted.com


Ein erster Vorschlag
ist bereits online einsehbar. Ihm zufolge könnte eine Jury 100 verschiedene Themen küren, aus denen entweder der Zufall oder das Publikum der TED-Konferenz eines auswählt. Anschließend werden der Künstlichen Intelligenz 30 Minuten Vorbereitung gewährt, um dann drei Minuten lang über das Thema zu referieren. Chris Anderson soll der K.I. daraufhin zwei Fragen stellen, die es zu beantworten gilt. Ausgewählte Experten werden dann beurteilen, was die Künstliche Intelligenz zu sagen hatte. Diese Prozedur könnte jährlich auf der TED-Konferenz wiederholt werden. So lange, bis eine Künstliche Intelligenz irgendwann ein ausreichendes Maß an Kreativität erreicht, um mit seinem Vortrag das TED-Publikum zu stehenden Ovationen zu treiben.

Wer Teil des Publikums einer solchen TED-Konferenz sein möchte muss sich bewerben und bei Erfolg zwischen 4.000 und 25.000 US-Dollar für eine Karte zahlen. Ausgewählte Fachleute unterschiedlichster Gebiete tun auf den TED-Konferenzen und ihren diversen Ablegern ihre Ideen kund und versuchen damit unter anderem Entwicklungen in Wissenschaften und Technologien voranzutreiben. Der nun ausgelobte A.I. XPrize hat demzufolge zum Ziel die Bemühungen privater Konzerne auf das Entwickeln Künstlicher Intelligenz zu konzentrieren. Unternehmen wie Google oder Facebook sind diesbezüglich bereits am Forschen und Arbeiten. Ihr großes Ziel ist aber sicher nicht (nur) der Gewinn des A.I. XPrize, oder eine Verbesserung unserer Lebensumstände, sondern die Erhöhung von Kapital und Einfluss.

Wie hoch das Preisgeld für den Gewinner sein wird ist indes noch nicht bekannt. Bislang erfolgreiche XPrize-Aufgaben wurden mit sechs- und siebenstelligen Dollarsummen vergütet. Die Künstliche Intelligenz, die irgendwann den A.I. XPrize abräumen wird, hat dann auch gute Chancen auf die Silber- oder Goldmedaille des Loebner-Preises. Der seit 1991 festgeschriebene Preis sucht nach einer Künstlichen Intelligenz, die dem Turing-Test über 25 Minuten Stand hält. Dieser soll ermitteln, ob eine Maschine ein Denkvermögen besitzt, das gleichwertig mit dem eines Menschen ist.

Bleibt abzuwarten, was Künstliche Intelligenz in Zukunft alles kann. Vielleicht setzen manche Fernsehsender ja schon in wenigen Jahren neue Moderatoren ein.

[Via heise.de, Quelle: XPrize, Wikipedia, Bildquelle: Shutterstock]

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