Bericht: NSA speicherte angeblich mehr als 300 Berichte über Merkel

(Bild: DerHexer/ Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International)

Die NSA hat über Bundeskanzlerin Angela Merkel mehr als 300 Berichte gespeichert, die in einer besonderen Datenbank für Staats- und Regierungschefs erfasst waren. Das geht aus einem NSA-Dokument aus dem Archiv des ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiters Edward Snowden hervor, das das Magazin Der Spiegel einsehen konnte.

Dem Bericht des Spiegels nach tauchte der Name von Bundeskanzlerin Merkel in einer NSA-Liste von hochrangigen Zielen auf, in der offenbar 122 Staatschefs aufgeführt waren, über die die NSA im Mai 2009 Informationen sammelte. Zwölf Namen werden exemplarisch aufgelistet, darunter der von Merkel. Die Liste beginnt bei “A” wie Abdullah Badawi, dem gerade zurückgetretenen malaysischen Premierminister, und führte die Präsidenten von Peru, Somalia, Guatemala, Kolumbien ebenso auf wie den Weißrussen Alexander Lukaschenko. Der letzte Name auf der Liste, Nummer 122, ist Julija Timoschenko, die damals noch ukrainische Premierministerin war.

Die Staatschefs sind alphabetisch geordnet, nach Vornamen. Merkel ist unter “A” an Position 9 geführt, hinter dem damaligen malischen Präsidenten Amadou Toumani Touré und vor dem syrischen Diktator Baschar al-Assad. Als durchsuchbare Quelle wird in dem Dokument unter anderem die SigInt-Datenbank “Marina” genannt, die abgeschöpfte Kommunikationsmetadaten aus aller Welt enthält. SigInt steht für Signal Intelligence und bezeichnet die Fernmeldeaufklärung und die elektronische Aufklärung von Zielen.

Die Datenbank diene dazu, “über Zielpersonen Informationen zu finden, die sonst schwer aufzufinden seien”, schreibt der Spiegel. . Das Dokument soll nach Ansicht des Nachrichtenmagazins belegen, dass die Kanzlerin offiziell als Spionageziel erfasst war und die NSA über sie nachrichtendienstliche Erkenntnisse sammelte. Damit könnte es ein wichtiges Beweisstück für die Bundesanwaltschaft sein, die in den kommenden Tagen entscheiden will, ob sie ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Spionage einleitet.

Indizien dafür liefert auch ein Bericht der Abteilung “Special Sources Operations” vom März 2013, jener Abteilung, die unter anderem für den Zugang der NSA zu den großen Internet-Datentrassen zuständig ist. Dem Dokument zufolge autorisierte das für Anträge des Geheimdienstes zuständige Sondergericht die NSA am 7. März 2013, Deutschland zu überwachen.

Bild: Martin Rulsch, Wikimedia Commons, CC-by-sa 4.0

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  1. NSA (USA) späht weltweit so viel aus,
    dass USA, weltweit viele relevante Politiker mit dem Ausgespähten erpressen kann,
    und bei Bedarf diese auch durch Intrigen stürzen kann.

    Folge ist : Weltweit erpressbare Politiker
    erniedrigen sich zum Vasallen der USA- Interessen,
    und das sogar zum Nachteil des eigenen Volkes !
    Und Merkel ist bestimmt auch dabei…

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