3D-Druck: Chinesisches Unternehmen fertigt zehn Häuser an einem Tag

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Diesen Monat begannen die Architekten in Amsterdam mit dem 3D Print Canal House. Das Gebäude soll in drei Jahren fertig gestellt werden. Nichts, was man in China nicht toppen könnte, denn in Shanghai brüstet man sich mit insgesamt zehn Häusern, die an nur einem Tag errichtet wurden.

3DAn einem Tag zehn Häuser aus dem 3D-Drucker – diese Nachricht aus Shanghai lässt viele vergleichbare Projekte im Regen stehen. Das Kanalhaus in Amsterdam dürfte damit relativ uninteressant werden, denn hier braucht man ganze drei Jahre für die Fertigstellung.

Doch warum kann die chinesische Firma WinSun Decoration Design Engineering Co. Häuser in solch einem Tempo bauen? Beide Projekte aus Amsterdam und aus China entstehen unter Beihilfe von großen 3D-Druckern. Der in Shanghai ist 149 Meter lang, zehn Meter breit und sechs Meter hoch. Er liefert zudem nur einzelne Bauelemente, anstatt ein Haus an einem Stück zu fertigen. Zusätzlich verwendet WinSun Zement aus Bauschutt und Industriemüll, sodass die Materialkosten relativ niedrig bleiben. Laut dem Unternehmen benötige man für ein Haus gerade einmal 5.000 US-Dollar. Das Canal House in Amsterdam wird hingegen an einem Stück gefertigt und soll nach der Fertigstellung über 13 Zimmer aus Plastik verfügen.

3DWenn die Angaben aus Shanghai stimmen, so könnten sehr preiswerte Häuser in nur wenigen Stunden angefertigt werden. Durch eine Art Baukastensystem können so Stück für Stück neue Module zum Eigenheim dazukommen. Vor allem in China sieht WinSun eine große Nachfrage an solchen Häusern, denn die Anzahl der Wenigverdiener wäre noch immer immens.

Laut 3Ders.org plant WinSun den Bau von 100 Fabriken in China, die Bauschutt in neues Baumaterial für solche Häuser umwandeln sollen. Wenn dies dem Unternehmen gelingen sollte, wäre das ein großer Schritt in der 3D-Druck-unterstützten Häuser Fertigung.

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[via Gizmodo.com]

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  1. Interessant, durch Robotik und 3D Druck werden wohl recht bald sehr viele Arbeitsplätze überflüssig. So kann man auch größere Gebäude Drucken, die Bauteile dann einfach nur noch nach dem Lego Prinzip zusammenstecken. Eine solch rationalisierte Bauindustrie würde mit deutlich weniger Arbeitskräften auskommen.

  2. man früher als Lagerschuppen bezeichnet. Was für ein Armutszeugnis der Hersteller, der Bewohner und unserer Kultur.

  3. mit den Produktionsmethoden und Maßstäben der Industrie übereinstimmen, nehmen sie damit eine Position in deren Spiel ein. Ein Spiel was Handwerker aber niemals gewinnen können, denn Effizienz und Profite der Industrie können sie nicht erreichen. Gleichzeitig geben sie damit ihren größten Vorteil aus der Hand, individuelle Produkte mit Seele herstellen zu können. Wer gerne in diesen seelenlosen, von Robotern und Maschinen hergestellten Häusern wohnen möchte, bitteschön. – Aber andere Häuser können wir uns nicht leisten? Wer damit übereinstimmt, findet sich in seelenlosen Schachteln wieder. Auch Handwerker sollten damit nicht übereinstimmen, denn es braucht immer zuerst die Übereinstimmung, damit die Entwicklung dann auch in diese Richtung läuft. Ich wette auch jeden Betrag, dass vernünftige und gleichzeitig ästhetische Lösungen, die den Bedürfnissen eines lebendigen Wesens gerecht werden, zu fast jedem Budget passend hergestellt werden können. Hier eine Lösung aus Neuseeland mit Basisdesign aus Deutschland: http://www.archome.co.nz Bauzeit 6 Wochen. – Ich würde selbst ein gebrauchtes Fass diesen aus Abfall zusammengepappten hausähnlichen Gebilden vorziehen.

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