Steve Jobs rief zum “heiligen Krieg” gegen Android auf

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Der Patentstreit zwischen Apple und Samsung bringt immer neue Details an die Oberfläche. So soll Steve Jobs in einer E-Mail von einem heiligen Krieg Apples gegen Google und sein Android gesprochen haben. Er sah, dass Android in einigen Bereichen besser sei als iOS. Deshalb wollte er Apple-Kunden stärker an iOS fesseln.

Diese Mails von Jobs nutzte Samsungs Chefanwalt John Quinn um zu belegen, dass Apples Patentklage tatsächlich ein Angriff auf Android und damit auf Google sei. Apple musste die E-Mails von Steve Jobs im Discovery-Verfahren an den Kontrahenten herausgeben. Diese Besonderheit im US-Recht verpflichtet die Parteien, sich gegenseitig angeforderte Unterlagen auszuhändigen.

Im Oktober 2010 wandte sich der Apple-Gründer per E-Mail an die 100 führenden Manager des Unternehmens, um die Diskusssionsthemen für eine jährliche Klausurtagung mit ihnen zu umreißen. “2011: Heiliger Krieg mit Google” stand unter anderem auf seiner Agenda. Er sah Apple “in Gefahr, zu lange an alten Paradigmen zu hängen (Innovator’s Dilemma)”. Zugleich konstatierte er einen “technologischen Vorsprung von Google und Microsoft hinsichtlich der Verbindung und Synchronisierung von Kontakten, Kalendern, Fotos, Musik, Videos sowie Bookmarks über alle Geräte hinweg durch Online-Dienste”. Aufholbedarf habe Apple in den Bereichen “Benachrichtigungen, Tethering und Sprache”.

Steve Jobs gab als Ziel aus, die Produkte des Unternehmens in einer solchen Weise zu verbinden, dass den Kunden keine andere Wahl blieb, als dem iPhone-Hersteller treu zu bleiben. “Verknüpft all unsere Produkte, damit wir die Kunden noch mehr an unser Ökosystem fesseln können”, schrieb er an Apples Führungsspitze.

Jobs schrieb dabei ausdrücklich von einem “Lock-in” der Kunden. Solche Lock-in-Praktiken sind insbesondere in der Computerbranche schon länger in der Kritik und wurden bei den Kartellverfahren gegen IBM und Microsoft näher beleuchtet. Auch Apple wurden häufig seine proprietären Komponenten und Dateiformate vorgeworfen, die einen Wechsel zu anderen Anbietern erschwerten, aber aufgrund seiner historisch geringeren Marktanteile spielte das kartellrechtlich keine Rolle.

[Mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de; Bild: Syaheir Azizan / Shutterstock.com]

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  1. Wer im Google… ähm… Glas(s)haus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen. ;-)
    Um vorzubeugen: Ich weiß wie man Glashaus schreibt.

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    1. wie wäre es eigentlich mit Tom Cruise als neuen Apple CEO :) würde sicherlich frischen theologischen Wind ins Unternehmen bringen lol ;)

  2. “Da ist es ja schon wieder, Deutschlands größtes Rindvieh!”
    Hast du es nötig, dich derart prollig anzukündigen? Die meisten User hier erkennen das doch sowieso an deinem Nick und dem Logo.

  3. Zitat: …Steve Jobs gab als Ziel aus, die Produkte des Unternehmens in einer solchen Weise zu verbinden, dass den Kunden keine andere Wahl blieb, als dem iPhone-Hersteller treu zu bleiben. “Verknüpft all unsere Produkte, damit wir die Kunden noch mehr an unser Ökosystem fesseln können”, schrieb er an Apples Führungsspitze…

    Bedeutet: vorsätzliche Kettung / Knebelung,
    der mit Hype und Design angelockten Kunden,
    an überteuerte Apple Produkte und Zubehör,
    die vorsätzlich nicht kompatibel zu preiswerteren Standards gehalten wurden und immer noch werden.

    Diese Erkenntnis publizierte ich u.a. hier, bereits vor Jahren. (Jetzt hat es sogar „Stevei“ bestätigt…)

  4. verschwunden? Liebe Gizmos, ihr hättet wenigstens den Grund für die Löschung nennen können. So mach das keinen Spaß.

    1. Gerade Journalisten sollten den Begriff Meinungsfreiheit kennen. Das was hier veranstaltet wird geht gar nicht, zumal Antworten auf gelöschte Beiträge weiterhin da sind.
      Herr Sternkopf, es wird Zeit für eine Erklärung!

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