HTC One (M8) – Das kann die Duo-Ultrapixel-Kamera [Hands-On]

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Auffälligstes Merkmal am HTC One (M8): Seine zwei Kameras auf der Rückseite. Die zweite Linse soll dabei zusätzlich Tiefeninformationen erfassen um den Fokus im Nachhinein veränderbar zu machen. Schafft das einen echten Mehrwert oder nur ein weiteres Feature, das kein Mensch braucht? Das verraten wir dir in unserem Hands-On.

Das neue HTC One (M8) ist nicht nur größer, schneller und(user Meinung nach) hübscher als sein Vorgänger, es soll auch auch einen der wenigen Kritikpunkte am sehr guten HTC One (M7) verbessert haben: Die Kamera. Die zusätzliche Linse verspricht eine nachträgliche Fokussierung, die bisher so nur mit einer Lichtfeldkamera möglich waren.

Hier gehts zum Test der Lytro Lichtfeldkamera

HTC One M8

Bild 1 von 31

HTC One (M8)
Das Display ist recht blickwinkelstabil.

Um ein Bild nachträglich mit Schärfeeffekte zu versehen, muss das Bild in guten Lichtverhältnissen geschossen worden sein. Außerdem darf kein Filter darauf liegen und der Blitz musste bei der Aufnahme deaktiviert worden sein. Nun muss das geschossene Bild in der Galerie des HTC One (M8) geöffnet werden. In der Werkzeugleiste unter „Bearbeiten“ > „Effekte“ versteckt sich der Menüpunkt „UFocus“.

UFocus funktioniert nicht mit Fotos, die mit Blitz oder bei zu schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen wurden (Bild: CNET.de).

UFocus funktioniert nicht mit Fotos, die mit Blitz oder bei zu schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen wurden (Bild: CNET.de).

Im Unterpunkt UFocus können per Fingertipp verschiedene Bereiche im Bild bestimmt werden, auf denen der Fokus liegen soll. Das funktionierte bei uns im Test immer dann besonders gut, wenn auch wirklich Objekte im Motiv zu sehen sind, die weit voneinander entfernt sind. In den hier gezeigten Testaufnahmen befindet sich ganz links das Originalbild. Bei den Bildern daneben wurde der Fokus im Nachhinein geändert.

Links das originale Foto. In der Mitte liegt der Fokus auf der Sitzgelegenheit im Vordergrund, rechts auf dem Tisch (Bild: CNET.de).

Links das originale Foto. In der Mitte liegt der Fokus auf der Sitzgelegenheit im Vordergrund, rechts auf dem Tisch (Bild: CNET.de).

Ganz links ist das Original zu sehen. Der Mitte wurde der Stuhl in den Fokus gerückt, rechts der Tisch im Hintergrund (Bild: CNET.de).

Ganz links ist das Original zu sehen. Der Mitte wurde der Stuhl in den Fokus gerückt, rechts der Tisch im Hintergrund (Bild: CNET.de).

Die UFocus-Funktion arbeitet erstaunlich genau. Sogar diese kleinen, sehr nahe zusammenliegenden Gegenständen lassen sich einzeln fokussieren (Bild: CNET.de).

Die UFocus-Funktion arbeitet erstaunlich genau. Sogar diese kleinen, sehr nahe zusammenliegenden Gegenständen lassen sich einzeln fokussieren (Bild: CNET.de).

In den darauf folgenden Fotos haben wir versucht die Kamera und das PC-Spiel in Szene zu setzen. Auch das hat bis auf kleine Ungenauigkeiten beim Tragegurt der Canon gut funktioniert. In der Regel musste man aber etwas herumprobieren, bis die Gegenstände optimal erfasst wurden. Das sieht man beispielsweise auf dem mittleren Foto, bei dem wir versucht haben, die Hülle des PC-Spiels als Fokusbereich zu wählen. Sie wurde anfangs nicht ganz scharf dargestellt. Erst nach ein paar Versuchen und Fingertipps auf verschiedene Stellen hat es geklappt.

Allerdings klappt das häufig erst nach ein paar Versuchen (Bild: CNET.de).

Allerdings klappt das häufig erst nach ein paar Versuchen (Bild: CNET.de).

Insgesamt funktionierte das Nachträgliche Fokussieren richtig gut – auch wenn verschiedene Objekte sehr nah zusammen lagen. Aber so ganz ohne Probleme ging es dann doch nicht, wie man beim der Bildergruppe hier sieht. Hier wollten wir die Werbetafel fokussieren.

Ganz perfekt sind die Unschärfe-Effekte natürlich nicht. Probleme zeigen sich beispielsweise bei den Ästen des Baumes am linken Bildschirmrand des folgenden Fotos. Hier haben wir den Fokus auf die Werbetafel gelegt.

Probleme zeigen sich beispielsweise bei den Ästen des Baumes am linken Bildschirmrand (Bild: CNET.de).

Probleme zeigen sich beispielsweise bei den Ästen des Baumes am linken Bildschirmrand (Bild: CNET.de).

Auch beim nächsten Bild, auf dem das Auto in den Fokus gerückt wurde, zeigen sich kleinere Aussetzer an den seitlichen Rändern im Hintergrund des Fotos.

Am linken, oberen Bildschirmrand wurde der Unschärfe-Effekt nicht ganz korrekt angewendet (Bild: CNET.de).

Am linken, oberen Bildschirmrand wurde der Unschärfe-Effekt nicht ganz korrekt angewendet (Bild: CNET.de).

Schwierig wird es auch, wenn Objekte auf einer Ebene liegen. In den nachfolgenden Aufnahmen sollte der Fokus eigentlich auf den Pflanzen auf der linken Seite liegen. Die Barhocker auf der rechten Seite blieben zum Teil aber auch scharf. Auch bei Objekten, die sich weiter weg befinden, werden die Unschärfe-Effekte etwas ungenauer.

Objekte auf einer Ebene bereiten ebenfalls Schwierigkeiten (Bild: CNET.de)

Objekte auf einer Ebene bereiten ebenfalls Schwierigkeiten (Bild: CNET.de)

HTC One (M8) Kamera Fazit

Trotz kleiner Schwierigkeiten funktioniert das Feature des neuen HTC One (M8) richtig gut und sollte für Hobby-Fotografen eine tolle Funktion sein, um den Smartphone-Fotos etwas mehr Leben einzuhauchen. Wesentlich mehr als die stinknormalen Schnappschüsse machen die Fotos definitiv her.

Alle Infos zum HTC One (M8)

[Mit Material von Christian Schartel, CNet.de]

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  1. ein Foto nun zwei Aufnahmen mit unterschiedlichem Schärfebereich machen und habe dann hinterher die Auswahl.
    ist das ne Idee von Speicherplatzvermietern?

  2. Mir ist hier bei Gizmodo die häufige Verwendung des Wortes ‚hübsch‘ aufgefallen zur Bezeichnung von Dingen. Die Verwendung ist eigentlich für Lebende gedacht. Mir sind Rechtschreibung und sonstige Sprachregeln hier nicht wichtig, die Verwischung der Grenze von unbelebt und belebt aber schon. De Duden hat übrigens eine interessante Herkunft für ‚hübsch‘: mittelhochdeutsch hüb[e]sch, hüvesch, hövesch, eigentlich = sich so gesittet benehmend, wie es bei Hofe üblich ist

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