Nicht schießen! Riesiges Portrait soll Drohnenpiloten zum Nachdenken bringen

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Ein Künstlerkollektiv breitete vor zwei Wochen ein gigantisches Portrait in Pakistan aus, das U.S.-amerikanische Drohnenpiloten aus der Luft deutlich sehen können. Es soll den Menschen, die den Drohnen zum Opfer fielen, ein Gesicht verleihen und auch zukünftig Leben retten.

#NotABugSplat. So nannte das Künstlerkollektiv, bestehend aus Pakistanern, Amerikanern und anderen Personen rund um den französischen Künstler JR, das schätzungsweise 25 Meter lange Portrait, das auf einem pakistanischen Feld liegt. Der Name des Projekts lehnt sich an den Begriff “bug splat“, der dem Jargon der Drohnenpiloten entspringt. Für diese sieht ein sterbender Mensch in ihren “körnigen Videobildern” wie ein “zerdrücktes Insekt” aus.

Quelle: NotABugSplat

Quelle: NotABugSplat

Damit die Drohnenpiloten der U.S. Predator nicht nur die anonymen Bildpunkte, sondern auch ein Gesicht ihrer Opfer sehen, platzierte man das Plakat in der häufig beschossenen Provinz Khyber Pakhtunkwhwa (KPK), nahe der nordwestlichen Grenze zu Afghanistan. Das darauf zu sehende Mädchen ist unbekannt, verlor aber laut FRR bei Drohnenanschlägen der U.S.-Amerikaner ihre Eltern und zwei Geschwister.

 

Laut BuzzFeed soll das Portrait nicht nur für die kurzfristige Aufmerksamkeit entstanden sein, sondern auch nach dem medialen Interesse und Foto-Aktionen seiner Intention nachkommen. Solange die Bewohner wollen, können sie das riesige Bild des kleinen Mädchens auf dem Feld liegen lassen, um bei den Piloten der U.S. Drohnen an Empathie zu appellieren. Auf Wunsch können sie es auch als Überdachung benutzen.

“Die Kunst war von Anfang als Gebrauchsgegenstand gedacht und sollte nach den Fotografien nicht wieder verschwinden”, sagte Saks Afridi, ein in New York arbeitender Künstler, der die medialen Anfragen an das Künstlerkollektiv übernimmt.

Quelle: NotABugSplat

Quelle: NotABugSplat

Das Plakat wurde in Zusammenarbeit mit der Menschenrechtsorganisation Reprieve UK und der Foundation for Fundamental Rights erstellt. Diese wurde unter anderem vom Anwalt Shahzad Akbar begründet, der sich für die von Drohnenanschlägen betroffenen Familien im Streit mit der C.I.A. einsetzt.

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[Via BuzzFeed, NotABugSplat, Bilder: NotABugSplat]

 

  1. als vielmehr die, die sie losschicken, die Bomben bauen lassen und die, die am Tod verdienen.

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