Hollywood-Studios verklagen Kim Dotcom

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Weil sich auf seiner Plattform Megaupload gratis Filme befanden, verklagen sechs große Hollywood-Studios Kim Dotcom. Der Internet-Unternehmer befindet sich derweil im Exil auf Neuseeland und bezeichnet die Vorwürfe schlichtweg als "dumm".

Twentieth Century Fox, Disney, Paramount, Universal, Columbia und Warner Bros. Die Liste der Hollywood-Studios, die den aus Deutschland stammenden Kim Schmitz alias Kim Dotcom verklagten, liest sich wie das Who´s Who der Kinofilm-Produktionen. Wegen Dotcoms gesperrten Sharehoster Megaupload reichten die genannten Hollywood-Studios Klage ein. Sie werfen ihm und Megaupload Urheberrechtsverletzungen im großen Stil vor. Laut der Filmbranchenorganisation Motion Picture Association of America (MPAA) wurde hierfür ein Gericht im US-Bundesstaat Virgina gewählt.

Nicht nur die Hollywood-Studios sind hinter ihm her

Im Januar 2012 wurde Megaupload vom FBI gesperrt und Haftbefehl gegen Dotcom und seine Kollegen erlassen. Aus seiner Festnahme konnte sich Dotcom mit Kaution befreien. Da die Durchsuchungsanordnung damals rechtswidrig war, entschied das neuseeländische High Court, dass die Daten über Dotcom nicht an die amerikanischen Ermittler herausgegeben hätten werden dürfen.

Seither lebt Dotcom in Neuseeland von den sechs Millionen Neuseeland-Dollar (rund 3,8 Millionen Euro), die man ihm aus seinem eingefrorenen Vermögen zugestand. Für Juli 2014 ist allerdings die nächste Anhörung vorgesehen, die Dotcom an die USA ausliefern könnte. Dann würde dem 40-jährigen eine Gefängnisstrafe von maximal 20 Jahren wegen krimineller Geschäfte und Geldwäsche drohen.

Was Dotcom, der mittlerweile die Datenplattform Mega betreibt, von den Anklagen hält, verdeutlicht sein Tweet.


[Via Golem, Quellen: Wikipedia, Bild: Thierry Ehrmann]

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