VeloComputer: Der magnetlose Fahrradcomputer

VeloComputer

Entwickler aus Vancouver haben mit VeloComputer einen magnetlosen Sensor entwickelt, der wesentlich genauere und zuverlässige Messungen verspricht als ein normaler Fahrradcomputer.

Herkömmliche Fahrradcomputer messen Geschwindigkeit, Distanz und Umdrehungen des Rads mit Hilfe eines an den Radspeichen angebrachten Magneten. Der macht die Messung allerdings, je nach Reifengröße, recht ungenau und gleichzeitig sehr anfällig für Ausfälle, weil er leicht abfällt oder verrutscht.

Der HUB Sensor wird mit einem einfachen Verschlussmechanismus an der hinteren Radnabe angebracht und übermittelt die generierten Daten per Bluetooth Smart oder ANT+ an einen herkömmlichen Fahrradcomputer oder die hauseigene VeloComputer-App für iOS und Android.

Das kanadische Team hat zusätzlich einen zweiten Sensor entwickelt, der am Sitz angebracht auch die Steigung der Strecke und die Trittfrequenz des Fahrers misst. Beide Sensoren können zurzeit auf Indiegogo zum Early Bird Preis von je 29 US-Dollar (plus 15 US-Dollar Versand) vorbestellt werden.

Geschätztes Lieferdatum ist Juni 2014. Noch ist das Projekt aber nicht durchfinanziert.  

  1. “Herkömmliche Fahrradcomputer messen Geschwindigkeit, Distanz und Umdrehungen des Rads mit Hilfe eines an den Radspeichen angebrachten Magneten. Der macht die Messung allerdings, je nach Reifengröße, recht ungenau”
    Auch dieses Wundergerät (interessant: was das zugrunde liegende Messprinzip ist, erfährt man weder hier noch auf Indiegogo) misst letztlich nur die Anzahl der Umdrehungen pro Zeiteinheit. Um das in eine Geschwindigkeit umzurechnen, muss der Radumfang bekannt sein. Also ist auch bei diesem Wundergerät die Genauigkeit erheblich davon abhängig, wie genau der Raddurchmesser eingegeben wird.
    Wo ist jetzt gleich der gravierende Unterschied zwischen den beiden Messprinzipien
    a) ich messe, wie oft ein an einer Speiche befestigter Magnet an der Gabel vorbei kommt
    und
    b) ich messe (vermutlich per Accelerometer), wie oft sich ein an der Nabe befestigter Sensor um die Achse bewegt?

    1. Ich denk da geht es lediglich darum, dass
      a: Der Sensor weniger anfällig für verrutschen oder sonstigen externen Einwirkungen ist,
      b:Der Sensor unterm Sattel dir halt noch die Steigung angibt.

      1. Na ja,
        a) ist bis jetzt nur eine Behauptung (mal abgesehen davon, dass sich die Frage nach der Relevanz des vermeintlichen Problems stellt: in den letzten 20 a ist mir kein einziges Mal der Magnet eines Fahrradcomputers verrutscht)
        b) die Neigungsmessung kann das Smartphone eigentlich allein erledigen, und zur Ermittlung der Trittfrequenz wären wohl Sensoren in der Nähe der Kurbel sinnvoller als in der Nähe des Sattels.

        1. Dass es hier mindestens einen Physiker gibt, möchte ich nicht ausschließen. Ich bin allerdings keiner.

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