Gizmodo at the Pictures: Review zu The Lego Movie

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Nahezu jeder männliche Vertreter der Spezies Mensch hat in seiner Jugend mit Lego gespielt. Und sich auch später noch mit Technics, den Star Wars-Modellen oder Mindstorms ausgetobt. Wie gern hätten wir das, was sich damals in unserer Fantasie abgespielt hat, auch wirklich vor unseren Augen gesehen? The Lego Movie erfüllt uns jetzt diesen Kindheitstraum. Gizmodo hat sich den mit Spannung erwarteten Film angesehen und gibt einen eindeutigen Kaufbefehl für die Kinotickets.

Es gibt wenige Filme, die das Prädikat „ein Film für Kinder und Erwachsene“ tragen und diesem Anspruch dann auch gerecht werden. Disneys „Findet Nemo“ oder ”Oben“ sind solche Filme und The Lego Movie gesellt sich jetzt dazu. Nicht nur wirft uns der Film in unsere spielerische Vergangenheit zurück, die heute in unserer Liebe zu Gadgets gemündet ist.

Er schafft auch, uns zum Grübeln zu bringen, ob wir beim „erwachsen werden“ nicht ein wenig unserer Fantasie verloren haben. Das Gute: The Lego Movie bringt diese Message subtil und vor allem unglaublich witzig rüber. Ganz ohne erhobene Zeigefinger oder pathetische Phrasen. Dafür mit Seitenhieben auf Filme der Popkultur und die eigenen Lego-Bauserien.

„Hier ist alles super!“

The Lego Movie erzählt die Geschichte von Emmet, einem Bauarbeiter in Steinstadt. In der läuft alles in geordneten Bahnen. Alle Bewohner sind fröhlich, folgen einem Tagesplan, kaufen Kaffee für 37 Euro (hallo Starbucks) und bauen Gebäude nur nach Anleitung. Emmet passt perfekt in diese Welt, denn er ist durchschnittlich, befolgt alle Regeln und ist glücklich damit.

Wie es sich für jeden Helden einer Geschichte gehört, wird Emmet aus dieser Welt hinausgerissen. Er findet ein seltenes Artefakt und soll eine Prophezeiung erfüllen, die besagt: Er ist die wichtigste und besonderste Person auf dem Planeten. Jetzt hat er die Aufgabe den fiesen Lord Business von einem diabolischen Plan abzuhalten, der mit dem geheimnisvollen „Kragle“ zu tun hat.

Gelbe Bauklötze lachen

Wer hier schon die eine oder andere Sozialkritik erkennt, liegt damit gelbrichtig. The Lego Movie schafft es immer wieder Seitenhiebe auf den Alltag von Erwachsenen auszuteilen, macht das aber unglaublich sympathisch. Das funktioniert ähnlich gut wie bei den Simpsons, bei denen jede Altersgruppe etwas zu lachen hat und Gags auf allen Ebenen abgefeuert werden.

Seien es die Slapstick-Einlagen oder der Dadaismus, der wie die letzte Bastion scheint, die ein Erwachsener in der heutigen, ernsten Welt noch betreten darf, wenn er über Kindisches lachen will. Und auch die Dialoge sind mindestens zum Grinsen, meist aber zum lauten Loslachen:

Batman: „Zum Batmobil!“

[Batmobil explodiert nach Laserbeschuss]

Wonder Woman: „Zum Unsichtbaren Jet!“

[Ein Hauch von Nichts explodiert nach Laserbeschuss]

Batman: „Rette sich, wer kann!“

Batman meets Gandalf

Was im weiteren Verlauf der Story passiert, möchten wir natürlich nicht verraten, außer: Ihr habt mit jeder Menge Gastauftritten zu rechnen. Seien es Batman, Gandalf, die Besatzung des Millenium Falken aus Star Wars oder Superman, Green Lantern und zahlreiche andere Charaktere. Die haben teilweise ihre Originalstimmen und auch sonst ist die deutsche Synchronisation sehr gut gelungen.

Was die Animationen angeht, liefert das Studio Animal Logic ein stimmiges Gesamtbild und hat jede Sequenz ausschließlich mit existierenden Lego-Steinen generiert. Theoretisch lässt sich also jede Szene einfrieren und nachbauen – auch die Explosionen und das Wasser. Die 3D-Effekte sind dagegen spärlich gesät und mittelmäßig spektakulär, das machen andere Filme aber meist leider auch nicht anders.

Wir können The Lego Movie jedem großen und kleinen Kind uneingeschränkt empfehlen. Der Film macht einfach Spaß und die 100 Minuten sind unterhaltsam und witzig, ohne stumpf oder abgedroschen zu sein. Popcorn-Kino also, bei dem ihr euch übrigens auf den letzten Filmabschnitt freuen dürft.

Genug gespoilert. Viel Spaß bei The Lego Movie, der heute, 10. April 2014 deutschlandweit anläuft.

(Grafik: Warner Bros.)

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