So werden die Project Ara Smartphones zusammengesetzt

Google_ProjectAra_MDK

Google hat ein ausführliches PDF zu Project Ara veröffentlicht. Dem Module Developers Kit lassen sich erste Eindrücke der modularen Smartphonetechnik entnehmen, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll.

Die Module sind in front- und rückseitige Bausteine aufgeteilt. Die Größe des Geräts wird vom Rahmen bestimmt. Das „Endo“ (für „Endoskelett“) wird zum Start in den Größen Mini, Medium und Large verfügbar sein. Die Versatzstücke für die Vorderseite gehen immer über die volle Breite, während die hinteren Blocks drei Standardgrößen besitzen, und immer in zwei Spalten auf der Rückseite angeordnet sein müssen. Google hat noch weitere Designregeln festgelegt, zum Beispiel dürfen die Module stützenden Streben auf der Rückseite nur genau einmal ein Kreuz bilden. Zunächst werden die Rahmen auch nur von Google hergestellt, so dass sich Entwickler nach den Designvorgaben richten müssen.

Für die Modulerstellung  gibt das MDK eine glatte, flache, abgerundete Form vor, die einfach in die Modulslots passen und sich in die Ästhetik des Gesamtprodukts einordnen soll. Außerdem muss das fertige Smartphone den Fall aus ca. 1,2 Metern (4 Fuß) aushalten. Auch müssen Project Ara Module ausreichend gegen Kondenswasser abgeschirmt sein, welches sich bei höherer Luftfeuchtigkeit leicht zwischen den einzelnen Bausteinen bilden kann.

Als Betriebssystem für Ara Smartphones wird Google natürlich Android wählen. Laut dem Dokument werden sich die Ara Apps nicht wesentlich von klassischen Mobile-Anwendungen für Android unterscheiden. Zum Online-Modul-Marktplatz, den Google zum Vertrieb von Ara Modulen plant, sind noch keine näheren Informationen verfügbar. Project Ara wird voraussichtlich in der ersten Hälfte 2015 gestartet.

[Project Ara] / (Bild: Google Inc.)

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  1. Ähnliche Modul- Bauweise gab es bereits vor vielen Jahrzehnten bei robusten professionellen Handfunkgeräten.
    TV-Geräte gab es auch in Modul- Bauweise.
    Vorteil: Die Module konnten sogar „dressierte Schimpansen“ ersetzen,
    und qualifizierte Techniker wurde so verdrängt.
    Heute ist das Problem anders: Es gibt kaum fähige „qualifizierte Techniker“, aber nur …

  2. Solche Modul- Bauweise hat durch aus Vorteile:
    Langlebigere Werterhaltung (Investitionsschutz)
    Längere Produktzyklen.
    Geringere Servicekosten (sofern der Hersteller keine Wucherpreise für Ersatzmodule abzockt.)
    Umweltfreundlicher, weil weniger Elektronikschrott.
    Die Anschaffung oft etwas teurer.
    Dafür sind die Systemkosten in der gesamten längeren Lebensdauer oft geringer.

    Die Hersteller und Händler dürften aber wenig Interesse haben:
    Die wollen „kurze Produktzyklen“ um immer häufiger neues verkaufen zu können.
    Und die Angeber / Blender auch nicht, weil die dann nicht ZEIGEN können, das Neueste zu haben… (lol)

    Siehe z.B. bei Autos oder iPhone…

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