Evernote-CEO: „Apps werden überholt.“

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Phil Libin, Chef von Evernote, sprach gestern in New York über die Zukunft der Apps. Die sieht für den 42-jährigen reichlich düster aus. Er glaubt, dass das "Internet der Dinge" den mobilen Markt beherrschen wird.

„Das Konzept der Apps macht keinen Sinn mehr“, sagte Libin. „Sie machen keinen Sinn auf deinem Fernseher und auch nicht auf deiner Uhr.“

Was Libin damit zum Ausdruck bringen möchte, ist das viel zitierte Internet der Dinge, in dem alle Geräte vernetzt sind. Apps werden dann obsolet, so Libin auf der Bühne der gestrigen F.OUNDERS der New Yorker NASDAQ.

Die Zeitabschnitte, in denen wir momentan noch Apps verwenden, werden laut Libin mit jedem kleineren Gerät geringer. „Wir werden keine Zeit mehr für Apps haben.“ Er begründet seine Aussage mit der Entwicklung der letzten Jahre. Vom Desktop-Computer über den Laptop bis zum Smartphone haben sich mit der Größe der Geräte auch die Benutzerzeiten geändert.

Dass sich Apps demnach genau in das Smartphone-Schema fügen, steht natürlich außer Frage. Genauso wenig werden App-Entwickler in zwei Jahren arbeitslos sein, schließlich hat auch das übliche Internet noch keinen Abschwung erlebt. Doch der klare Trend zu Wearables veranlasst den Evernote-CEO zu der Annahme, dass sich die Programme diesem Format anpassen werden. Was wir dann auf den Geräten vorfinden, sei nicht mehr die Möglichkeit, sondern sofort der Service selbst.

Libin ist natürlich nicht der erste, dem diese Erkenntis widerfuhr. Doch sei es nun die Aufgabe aller Entwickler, die seiner Ansicht glauben schenken, sich dieser Herausforderung zu stellen.

„Das richtige Design dieser übermäßigen Intelligenz sind Dinge, die man gar nicht wahrnimmt. Es muss sofort eigenständig funktionieren“, fügte Libin an.

[Quelle: CNN Money, Bild: Shutterstock]

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