Herr der eigenen Daten (Teil 1)

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Einen eigenen Server einzurichten und zu betreiben ist schon lange nicht mehr nur Tüftlern vorbehalten. Zahlreiche Ready-to-use Linux-Distributionen haben sämtliche relevante Dienste bereits mit an Bord und lassen sich bequem über den Browser bedienen. Wie sich sowohl NAS- und Medienserver, als auch ein eigener Cloud-Dienst vereinen lassen, wird in diesem und darauf folgenden Artikeln vorgestellt.

Viele aufgeklärte Internetnutzer fühlen sich bei dem Gedanken unwohl, private Daten auf einem Server irgendwo auf der Welt zu beherbergen. Die Idee, Dateien auf einem eigenen Gerät und unter eigener Kontrolle zu behalten, war für viele stets reizvoll, aber meist eben doch mit viel Arbeit und (auch finanziellem) Aufwand verbunden. Mit einem ausgemusterten Computer und freier Software lässt sich mittlerweile jedoch in wenigen Stunden ein eigener Server einrichten.

Für unsere Zwecke wird eine flexible und erweiterbare Lösung benötigt. Die äußerst beliebte freie Software FreeNAS beschränkt sich auf die wichtigsten Funktionen, ist aber dennoch durch Plugins fast beliebig erweiterbar. Hinzu kommt, dass FreeNAS ständig weiterentwickelt wird und die Community sehr aktiv ist.

Gängige NAS-Lösungen übertreffen sich gegenseitig bei den enthaltenen Features. FreeNAS grenzt sich hiervon angenehm ab, indem es auf den im schlimmsten Fall unsicheren Schnickschnack verzichtet, dem User aber dennoch die Möglichkeit lässt, zusätzlich benötigte Dienste bei Bedarf hinzuzufügen.

Die auf FreeBSD aufbauende Software ist so schlank und genügsam, dass sie sich auf einem USB-Stick betreiben lässt. Mit wenigen Mausklicks ist im Browser ein Raid eingerichtet und eine Partition erstellt. Es folgen die wichtigesten Protokolle wie Samba (Windows) und AFP (Apple) und schon sind die Daten für alle User im lokalen Netzwerk verfügbar.

Die Vorteile eines zentralen und per Raid gesicherten Storage müssen nicht extra erläutert werden. Mit FreeNas und der entsprechenden Hardware lässt sich aber ein leistungsfähiger Server basteln, der zusätzlich zu allen NAS-Funktionen auch noch als Media-Server für zu Hause betrieben werden kann sowie Cloud-Dienste für den externen Zugriff bereit stellt.

Denn die eigentliche Stärke von FreeNAS liegt in den sog. Jails, kleinen virtuellen Servern, die vom restlichen System abgegrenzt sind. Mit Hilfe dieser Jails lassen sich zusätzlich benötigte Server einrichten. Die wichtigsten Dienste können bequem ebenfalls im Browser als Plugin nachgeladen werden.

Im nächsten Teil wird konkret erläutert, wie ein FreeNAS Server in wenigen Stunden eingerichtet und für die gewünschte weitere Verwendung konfiguriert wird.

So geht´s weiter! Herr der eigenen Daten Teil 2.

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