Lytro Illum: Hier kommt die Lichtfeldkamera für Profis

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Bereits 2011 hat Lytro die ersten Schritte mit der Lichtfeldtechnologie gewagt. Was damals noch in Kinderschuhen steckte soll mit der neuen Kamera Illum zum Hit für Profifotografen werden.

Lytro hat mit der Illum eine Lichtfeldkamera für Profifotografen der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der Illum soll in erster Linie die Auflösung und die Funktionen im Vergleich zu den Vorgängern verbessert worden sein.

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Bereits vergangenen November waren wir von der Technologie der Lytro Lichtfeldkamera angetan

Bei der Lytro Illum steht nicht die Auflösung der Bilder im Vordergrund. Die Lichtfeldkamera richtet ihr Hauptaugenmerk auf die Tiefenschärfe von Bildern. Fotografen können so im Nachhinein den Fokus auf ihren Bildern neu festlegen, also nachträglich bestimmte Objekte scharf stellen.

Technische Details der Lytro Illum

Normalerweise würden wir jetzt hier mit Megapixeln anfangen, doch die besitzt eine Lichtfeldkamera nicht direkt. Stattdessen bezeichnet Lytro seine Auflösung mit Megarays, also Millionen Lichtstrahlen. Beim Vorgängermodell waren es noch 11 Megarays, was in etwa 0,29 Megapixel entspricht. Die Lytro Illum besitzt dafür nun 40 Megarays – laut Lytro sind das in etwa 4 Megapixel.

Als Prozessor kommt ein Qualcomm Snapdragon (ohne nähere Details) zum Einsatz. Die Kamera verfügt zudem über ein 4-Zoll Display und einen SD-Karten Slot. Mit dem PC verbunden wird die Kamera über ein USB 3.0 Kabel.

Für 1.600 Euro soll die Lytro Illum bald erhältlich sein.

Hintergrund: Was ist Lichtfeldfotografie?

Im Gegensatz zu einer konventionellen Kamera, die das 2D-Lichtfeld eines Motivs erfasst, nimmt eine Lichtfeldkamera das 4D-Lichtfeld auf. Das bedeutet, dass sie nicht nur Position und Intensität des einfallenden Lichtstrahlt registriert, sondern auch die Richtung, aus der dieser kommt. Ein Fokussieren des Motivs fällt also weg – es ist zunächst einmal alles und nichts scharf.

Erst im Nachhinein wird ausgewählt, welcher Bereich des aufgenommenen Motivs scharf gestellt wird. Fotografiert man etwa eine Person vor einem Hintergrund, kann im Nachhinein entschieden werden, ob die Person oder eben der Hintergrund fokussiert werden soll. Dem Fotografen eröffnen sich mit der Lichtfeldfotografie so ganz neue Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeiten.

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  1. Fragen:
    So eine Lichtfeldkamera müsste also mehre Bilder von gleichen Motiv, aber immer mit unterschiedlichen Fokus machen ?
    Wahrscheinlich kann man danach,
    aus jeden einzelnen Bild die schärfsten Teilflächen rauspicken,
    um ein Bild mit maximalen Scharfe in der gesamten Fläche zusammenzufügen ?
    Oder funktioniert es anders ?

    1. „Im Gegensatz zu einer konventionellen Kamera, die das 2D-Lichtfeld eines Motivs erfasst, nimmt eine Lichtfeldkamera das 4D-Lichtfeld auf. Das bedeutet, dass sie nicht nur Position und Intensität des einfallenden Lichtstrahlt registriert, sondern auch die Richtung, aus der dieser kommt. Ein Fokussieren des Motivs fällt also weg – es ist zunächst einmal alles und nichts scharf.“

  2. Spannend bei der Sache ist auch, wie es die Firma versucht und auch schafft, aus einer theoretischen Überlegung von 1908 echte Produkte zu schaffen.

    Mal sehen, wann die Firma von einer der großen Internet-Gelddruckmaschinen geschluckt wird.

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