Tiefsee-Mineralien: Gibt’s die bald in euren Smartphones?

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Mineralien vom Meeresgrund sind eine mögliche Quelle für seltene Erden und deshalb könnte man sie bald auch in Smartphones und Tablets finden. Die Studie, die das belegt, wurde in der April-Ausgabe von Applied Geochemistry veröffentlicht. Doch Umweltbedenken gibt es auch.

Nach Angaben des Forschungsberichts gibt es zahlreiche Maganknollen am Meeresgrund, die als neue Quelle für den weltweit steigenden Bedarf an seltenen Erden genutzt werden könnten. Die seltenen Erden werden – auch wenn sie geologisch alles andere als selten sind – in einigen Regionen der Welt abgebaut, die politisch instabil sind.

Die unterseeischen Schätze sind überall auf dem Meeresboden zu finden, doch sie wachsen nur sehr selten nach – die Knollen wachsen nur einige Millimeter in einer Million Jahren. Trotzdem gibt es davon sehr viele. Interessant sind wegen der großen Anzahl der Knollen vor allem eine Region im Pazifik, die sogenannte Clarion Clipperton Zone.

Die Umweltschäden durch den Abbau dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die in den 70er Jahren probeweise vorgenommenen Schürfungen durch deutsche Unternehmen haben eine (schmale) Todeszone hinterlassen, in der kaum noch Leben auf dem Meeresgrund zu finden ist.

Doch schon sind zahlreiche Schürfrechte vergeben worden und es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten Tiefsee-Bergbaumaschinen eingesetzt werden.

Titelbild: Federal Institute for Geosciences and Natural Resources/Discovery News

[Via Applied Geochemistry, gizmodo.com]

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  1. Das Bild zeigt eine Mangan-Knolle.
    Mangan gehört aber nicht zu den 17 Elementen der Gruppe „seltene Erden“ !
    Und welche Bauteile in Smartphone sollen Mangan enthalten ???

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