USA: Ende der Netzneutralität steht bevor

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Mehr Geld = höhere Geschwindigkeit. Diese Gleichung könnte, geht es nach Plänen der amerikanischen Telekommunikationsaufsicht FCC, in den USA bald Realität werden. Damit würde das von Kritikern lange befürchtete Ende der Netzneutralität bevorstehen.

Amerikanische Internetkonzerne können künftig, so plant es die FCC, ihre Inhalte schneller über das Internet an ihre Endkunden bringen – vorausgesetzt, sie zahlen dafür. Nutznießer dieser Neuregelung wären etwa Videoanbieter oder Streamingdienste – und die Internetprovider, die die Gebühren für das Highspeed-Internet von den Inhalteanbietern kassieren würden.

Bislang gilt im Internet: eine Geschwindigkeit für alle. Von einer Änderung dieser Regel würden vor allem große Konzerne profitieren, die sich eine schnellere Verbindung leisten können. Start-Ups hingegen müssten sich mit langsamen Geschwindigkeiten begnügen, um ihre Inhalte an den Kunden zu bringen. Enstehen würde also ein Zwei-Klassen-Internet.

Am 15. Mai wird über die Pläne der FCC endgültig entschieden. Bis dahin ist mit Protesten von Netzaktivisten zu rechnen, die das Ende der Netzneutralität befürchten.

[Foto: Shutterstock]

  1. also um das nochmal zu verstehen…..die Anbieter von Inhalten (z.B. youtube) können gegen Geld schneller anbieten?! wenn ein startup ein wirklich gutes Angebot hat und dieses anbietet wird sich schnell zeigen ob es sich für das Unternehmen lohnt nicht auch high speed content anzubieten, ich sehe darin eher eine Belebung der Konkurrenz und eine Verbesserung des Angebots. Auf Anwenderseite ist es doch auch nicht anders und keiner beschwert sich.

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  2. Nicht das ich es befürworte, aber es war doch zu erwarten, dass in einem kapitalistischem System damit Geld verdient wird wo ein Bedarf besteht. Ergo: wer eine schnelle Verbindung haben möchte muss dafür bezahlen.
    Vorzüge bzw. andere/bessere Leistungen für mehr Geld findet man in fast jedem Bereich. Keine neue Geschäftsidee also sondern eine konsequente Umsetzung des kapitalistischen Grundgedanken.

    1. dass man trotz Kapitalismus bisher auf die zwingende – von Dir konsequente genannte – Umsetzung verzichtete. Nicht alles was machbar ist, muss ma auch machen. Die Filter nennen sich Verstand, Rücksicht, Ethik, Moral, Recht, Freundschaft, Miteinander, Liebe, Achtung u.v.m.

        1. Diesen Filterneutralisator nennt man Gier. Gehört zu den Todsünden, weil er für alle zum Tod führt.

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