Microsoft fordert “Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen”

b947463ac7e05599_org

Microsoft hat das 'Manifest für ein neues Arbeiten' vorgestellt und will damit eine Debatte zur Arbeitsorganisation in Deutschland starten: Starre Büroarbeit soll flexiblen und mobilen Arbeitsverhältnissen weichen. . Microsoft würde davon profitieren .

Gemeinsam mit Autor Markus Albers, Zeitmanagement-Coach Prof. Dr. Lothar Seiwert, Moderator Richard Gutjahr und Bloggerin Ninia Binias hat Microsoft eine interessante Streitschrift veröffentlicht, in der eine neue Organisation von Arbeit in Deutschland gefordert wird.

Die durchgehende Digitalisierung unseres Privat- wie Berufslebens und nicht zuletzt der demografische Wandel sollen nach Angaben der Autoren dazu führen, dass Anwender die Richtung bestimmen, in die sich IT entwickelt. Wissensarbeit würde heute am Schreibtisch stattfinden, für kreative Elemente bleibe kaum Zeit, starre Hierarchien würden flexible Projektarbeit behindern, so die Grundaussage des Manifests.

“Die Unternehmenskultur hält nicht mit dem digitalen Wandel Schritt. Wir brauchen in Deutschland eine Debatte zum neuen Arbeiten”, kommentiert Thorsten Hübschen, Business Group Lead der Microsoft Office Division. “Wir fordern ein Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen.”

Microsoft fordert: Keine 9to5-Jobs, aber auch nicht solche, bei denen man die eigene Familie nicht zu Gesicht bekommt. Die Zusammenarbeit in virtuellen Teams an gemeinsamen Projekten, egal welche Zeitzone man sich gerade teilt. Nicht länger als nötig am Schreibtisch festgehalten werden, kreativ und produktiv sein, wenn es möglich ist: Schließlich würden Wissensarbeiter das richtige Werkzeug in der Hosen- und Aktentasche mit sich tragen – und haben eben diese Werkzeuge zur Arbeit mitgebracht. “Was spricht dagegen, Arbeit und Freizeit, Freizeit und Arbeit miteinander zu mischen”, so die provokante These von Initiator Thorsten Hübschen.

Foto: Dr. Sebastian Muschter (McKinsey & Company, 1.v.l.), Dr. Thorsten Hübschen (Microsoft Deutschland, 2.v.l.), Prof. Dr. Lothar Seiwert (Autor und Zeitmanagement-Coach, mitte), Richard Gutjahr (Moderator und Blogger, 2.v.r.), Markus Albers (Autor und Journalist, 1.v.r.) und Ninia Binias (Bloggerin, vorne mitte) stellen das Manifest für ein neues Arbeiten in Berlin vor

Nun fragen wir euch: Wie arbeitet ihr? Wie würdet ihr gerne arbeiten? Was stört euch an dem Manifest und was findet ihr gut? Passend zum Tag der Arbeit sind wird auf eure Meinungen sehr gespannt!

Tags :
    1. Wenn die Dividenden der Aktionäre auf die Hälfte reduziert werden und den Verdiensten der Beschäftigten zugeschlagen würden,dann würde es möglich, über eine flexiblere Verteilung von Arbeitszeit, Verdienst und Arbeitsort zu verhandeln. Solange die Vermögen der Oligarchen in Ost und West überproportional steigen, während die Löhne prozental gesehen immer mehr sinken, ist jede Flexibilisierung nur ein weiteres Unterfangen, die Taschen Weniger zu füllen und die wirklich Wertschaffenden mit Zückerchen ruhigzustellen.

  1. Wer hindert Microsoft hier in De so ein Modell aufzubauen ?
    Mit wir meint Microsoft sicher nicht den Vater oder die Mutter die sich noch weniger Zeit für die Familie nehmen weil man sich ja nie sicher sein kann ob das geleistete denn reicht oder ob irgendein Single nicht mehr einbringt.

  2. Dies würde zu einer noch größeren Verschmelzung von Arbeit und Privatem führen , wo die Grenzen für die Arbeitgeber nicht gesetzt sind. Als Folge, würden die Artbeitnehmer mehr Aufgaben bekommen und sie hätten weniger Freizeit dazu kommt die ständige Erreichbarkeit. Man würde so nie zur Ruhe kommen!!!!!!!!!!

  3. Ich arbeite seit 2008 so. 30% unserer Firma arbeitet so. Allerdings klappt das mit den virtuellen Teams nicht wirklich. Die Grenze zum Privatleben entscheidet man selbst. Es ist jedoch weitaus schwieriger im privaten Bereich klar zu stellen das man arbeitet, da für alle anderen zu Hause zu sein ja gleichzeitig Privatleben und Freizeit bedeutet. Für den Job an sich, wirkt sich eine solche Arbeitsweise, nach meiner Erfahrung, eher positiv aus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising