Testbericht: Das Sony Xperia Z2 – Alles schön und gut

xperia-Z2

Ab dem 05. Mai soll das Sony Xperia Z2 bei Saturn und Mediamarkt erhältlich sein. Im Vergleich zum letztjährigen Modell wurde die Hardware nur marginal aktualisiert. Größeres Display, schlankerer Rahmen, minimal besserer Prozessor. Einige coole neue Features sind trotzdem an Bord des neuen Sony Xperia Z2.

Kann Sony den aktuellen Android-Smartphones von HTC und Samsung Paroli bieten? Letztlich sollten sich die Flaggschiffe der Hersteller nur in Kleinigkeiten unterscheiden. Dieser Testbericht soll daher auch manch feinen Unterschied zu Tage fördern.

Design

Das Design des Sony Xperia Z2 ist bis auf ein paar kleine Unterschiede identisch zu dem des Xperia Z1. Wie sein Vorgänger kommt es mit dem sogenannten OmniBalance-Design und verfügt über einen Aluminium-Rahmen und eine Rückseite aus kratzfestem Mineralglas. Das Smartphone misst 146,8 mal 73,3 mal 8,2 Millimeter und ist  im Vergleich zum Z1 in der Breite und Bauhöhe ein kleines Stück kompakter geworden. Dank des dünneren Display-Rahmens ist das Gehäuse trotz angewachsenem Display insgesamt nicht viel größer geworden. Der Vorgänger kommt auf 144,4 mal 73,9 mal 8,5 Millimeter.

Mit einem Gewicht von 158 Gramm ist es auch etwas leichter als das Z1 (169 Gramm). Ein weiterer kleiner Unterschied: Sony hat den Plastikrahmen auf der Vorder- und Rückseite entfernt und das Display sowie die Glasrückseite bündig mit dem Aluminiumrahmen abgeschlossen. Das macht einen etwas wertigeren Eindruck. Weiterhin hat Sony den Aluminiumrahmen farblich neu gestaltet. Der äußere Bereich ist jetzt in der Gehäusefarbe und das Innere in Silber gehalten. Beim Xperia Z1 war dies genau anders herum.

Den microSIM-Kartenslot hat Sony beim Xperia Z2 auf der linken Seite direkt hinter dem microUSB-Port verbaut. Der microSD-Kartenslot sitzt rechts über dem typisch runden Power-Knopf. Die Einschübe sind wie bisher durch Abdeckungen geschützt. Das Layout der Bedienelemente ist dagegen gleich geblieben. Auf der rechten Seite sitzen unter dem Ein-/Ausschalter weiterhin die Buttons zu Reglung der Lautstärke sowie die Taste zum Starten der Kamera.

Die Kopfhörer-Buchse ist unverändert an der Oberseite zu finden. Im Vergleich zur Konkurrenz fällt auf, dass die Lautstärkeregelung des Sony-Smartphones kaum einen Druckpunkt besitzt und sich damit schlechter betätigen lässt als beim HTC One (M8) oder Samsung Galaxy S5.

Quelle: Sony

Quelle: Sony

Das Gehäuse des Sony Xperia Z2 ist wie das des Vorgängers nach der IP55- und IP58-Zertifizierung gegen Wasser, Staub, Schmutz & Co. geschützt . Ein halbstündiger Tauchgang bis zu 1,5 Meter Tiefe soll damit möglich sein. Ähnlich wie Samsung weist auch Sony darauf hin, dass der Schutz nur für Süßwasser gilt. Natürlich müssen auch alle Abdeckungen richtig geschlossen sein, dann kann man das Xperia Z2 zum Beispiel getrost unter dem Waschbecken reinigen.

Front-Stereolautsprecher

Der größte Unterschied in Sachen Design sind die Lautsprecher des Gerätes. Das Xperia Z2 verfügt nun, wie das HTC One (M8), über zwei Frontlautsprecher, die jeweils auf der Vorderseite an der oberen beziehungsweise unteren Kante im Aluminiumrahmen angebracht sind. Die Lautstärke und Klangqualität kommt zwar nicht an die der Boomsound-Lautsprecher des HTC One (M8) heran, klingen aber lauter und natürlicher als beim Vorgänger.

Während man die Lautsprecher bei anderem Geräten, wie dem Nexus 5 oder dem Xperia Z, gelegentlich mit der Hand verdeckt, bietet das Sony Xperia Z2 durch die verbesserte Position der Lautsprecher direkte Beschallung von vorne – ohne häufiges Abschirmen durch die Hände. Wie bei HTC lässt sich der Ton dank dem Feature “Quick Throw” per Bluetooth oder DLNA auf externe Lautsprecher & Co übertragen.

Sony stellt Xperia Z2 auf dem Mobile World Congress vor.

Display

Das Display des Sony Xperia Z2 ist von 5 auf 5,2 Zoll angewachsen, die Auflösung blieb aber bei Full-HD – also 1.920 mal 1.080 Pixel. Die Pixeldichte ist deshalb etwas gesunken. Das Xperia Z2 kommt nun auf 424 ppi, 16 ppi wenier als beim Z1. (Zum Vergleich: HTC One (M8): 440, HTC One (M7): 468 ppi, Samsung Galaxy S5: 431 ppi, Samsung Galaxy Note III: 386 ppi, Samsung Galaxy S4: 441 ppi, iPhone 5S: 326 ppi, Nexus 5: 445 ppi,  Oppo Find 7: 534 ppi, OnePlus One: 401 ppi).

Ein sichtbarer Unterschied zum Vorgänger lässt sich aber nicht feststellen. Pixel sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Überdies ist das Display des Xperia Z2 äußerst sensibel und lässt sich mit Handschuhen bedienen.

Quelle: Sony

Quelle: Sony

Wie bei der Konkurrenz liegen die Verbesserungen im Detail. Zum Einsatz kommt zwar wieder das übliche Triluminos-Panel samt Sonys X-Reality-Bildprozessor, im Vergleich zu den Vorgängern Xperia Z und Xperia Z1 hat Sony aber offensichtlich an der Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität gefeilt. Es  behält die Helligkeit und Farbtreue merklich besser bei als zuvor. An die Konkurrenz kommt das Sony-Display aber immer noch nicht ganz heran. Die Anzeige des Samsung Galaxy S5 ist beispielsweise ein gutes Stück heller.

Betriebssystem

Das Sony Xperia Z2 kommt ab Werk mit der aktuellsten Android-Version 4.4.2 KitKat samt Anpassungen von Seiten des Herstellers. Im Vergleich zum im September vorgestellten Modell hat sich an der Oberfläche bis auf die Neuerungen von Googles KitKat-Update und den aktualisierten Sony-Apps aber nicht allzu viel geändert. Die Benutzeroberfläche hat Sony verstärkt auf den Konsum von hauseigenen Diensten und Inhalten ausgerichtet. Auf dem Homescreen hält beispielsweise ein neues Widget über aktuelle Filme, Musik oder Apps aus Sonys Stores auf dem Laufenden. Zudem lässt sich das neue “What’s-New”-Feature wie Google Now per Fingergeste vom unteren Bildschirmrand nach oben aufrufen.

Dank zahlreicher Designs können Xperia-Z2-Besitzer die Benutzeroberfläche farblich an ihren Geschmack anpassen (Quelle: CNET.de)

Dank zahlreicher Designs können Xperia-Z2-Besitzer die Benutzeroberfläche farblich an ihren Geschmack anpassen (Quelle: CNET.de)

Wie zuvor haben Nutzer die Möglichkeit, die Oberfläche mittels verschiedener Designs farblich anzupassen. Ab Werk stehen sechs Themes zur Auswahl. Über Sony Select beziehungsweise Googles Play Store lassen sich bei Bedarf noch zahlreiche weitere Designs herunterladen, die verschiedene Aspekte der Sony-Oberfläche wie Hintergrundbild, On-Screen-Buttons, oder die Schalter in den Einstellungen verändern.

Features & Apps

Sony hat jede Menge Anwendungen auf seinem Smartphone vorinstalliert. Darunter seine Walkman-App, eine angepasste Album- und Movie-Anwendung, Sony Select, Social Life (Reader für Neuigkeiten aus Sozialen Netzen), seinen Streaming-Dienst Video Unlimited, sein Shazam-Pendant TrackID, TrackID TV, seinen E-Book-Reader samt Store-Anbindung, PlayStation Mobile und PlayStation Network, seine Navigations-App Wisepilot, die Xperia-Ausgabe von Garmin-Navigation, die Xperia-Lounge mit weiteren Sony-Inhalten und eine Fernbedienungs-App für den TV.

Außerdem sind OfficeSuite Pro, das Soziale Netzwerk Path, Twitters Vine, ein Datei-Explorer, die Foto-App Pixlr Express, der Cloud-Dienst Box, eine Zeichen-App, eine Taschenlampe, ein UKW-Radio sowie eine Reihe an Google-Apps wie der Chrome-Browser, Hangouts, Maps oder Drive mit an Bord.

Das Sony Xperia Z2 bietet die Möglichkeit, bei einem Anruf das Gespräch per Geste anzunehmen, abzuweisen oder das Gerät auf lautlos umzustellen (Screenshot: CNET.de)

Das Sony Xperia Z2 bietet die Möglichkeit, bei einem Anruf das Gespräch per Geste anzunehmen, abzuweisen oder das Gerät auf lautlos umzustellen (Screenshot: CNET.de)

Eine interessante Neuerung des Sony Xperia Z2 ist die Bewegungssteuerung bei eingehenden Anrufen. Nutzer können sie annehmen, abweisen oder das Gerät auf lautlos umstellen, indem sie das Smartphone ans Ohr halten, es schütteln oder mit dem Display nach unten ablegen. Die Funktion “Bewegung” findet sich in den Einstellungen unter dem Punkt „Personalisierung“.

Kamera

Das Highlight des Xperia Z2 ist, wie schon beim Vorgänger, die Kamera. Sie bietet eine zum Z1 und Z1 Compact identische Auflösung von 20,7 Megapixel und ist mit einem großen 1/2,3-ExmorRS-Sensor ausgestattet. Damit besitzt die Kamera einen ebenso großen Sensor, wie viele Kompaktkameras. Der Großteil der Smartphones, wie auch das iPhone 5S, setzt dagegen auf einen vergleichsweise kleineren Sensor. An das Lumia 1020 kommt das Xperia Z2 aber nicht heran. Dieses ist mit einem noch größeren 1/1,5-Bildsensor ausgerüstet.

Die Kamera verfügt über Sonys G-Objektiv samt F2.0-Blende und den BIONZ-Bildprozessor, der das Rauschen bei schlechten Lichtverhältnissen minimieren soll. Zu der rückseitigen 20-Megapixel-Kamera gesellt sich noch eine 2,2-Megapixel-Front-Cam, die für Selbstportraits oder Videochats in Full-HD verwendet werden kann.

[Quelle: YouTube]
Die Kamera-App ist im Prinzip unverändert zum Xperia Z1. Anstatt das Handy zu entsperren und auf das Symbol auf dem Homescreen zutippen, lässt sie sich wie üblich über die physische Kamera-Taste an der rechten, unteren Seite des Gehäuses starten. Zwischen den verschiedenen Aufnahme-Modi können Nutzer wie zuvor per Fingertipp auf das entsprechende Symbol links neben dem Auslöser wechseln.

Die Kamera-App des Sony Xperia Z2 hat ein paar neue Aufnahme-Modi erhalten. Abgesehen vom manuellen Modus fotografiert man in der Regel aber mit nur 8-Megapixel-Auflösung wie beispielsweise mit aktivierter Automatik (Screenshot: CNET.de).

Die Kamera-App des Sony Xperia Z2 hat ein paar neue Aufnahme-Modi erhalten. Abgesehen vom manuellen Modus fotografiert man aber häufig nur mit 8-Megapixel-Auflösung. So beispielsweise bei aktivierter Automatik (Screenshot: CNET.de).

Was anfangs womöglich gar nicht auffällt: Das Xperia-Smartphone fotografiert in vielen der unterschiedlichen Modi nur mit einer verringerten Auflösung von 8 Megapixel – allem voran im Automatik-Modus. Die vollen 20 Megapixel sind eigentlich nur im manuellen Modus verfügbar. Generell gelingen mit dem manuellen Modus aber etwas bessere Aufnahmen, da sich dann auch Einstellungen wie Weißabgleich oder Belichtung anpassen lassen. Allerdings kann man bei weitem nicht so fein justieren wie beim neuen HTC One (M8). Folgendes Vergleichsfoto verdeutlicht die Unterschiede zwischen dem manuellen und automatischen Modus des Xperia Z2:

Dieses Foto wurde mit dem Automatik-Modus des Sony Xperia Z2 geschossen (Bild: CNET.com).

Dieses Foto wurde mit dem Automatik-Modus des Sony Xperia Z2 geschossen (Bild: CNET.com).

Zum Vergleich ein Schnappschuss derselben Szene mit dem manuellen Modus und angepasstem Weißabgleich. Zum besseren Vergleich wurde auch dieses Foto mit einer auf 8 Megapixel reduzierten Auflösung geschossen (Bild: CNET.com).

Zum Vergleich ein Schnappschuss derselben Szene mit dem manuellen Modus und angepasstem Weißabgleich. Zum besseren Vergleich wurde auch dieses Foto mit einer auf 8 Megapixel reduzierten Auflösung geschossen (Bild: CNET.com).

Eine weitere Neuheit der Sony-Kamera ist der Aufnahme-Modi “Hintergrund Unschärfe”, der es, ähnlich wie beim HTC One (M8) und Samsung Galaxy S5, erlaubt, nachträglich Bereiche des Bildes in den Fokus zu rücken. Das hat soweit auch ganz gut funktioniert und war einfach in der Bedienung, allerdings sind die Möglichkeiten nicht so umfangreich wie beim HTC One (M8). Dafür bietet Sony ein paar mehr Optionen als der entsprechende Modus des S5. Nach dem Schießen des Fotos kann man beispielsweise zwischen drei verschiedenen Verzerrungs-Effekten wählen und die Stärke der Unschärfe anpassen.

Mit dem Aufnahme-Modi “Hintergrund Unschärfe” lassen sich nachträglich Bereiche des Bildes in den Fokus rücken (Screenshot: CNET.de).

Mit dem Aufnahme-Modi “Hintergrund Unschärfe” lassen sich nachträglich Bereiche des Bildes in den Fokus rücken (Screenshot: CNET.de).

Ein weiterer neuer Kamera-Modi ist “TimeShift Video” für Zeitlupenaufnahmen. Nach dem Filmen eines Videos können Xperia-Besitzer einzelne Szenen des Clips oder das komplette Material nachträglich per Schieberegler in Zeitlupe ablaufen lassen. Anschließend lässt sich das Video mit den Zeitlupensequenzen abspeichern. Das klappt auch richtig gut. Der Ton wird, wie bei den meisten dieser Funktionen, ebenfalls verlangsamt abgespielt. Darüber hinaus hat Sony noch Modi für Vine-Videos und das Teilen von Live-Videoaufnahmen auf Facebook integriert.

Mit dem Modus TimeShift-Video lassen sich aufgenommene Clips mit Zeitlupe-Effekten versehen (Screenshot: CNET.de)

Mit dem Modus TimeShift-Video lassen sich aufgenommene Clips mit Zeitlupe-Effekten versehen (Screenshot: CNET.de)

Im Modus “4K Video“ nimmt die Kamera Bewegtbilder in UltraHD-Auflösung auf. Allerdings wurde das Smartphone nach rund drei Aufnahme-Minuten richtig heiß. Nach etwa fünf Minuten wurde sogar mit einer Warnung vor Überhitzung abgebrochen. Das Samsung Galaxy S5 wird bei der Aufnahme von 4K-Videos dagegen kaum wärmer, besitzt allerdings schon ab Werk eine begrenzte Aufnahmezeit von fünf Minuten.

Bildqualität

Um einen Eindruck von der Bildqualität zu bekommen, haben wir das Sony Xperia Z2 bereits vor wenigen Wochen mit dem Samsung Galaxy S5 und dem HTC One (M8) verglichen.

Kameravergleich S5 Z2 M8

Bild 1 von 39

01- HTC One (M8)

Hardware & Leistung

Unter der Haube des neuen Flaggschiffs arbeitet der Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801 (MSM8974AB v3) von Qualcomm. Sony verbaut dasselbe System on a Chip wie HTC in der europäischen Version des M8. Im Vergleich zum Xperia Z1 taktet es mit 2,3 GHz aber nur minimal höher (Z1: 2,2 GHz). Zudem ist der Vorgänger, den Sony erst im September 2013 auf den Markt gebracht, auch schon mit dem Snapdragon-800-Chip (MSM8974AA v2) ausgestattet. Die Leistungsunterschiede sind also gering.

Auch die CPU des Z1 kam mit Krait-400-Kernen und der Adreno-330-GPU. Diese taktete mit 450 MHz aber ein Stück niedriger als die 578 MHz der GPU beim neuen Qualcomm-801-SoC. Einen guten Überblick über die Unterschiede der neueren Qualcomm-Prozessoren liefert diese Tabelle von Anandtech.

(Bild: Anandtech)

(Bild: Anandtech)

Das Upgrade von zwei auf drei GByte RAM soll einen kleinen Leistungsschub bringen. Zudem können die verbauten LPDDR3-Module von einer von 800 auf 933 MHz gesteigerten RAM-Performance profitieren. Der interne Speicher ist wie bisher 16 GByte groß, wovon rund 12 GByte für Daten des Benutzers zur Verfügung stehen. Die Speicherkapazität lässt sich wie beim Z1 zusätzlich durch eine microSD-Karte erweitern. Statt maximal 64 GByte unterstützt das Z2 jetzt aber auch Speicherkarten mit 128 GByte Kapazität.

Die Speicherschnittstelle des neuen Qualcomm-SoC bietet zudem eine höhere Leserate, was den Speicher schneller macht. eMMC 5.0 bietet maximal 400 MByte pro Sekunde. Noch gibt es allerdings keine Flashchips, die die zusätzliche Bandbreite voll ausnutzen. Immerhin produziert Samsung seit Mitte 2013 Flashbausteine, die eine Lesegeschwindigkeit von 250 MByte pro Sekunde bieten. Beim Schreiben von Daten sind es 90 MByte pro Sekunde. Die maximale Performance von Inputs/Outputs pro Sekunde (IOPS) liegt sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen bei 7000.

Im AnTuTu-X-Benchmark kommt das neue Sony Xperia Z2 auf 33.572 Punkte, im Quadrant-Bench überraschenderweise nur auf einen Score von 18.260 (Screenshot: CNET.de).

Im AnTuTu-X-Benchmark kommt das neue Sony Xperia Z2 auf 33.572 Punkte, im Quadrant-Bench überraschenderweise nur auf einen Score von 18.260 (Screenshot: CNET.de).

Die eher geringen Leistungsunterschiede zwischen dem Xperia Z2 und Xperia Z1 zeigen sich auch in den gängigen Benchmark-Tests. Im AnTuTu-X-Benchmark, der unter anderem CPU-, RAM- und Grafikleistung ermittelt, kommt das neue Z2 auf 33.572 Punkte. Der Vorgänger schaffte auch schon gut 32.000 Punkte. Im Quadrant-Bench, der ebenfalls Prozessor– und 3D-Grafikperformance analysiert, erreicht das neune Sony-Flaggschiff überraschenderweise nur einen Score von 18.260. Die ältere Ausgabe schaffte hier rund 20.000 Punkte. Auch nach mehrfacher Überprüfung der Ergebnisse kam das Z2 nicht auf mehr als 18.000 Punkte.

Im 3DMark-Bench (Icestrom Unlimted), kommt das Xperia Z2 auf  einen Gesamtwert von 18.675. Das Xperia Z1 liegt mit knapp 17.600 Punkten wieder nicht weit dahinter. Im Manhattan-GFX-Bench, der wiederum die Leistung der Grafikeinheit auf den Prüfstand stellt, kommt  das jüngste Sony-Flaggschiff auf 732 Frames respektive 12,5 Frames pro Sekunde. Laut der Datenbank der Entwickler des Benchmark-Tests erreicht das Xperia Z1 insgesamt 645 Frames beziehungsweise 10,4 Frames pro Sekunde.

Den 3DMark-Icestrom-Unlimted-Bench schließt das Sony Xperia Z2 mit einem Gesamtwert von 18.675 ab. Im Manhattan-GFX-Bench kommt es auf 732 Frames (Screenshot: CNET.de)

Den 3DMark-Icestrom-Unlimted-Bench schließt das Sony Xperia Z2 mit einem Gesamtwert von 18.675 ab. Im Manhattan-GFX-Bench kommt es auf 732 Frames (Screenshot: CNET.de)

Im Vergleich mit der Konkurrenz gibt es bis auf den Quadrant-Benchmark kaum Unterschiede. Das HTC One (M8) kommt hier auf einen Score von 24.637, das Galaxy S5 auf 24.756 Punkte. Aufgrund seines etwas höher getakteten Prozessors ist Samsungs Galaxy S5 im Allgemeinen etwas schneller. Das Xperia Z2 ist aber sonst relativ gleich auf – genauso wie das HTC One (M8). In der Praxis sind diese geringfügigen Geschwindigkeitsunterschiede so gut wie nicht spürbar. Das System sowie aufwendigere 3D-Spiele laufen auf allen Geräten flüssig und ohne Ruckler.

Das Samsung Galaxy S5 ist das schnellste von den drei Geräten. Allerdings liegen das Xperia Z2 und HTC One (M8) nicht allzu weit dahinter (Screenshot: CNET.de).

Das Samsung Galaxy S5 ist das schnellste der drei Geräte. Allerdings liegen das Xperia Z2 und HTC One (M8) nicht allzu weit dahinter (Screenshot: CNET.de).

Kommunikation

Das Sony Xperia Z2 besitzt, wie der Vorgänger, UMTS samt Datenturbo HSPA+, NFC, MHL, DLNA sowie WLAN 802.11ac und LTE Cat 4. Außerdem sind USB 2.0 und Bluetooth 4.0 (ANT+) sowie Miracast und natürlich auch aGPS und Glonass integriert. Ein UKW-Radio ist ebenfalls mit an Bord. Das SIM-Kartenformat ist microSIM.

Sensoren

Sony hat wie gewohnt einen Beschleunigungs-, Näherungs-, Umgebungslicht- und Gyrosensor, einen digitalen Kompass und jetzt auch ein Barometer integriert.

Akku

Für Strom sorgt ein 3200-mAh-Akku, der sich, wie bisher, nicht auswechseln lässt. Die Kapazität hat sich im Vergleich um 200 mAh erhöht. Dafür ist das Display des Z2 aber auch etwas größer und verbraucht potentiell mehr Strom. Im CNET-Labs-Test, bei dem unter anderem ein HD-Video in einer Dauerschleife über das Display flimmert, kommt das Xperia Z2 auf 11 Stunden und 41 Minuten. Damit hält es länger durch als das HTC One (M8) mit 9 Stunden und 52 Minuten. Das Samsung Galaxy S5 schaffte dafür 15 Stunden und 18 Minuten.

Beim Betrachten von Videos über das WLAN-Netz hat das Sony-Flaggschiff rund 16 Prozent pro Stunde verbraucht. Beim Zocken des grafisch aufwendigen Rennspiels Asphalt 8 verliert der Akku rund 20 Prozent pro Stunde. Bei normaler Nutzung kommt man mit dem Sony Xperia Z2 aber gut durch den Tag.

Preis & Verfügbarkeit

Das Android-Smartphone Sony Xperia Z2 sollte ursprünglich schon im März 2014 weltweit in den Handel kommen, wie Sony im Rahmen der Vorstellung auf dem Mobile World Congress in Barcelona per Pressemitteilung verkündete. Der Marktstart verzögerte sich und erfolgte am 23. April. Ab dem 5. Mai verkaufen es auch Saturn und Mediamarkt. Vorerst soll das Sony Xperia Z2 nur in den Farben Schwarz und Weiß für 599 Euro erhältlich sein. In Violett, der dritten Farbvariation, wird das Smartphone erst etwas später erscheinen.

gizrank-big-45-300x48

4,5 von 5 Sterne im Gizrank

Fazit

Neben dem HTC One (M8) und dem Samsung Galaxy S5 zählt sich das Sony Xperia Z2 ganz klar zu den aktuell besten Android-Smartphones am Markt. Im Vergleich zum Xperia Z1 sind die Unterschiede aber nicht sehr groß. Es sieht im Prinzip identisch aus, hat nur eine geringfügig gesteigerte Leistung, praktisch die gleiche Software und kommt auch mit derselben Kamera wie das Vorgängermodell – auch wenn diese nun Ultra-HD-Videos aufnimmt.

Die größte Verbesserung ist noch beim Display festzustellen. Die Auflösung des etwas größeren 5,2-Zoll-LCD ist zwar identisch, doch in Sachen Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität hat es einen deutlichen Sprung gemacht. Eine willkommene Neuerung sind auch die Front-Stereolautsprecher, die für besseren Sound sorgen.

Alles in allem hat es sich im Vergleich zum Sony Xperia Z1, das auch erst vor gut 8 Monaten vorgestellt wurde, nur in wenigen Bereichen verbessert, sodass sich ein Kauf für Z1-Besitzer natürlich nicht rechtfertigen lässt.

Wer sich zwischen dem Sony Xperia Z2, dem HTC One (M8) und dem Samsung Galaxy S5 entscheiden möchte, der schlägt mit dem Kauf des Xperia Z2 wohl den guten Mittelweg zwischen Design und Performance ein. Mit seinem Glasgehäuse und Aluminiumrahmen hat es ein wertigeres Äußeres als das Galaxy S5, kann im Vergleich zum HTC One (M8) aber hauptsächlich eingefleischten Sony-Fans einen optischen Mehrwert bieten.

Dafür wartet es im Vergleich zum HTC-Flaggschiff mit einer besseren Performance bei der Akkuleistung auf und hat, wie das Galaxy S5, ein wasserdichtes Gehäuse. Die Performance des Samsung-Flaggschiffs kann das Xperia Z2 hingegen noch nicht erreichen. Bei der Kamera hat das Sony aber die Nase vorne. In einer Abstimmung  über die Bildqualität auf Gizmodo entschieden sich 45 Prozent der 1.574 Teilnehmer für die Kamera des Xperia Z2. 33 Prozent empfanden die Bilder des HTC One (M8) als am besten und nur 22 Prozent waren diesbezüglich vom Samsung Galaxy S5 überzeugt.

Eine Überlegung dürfte auch das neue Android-Smartphone One sein. Es wird von OnePlus gefertigt und kostet mit 16 GByte internem Speicher gerade einmal 269 Euro. Außerdem kommt es mit einer ebenbürtigen Hardware und dem beliebten Custom ROM CyanogenMod (Android 4.4.2) als OS. Zum Verkauf steht das Gerät allerdings erst einmal nur für ausgewählte Käufer, die über eine spezielle Einladung verfügen.

plus

Wasserdichtes und wertiges Mineralglas-Gehäuse

plus

Bessere Farbdarstellung und höhere Blickwinkelstabilität des Displays

plus

Hochauflösende 20-Megapixel-Kamera

plus

microSD-Kartenslot (bis  zu 128 GByte)

plus

Front-Stereolautsprecher

 

minus

Kamera-Auflösung reduziert sich in vielen Modi auf 8 Megapixel

minus

Lautstärkenwippe schlecht zu bedienen

minus

Festverbauter Akku

minus

Gerät wird bei 4K-Videoaufnahmen äußerst heiß

 

Technische Daten im Vergleich

htconem8specs_tabelle

HTC One (M8), Samsung Galaxy S5, Sony Xperia Z2 und Apple iPhone 5S: die technische Daten der Smartphones im Vergleich (Bild: CNET.de)

 

[Mit Material von Andreas Eichenseher, via CNet.de]

Tags :
  1. Keine Speicherung von Fotos auf der sd-Karte mit Android 4.4.2 möglich. Dieser Weg kann sich für Google als falsch erweisen. Bereits mit kitkat sind viele verärgert, weil durch die Einschränkungen z. B. keine Fotos mehr auf der sd-Karte gespeichert werden können, und nehmen schon jetzt kein update auf kitkat vor. Google wir langsam zu Apple für den User. Mit den Beschränkungen und kommenden Oberflächengestaltung beschneiden sie die Hersteller wie Samsung und Sony, und nd begehen die gleich Fehler wie einst Microsoft. Doch gerade die haben google bei den Smartphones zu den gemacht, was es bisher war. Wenn aber gerade Windowsphone und Blackberry da ansetzen und es war so vermarkten, könnte es ihnen ggf. aus der Krise helfen.

      1. Hallo, ich nochmal. Mir konnte kein Support helfen. Nun habe ich einfach eine neue ungebrauchte sd-Karte eingelegt und jetzt funktioniert das Speichern des Fotos auf der sd-Karte. Vermutlich wurde die alte sd-Karte beim update nicht automatisch neu formatiert. Bin jetzt glücklich. Sorgt für meinen unzutreffenden Beitrag. Aber so geht es vielen, die die bisherige Karte ins neue xperia z umfassen und dann entweder vorinstalliert oder das update auf kitkat vornehmen.

  2. Frage: Wie kann ich auf meinem SXZ die gespeicherten Inhalte auf meiner zusätzlichen
    SD-Speicherkarte anschauen. Einfach öffnen und den Inhalt , z.B. Fotos oder Videos anschauen?
    Ich kann alles nur auf meinen festen PC überspielen und dann anschauen. Wie geht das??
    Hilfe – Anfänger!

    Danke

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising