Retten Roboterbienen unser Leben? [Video]

robobeen

Polynoid und Greenpeace drehten ein Video mit Roboterbienen, um auf den dramatischen Rückgang der Insekten aufmerksam zu machen. Die künstlichen Insekten können aber auch andere Aufgaben erledigen.

Ein in Berlin gedrehtes Video von Polynoid und Greenpeace zeigt vielleicht die Zukunft der Blütenbestäubung, die unseren aktuellen Lebensstandard erhalten könnte.


[Quelle: Vimeo]

Laut Greenpeace sind 90 Prozent der weltweiten Nahrungsmittel auf die Bestäubung angewiesen. Doch die Bienenvölker sterben mehr und mehr aus – eine große Gefahr für jeden Menschen. Grund für die erhöhte Mortalität der Insekten sind unter anderem Pestizide, Dürren, Luftverschmutzung, Zerstörung des natürlichen Lebensraumes sowie die Klimaerwärmung. Doch wir brauchen die fleißigen Insekten. Ein interaktives Foto der Huffington Post verdeutlicht sehr schön den Bedarf an Bienen für unsere Lebensmittel.

Laut einer Statistik der National Agriculture haben sich die Bienenbestände zwischen 1947 und 2008 um erschreckende 60 Prozent verringert. Wissenschaftler der Harvard Universität haben sich diesem Problem nun angenommen und eine typisch menschliche Lösung entwickelt. Roboterbienen.

Die sogenannten Robobees flogen bereits 2007 und wurden ständig weiterentwickelt. Sie sollen vielseitig einsetzbar werden. Neben dem Bestäuben von Pflanzen stehen auch Verkehrskartographie, Militärbeobachtung oder Such- und Rettungseinsätze nach Naturkatastrophen auf der Entwicklungsagenda. Binnen 50 Minuten sollen sich die Solarkollektoren aufladen und 18 Stunden Flugzeit garantieren. Außerdem verstehen die Robobees Menschen und andere Lebewesen nicht als Feinde.

Wer sich die unterstützenden Firmen am Ende des Videos besieht, der wird bei manchen wohl oder übel das Gefühl bekommen, die Roboterbienen sind das einfache Mittel zur Erhaltung kurzfristig profitabler und umweltschädlicher Landwirtschaftsmethoden. Bienen durch Roboter zu ersetzen ist aber sicher nicht der beste und ökologischste Weg, um Bienen zu erhalten.

[Quelle: Polynoid, Greenpeace, Harvard, Bild: Gizmodo.com]

  1. Na klar! Wir bauen Roboterbienen, weil wir weiter tonnenweise Insektizide auf unsere Felder kippen müssen… ANSTATT EINFACH MAL UMZUDENKEN!!!
    Andererseits, vielleicht klappt’s ja nich, mit den Robo-Bestäubern und der Großteil der Menschheit geht den Bach ‘runter – wär’ nicht das Schlechteste für den Planeten…

      1. Recht hat er aber, die Natur funktioniert so wunderbar, diese durch garantiert nicht so gute Technik zu ersetzen würde viel viel teurer werden als jetzt endlich mal aufzuhören auf die Umwelt zu scheißen.

        Ich mein die Bienen sind ja nur der Anfang von dem was noch kommt, siehe z.B. Prozentuale Bodenverseuchung in China und Japan.

    1. geldgierige, verblendete, kriminelle Vollidioten sind, braucht man ja nicht gleich den Großteil auszurotten. Nimm ihnen einfach das Geld weg.

  2. Micro- Quadrokopter mit Bilderkennungssoftware die Navigation zu den Blüten steuert…
    Durchaus realisierbar…
    Es gibt bereits Submicro- Cam- Drohnen, mit Insekten- Flügel ähnlichen Antriebsprinzip.
    Manche seltene Pflanzen werden sogar durch Menschen manuell bestäubt.

    Oder Monsanto baut in Genlabor, Pestiziden resistente Bienen, und vermietet die teuer.

    Mobile Binnen- Völker auf LKW, werden in USA schon lange für einige Besteubungstage vermietet.

  3. Ich weiß schon wie der nächste Terminator film aussieht.

    Achtung Spoileralarm!!!

    Skynet schaltet einfach die Robobees ab u. die Menschheit verhungert :P.

  4. Frag mich wanns dann die new Frogs gibt, welche die Mücken für uns fressen, weil die natürlichen frösche ausgestorben sind (haben zuviele new Bees gefuttert) :P

  5. Ok, Robobienen sind ja schön und gut, aber was wird aus deren Fressfeinden?

    EIne Eidechse beispielsweise oder diverse Vogelarten dürften erhebliche Probleme mit der Verdauung von Plastikbienen bekommen. Am Ende schadet diese Entwicklung der Natur mehr als sie ihr helfen soll.

  6. Anstatt die Schuld immer auf geldgierige, schlimme Menschen zu richten, sollten wir uns selber an die Nase fassen.
    Denn diese Menschen werden auch nur von ihrem “System” kontrolliert, wie jeder andere auch, wenn man dort reinkommen würde. Die Bösen sind die jenigen, die das Wissen über die Schieflage haben, aber nichts unternehmen, um das System zu stoppen bzw. andere Mitmenschen davon zu überzeugen.

    1. und jemand den Fahrer mit einer Waffe bedroht und Du diesen Jemand nicht stoppst, bist Du der Böse?
      Klingt nach verdrehter Logik. Wenn Monsanto Pflanzen unkontrollierbar genetisch verändert und so ein Problem erschafft und mir dann als Lösung für dieses Problem, was ich ohne Monsanto nicht gehabt hätte, Robobienen verkauft, weiß ich aber wer auf der bösen Seite steht. Ich gebe Dir aber Recht, dass sich alle die davon gewusst haben und mal wieder nur weggeschaut haben, mit Schuld sind – aber sie sind nicht böse.

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