Warum Stadtplaner Daten von Fitness-Tracking-Apps kaufen

Strava

Strava, ein Fitness-Tracking-Unternehmen für Läufer und Fahrradfahrer, hat gerade eine neue Initiative angekündigt. Da die gleichnamige App so viele Informationen über Menschen in Bewegung sammelt, verkauft das Unternehmen diese an Regierungen, damit deren Stadtplaner die Infrastruktur tatsächlichen Bewegungsmustern anpassen können.

Stravas erster Kunde ist das Verkehrsamt von Oregon, das umgerechnet 14.000 Euro für die Bewegungsdaten von fast 20.000 Fahrradfahrern bezahlte. Ziel ist es, mit den Daten dem zunehmenden Fahrradverkehr in Städten wie Portland Herr zu werden. Aktuell haben wir hierfür keine Daten. Wir wissen gar nicht, wo die Leute Fahrrad fahren, so die Professorin und Stadtplanerin Jennifer Drill gegenüber dem Wall Street Journal.

Margi Bradway, eine Analystin vom Oregoner Verkehrsamt zufolge ist das Ganze ein Experiment und womöglich erst der Anfang des Datenkaufs aus dem privaten Sektor, der dank Smartphones und anderer Geräte immer mehr Daten sammeln kann. Neben Oregon haben unter anderem die Städte London, Glasgow und Orlando Strava kontaktiert, um Informationen aus deren riesigem Informationspool zu beziehen. [Bike Portland via WSJ]

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  1. Tja, da arbeitet man dann in der Stadtplanung mit einer Datenbasis die bspw. radfahrende Kinder, Hausfrauen und ältere Leute kaum beinhalten dürfte.

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